SV Blau-Weiß Bornreihe Holldorf wechselt nach Bokel

Bokel. Marko Rebien nutzte nun seine ausgezeichneten Verbindungen zu seinem Ex-Verein, um einen weiteren spektakulären Transfercoup zu landen: Christian Holldorf wechselt im Sommer von den Moorteufeln an den Bätjerplatz.
24.05.2012, 05:00
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Holldorf wechselt nach Bokel
Von Werner Maaß

Bokel. Wenn ein Trainer und der Verein noch während der laufenden Fußball-Saison getrennte Wege gehen, dann hinterlässt das nicht selten tiefe Spuren. Trainer und Verein können sich oftmals nicht mehr auf den Pelz gucken. Marko Rebien und der SV Blau-Weiß Bornreihe bilden die Ausnahme. Rebien ist mittlerweile Trainer des MTV Bokel. Marko Rebien nutzte nun seine ausgezeichneten Verbindungen zu seinem Ex-Verein, um einen weiteren spektakulären Transfercoup zu landen: Christian Holldorf wechselt im Sommer von den Moorteufeln an den Bätjerplatz nach Bokel.

Die Strömung von Bornreihe nach Bokel ist kaum zu übersehen. Die beiden Angreifer Waldemar Hamburg und Oliver Fröhlich spielten ebenso zu Rebiens Zeiten mit dem SV Blau-Weiß Bornreihe in der Oberliga wie Innenverteidiger Tino Brünjes, Torwart Florian Leschnik oder Mittelfeldmann Marcel Baake. Im Sommer kommt mit dem 28-jährigen Christian Holldorf ein Mittelfeldspieler nach Bokel, der vom Potenzial her in der Bezirksliga deutlich unterfordert sein dürfte.

Holldorf ist als Sporttherapeut tätig, die späten Arbeitszeiten lassen kaum noch Zeit für das Training zu. Das wird in Bokel nicht anders sein. Dennoch freut sich Holldorf auf seinen neuen Verein: "Auch wenn ich nur sehr wenig trainieren kann – wenn ich am Wochenende auf dem Platz stehe, dann bin ich heiß."

Schon im Winter waren sich Bokel und Holldorf einig, doch damals legte Bornreihe sein Veto ein. Nun ist alles geklärt, Bokel hat einen Sponsor für die Ablösesumme gefunden. Für Bornreihe geht die Rechnung auf, das machte Manager Jan Meyerdierks deutlich: "Wir bekommen nun den Betrag, den wir für Christian Holldorf an Frisia Loga zahlen mussten." Übrigens, hätte Rebien keinen Sponsor für den Wechsel aufgetrieben, der Wechsel wäre trotzdem über die Bühne gegangen: "Ich wäre dann selbst als Sponsor eingesprungen. Christian Holldorf ist mein Königstransfer." Rebien ging noch ins Detail: "Ich halte ihn für einen begnadeten Techniker, für einen Teamplayer. Ich hole ihn, um seine fußballerische Qualität und sein Wissen weiterzugeben."

Weiterzugeben an den Klub der "Fünf unter Hundert", so nennt Rebien die übrigen Neuzugänge des MTV Bokel. Adam Mück (19 Jahre, Hagen/Uthlede), Yannik Dehnenkamp (18, Staleke), Sven Bedürftig (18, Biber), Patrick Rademacher (19, Lunestedt) und der Trainersohn Marius Rebien (17, Biber) sind die neuen Hoffnungsträger, die von Holldorf auf dem Feld bei der Leine genommen werden sollen.

Der SV Blau-Weiß Bornreihe ist mittlerweile der Lieblingsladen von Marko Rebien. Die Blau-Weißen lassen Rebien gewähren. Durchaus verständlich, Rebien sagt warum: "Die Spieler, die nach Bokel gewechselt sind, waren entweder unzufrieden oder konnten nicht mehr so viel Zeit investieren. Ich würde niemals an Spieler wie Nils Gresens oder Joni Klimmek herantreten. Die stehen voll im Saft, die gehören nach Bornreihe."

Man sieht sich immer zweimal im Leben. Marko Rebien profitiert vom guten Kontakt zu seinen Spielern, gerade wenn sich die Wege getrennt haben. Bei Bornreihes Trainer Matthias Ruländer ist das übrigens nicht viel anders: Viele seiner ehemaligen VSK-Spieler sind ihm getreu nach Bornreihe gefolgt.

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