Damen Holland-Pleite: Hockey-Damen plötzlich im Vorteil

Mönchengladbach. Unverhofft kommt oft: Nach dem 0:2 gegen Angstgegner England sahen Deutschlands Hockey-Damen bei der Heim-EM wie die großen Verliererinnen aus. Doch gut zwei Stunden später war die Hockey-Welt in Mönchengladbach schon wieder in Ordnung.
22.08.2011, 09:50
Lesedauer: 1 Min
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Mönchengladbach. Unverhofft kommt oft: Nach dem 0:2 gegen Angstgegner England sahen Deutschlands Hockey-Damen bei der Heim-EM wie die großen Verliererinnen aus. Doch gut zwei Stunden später war die Hockey-Welt in Mönchengladbach schon wieder in Ordnung.

Denn nach der unerwarteten 0:1-Pleite des Top-Favoriten Niederlande gegen Spanien ist Michael Behrmanns Truppe plötzlich sogar im Vorteil. Ein Punkt am Dienstag gegen Außenseiter Belgien reicht, um als Gruppenzweiter ins Halbfinale einzuziehen. Und dann droht im Kampf um den Einzug ins Endspiel nicht das Duell mit der sonst als kaum bezwingbar geltenden "Oranje"-Elf.

"Wenn man ein Ziel hat, dann ist es egal, wer da als Gegner kommt", sagte Bundestrainer Behrmann nach dem achten sieglosen Spiel gegen England am Sonntag - und meinte damit das vermeintliche Halbfinal-Match gegen die Holländerinnen, denen man eigentlich als Gruppenerster aus dem Weg gehen wollte. Doch dass im Hockey immer alles ganz schnell geht, bewies "Oranje" unfreiwillig beim Rückschlag gegen Spanien. Plötzlich spricht nun alles dafür, dass sich die Ibererinnen gegen Außenseiter Aserbaidschan den Gruppensieg nicht mehr nehmen lassen und dann am 25. August auf die Deutschen treffen.

"Das hätte ich nie im Leben erwartet", sagte Spielführerin Fanny Rinne noch unter dem Eindruck der "verdienten Niederlage" gegen die bärenstarken Engländerinnen. Die Olympiasiegerin von 2004 erinnerte aber sofort auch daran, dass sie und ihre Teamkolleginnen erst einmal ihre Pflicht gegen die aufstrebenden Belgierinnen ("jedes Spiel muss erst mal gespielt sein") erfüllen müssen, um auch die Chance auf die direkte Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012 zu wahren.

Um dieses Ziel sicher zu erreichen, müssten Rinne & Co. wie bei den vergangenen drei Europameisterschaften (2005/2007/2009) wieder das Finale erreichen. Sollte allerdings auch der gesetzte Olympia-Gastgeber England in das Endspiel einziehen, würde sogar EM-Platz drei für das begehrte London-Ticket genügen. Und in der aktuellen Form ist dies dem ambitionierten Team von der Insel durchaus zuzutrauen. Aber im Hockey kann alles schnell auch ganz anders kommen. (dpa)

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