Volleyball-Landesliga Holschen-Team wie im Rausch

Nach dem missglückten Saisonstart hat der ATSV Scharmbeckstotel am ersten Heimspieltag einen ziemlich überzeugenden Doppelsieg folgen lassen und kletterte damit in der Tabelle bis auf Rang vier.
01.10.2018, 16:08
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Holschen-Team wie im Rausch
Von Tobias Dohr

Scharmbeckstotel. Nach dem missglückten Saisonstart mit der 1:3-Auswärtsniederlage bei Bremen 1860 II haben die Landesliga-Volleyballerinnen des ATSV Scharmbeckstotel am ersten Heimspieltag einen ziemlich überzeugenden Doppelsieg folgen lassen und kletterten damit in der Tabelle bis auf Rang vier. Besonders der Erfolg über den bis dato noch ungeschlagenen Aufsteiger aus Beverstedt löste dabei großen Jubel aus.

ATSV Scharmbeckstotel – SG Beverstedt 3:0 (25:14, 25:14, 25:10): „Schon beim Einspielen haben die Mädels gezeigt, dass das ihr Tag ist“, berichtete ATSV-Trainerin Siggi Holschen von einem frühen Gefühl der Überzeugung. Über 15:11 setzten sich die Gastgeberinnen vorentscheidend ab. Besonders Sophia Richter, Isabel Nackenhorst und Linda Schulken schmetterten nun aus allen Lagen und stellten die Gäste damit immer wieder vor unlösbare Probleme.

„Beverstedt kam kaum zur Besinnung“, freute sich Siggi Holschen darüber, dass ihr Team auch im zweiten Satz gar nicht daran dachte, einen Gang runter zu schalten. Im Gegenteil. Die Warnung, die die ATSV-Trainerin noch kurz vor Beginn des dritten Durchgangs an ihre Spielerinnen geschickt hatte, wäre gar nicht von Nöten gewesen. Motiviert bis in die Haarspitzen und hoch konzentriert zogen die Scharmbeckstotelerinnen auch im dritten Satz auf und davon. Nun waren es vor allem die starken Mittelblockerinnen Ute Wilm und Mareike Wille, die den gegnerischen Angreiferinnen im Block den Zahn zogen. Nach gerade einmal 55 Minuten war die Partie gegen Beverstedt, das zuvor dreimal 3:0 gesiegt hatte, erfolgreich zu Ende gebracht.

ATSV Scharmbeckstotel – Bremen 1860 IV 3:0 (25:17, 25:18, 25:13): Auch gegen die vom ehemaligen Scharmbeckstoteler Axel Thürnagel trainierten Bremerinnen verloren die ATSV-Damen nichts von ihrem Spielfluss. Bei 12:10 im ersten Satz setzten die Gastgeberinnen zu einem ersten Zwischensprint an und entschieden den Durchgang so für sich. Libero Nadja Matucha und Zuspielerin Irene Jäger wuchsen in der Feldabwehr über sich hinaus, was Siggi Holschen höchsten Respekt abforderte: „Die beiden müssten noch Geld für die Bodenreinigung kriegen, so sehr haben sie gekämpft.“

Auch der zweite Durchgang ging mit 25:18 souverän an die Scharmbeckstotelerinnen, die im dritten Satz dann endgültig bewiesen, dass es ein goldener Tag für sie war – allerdings erst nach einer anfänglichen Schrecksekunde. Denn plötzlich lag das Holschen-Team mit 1:6 hinten. Bei 7:10 nahm die ATSV-Trainerin eine Auszeit, ehe der Galaauftritt von Birte Arndt folgte. Sie ging beim Stande von 7:11 an den Aufschlag und sorgte mit 13 Aufschlägen in Folge für die Wende.

Kurze Zeit später bejubelten die ATSV-Volleyballerinnen einen außergewöhnlichen Doppelerfolg mit dem heimischen Publikum. „Dieser Heimspieltag war schon ein Leckerbissen. Die Mädels haben endlich mal gezeigt, was in ihnen steckt“, sparte auch Siggi Holschen nicht mit Lob für ihr Team.

ATSV Scharmbeckstotel: Arndt, Höge, Jäger, Matucha, Nackenhorst, Richter, Schulken, Wille, Wilm.

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