Fußball-Bezirksliga Horeis ist ein kompletter Stürmer

Stuhr. Daniel Horeis vom Bezirksligisten TV Stuhr ist mit seinen 22 Jahren schon ein sehr guter Stürmer. Horeis kann beidfüßig schießen und verfügt über ein gutes Kopfballspiel. Sein Trainer Christian Meyer bezeichnet ihn als "kompletten Stürmer."
30.08.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Horeis ist ein kompletter Stürmer
Von Jens Hoffmann

Stuhr. Christian Meyer muss nur diesen einen Satz sagen, nur diese fünf Wörter aneinanderreihen, um die besonderen Stärken von Daniel Horeis auf den Punkt zu bringen: "Er ist ein kompletter Stürmer", sagt der Trainer des Fußball-Bezirksligisten TV Stuhr über seinen Offensiv-Schützling. Der 22-jährige Horeis könne beidfüßig schießen und besitze ein gutes Kopfballspiel - diese drei Eigenschaften machen ihn in der Summe zu einem Mann, der den Idealvorstellungen von Christian Meyer schon recht nahe kommt.

Zuletzt beim TuS Drakenburg machte Horeis genau das, was von einem Angreifer zuallererst erwartet wird: Tore. Er steuerte deren zwei zum 3:1-Erfolg des Aufsteigers bei und ist deshalb unser Spieler der Woche. Sein Coach zeigt sich von dem Doppelpack nicht sonderlich überrascht, er fühlt sich vielmehr bestätigt. "Ob ich Daniel eine solche Entwicklung zugetraut hätte? Ja, auf jeden Fall", betont Meyer.

Diese Erkenntnis fußt auf dem Wissen um das grundsätzliche Potenzial des Angreifers, das den Eindruck der vergangenen Saison, den gelegentliche Beobachter womöglich gewinnen konnten, komplett verwischt. Die Spielzeit 2010/11 begann Horeis nämlich im Trikot des Bremen-Ligisten Brinkumer SV, wohin das Stuhrer Eigengewächs mit einigen Erwartungen gewechselt war. "Allerdings war ich gerade in dieser Zeit jobmäßig sehr stark eingebunden und konnte nur unregelmäßig trainieren." Für einen Zugang von einem niederklassigeren Klub eine denkbar schlechte Ausgangslage. Es kam, wie es kommen musste: Daniel Horeis kam beim BSV nicht wie erhofft zum Zuge. Also vollzog er in der Winterpause die Rolle rückwärts und schloss sich wieder seinem Stammverein an, für den er zuvor seit der G-Jugend ununterbrochen aktiv war.

Schwer fiel Horeis dieser Schritt nicht. Er ist Stuhrer durch und durch und mit dem TVS tief verwurzelt. Überspitzt könnte man sagen: Dieser Verein ist sein Verein.

Doch auch in Stuhr war das sportliche Positionieren zunächst kein Selbstläufer. Die Mannschaft spielte erfolgreich, präsentierte sich als Einheit und die Konkurrenz im Sturm war groß: Timo Wetjen und Riccardo Azzarello harmonierten ganz nach des Trainers Geschmack, weshalb Daniel Horeis oft nur die erste Alternative darstellte. Er spielte eine ähnliche Rolle wie Sebastian Dreyer: immer wichtig, immer eingeplant, aber eben nicht immer von Anfang an dabei. Das hat sich seit Saisonstart ein wenig geändert. Jetzt bezeichnet Christian Meyer Daniel Horeis als Stammkraft, "er hat seine Chance genutzt." Dass Sturmkollege Timo Wetjen einige Wochen auf Grund von Urlaub und Verletzung ausfiel, hat den Aufschwung Horeis' sicherlich begünstigt, wenngleich die Voraussetzungen ohnehin für ihn gesprochen haben. "Er ist nämlich jetzt topfit", betont sein Trainer. Horeis ist an einem Punkt angelangt, an dem sich Talent und körperliche Vorzüge bündeln, um aus einem kompletten Fußballer einen noch

kompletteren zu machen.

"Jetzt muss ich noch die nötige Konstanz reinkriegen und am Ball blieben", fordert Horeis von sich selbst. Er weiß, das der junge Kader der Stuhrer einige Möglichkeiten und taktische Varianten bietet. Das bedeutet für den Einzelnen a) ständig auf der Hut zu sein und sich im Training reinzuhauen, eröffnet gleichwohl b) glänzende Perspektiven für das gesamte Team. Nach dem zweiten Sieg in der vierten Partie erklärt Daniel Horeis: "Ich gehe ganz klar vom Klassenerhalt aus, den können wir in jedem Fall packen."

Dass er mit seinen 22 Jahren bereits zu den erfahrenen Akteuren zählt und in Drakenburg gar der zweitälteste Stuhrer auf dem Platz war, ist für ihn in diesem Zusammenhang nur eine nette Randnotiz. Das Durchschnittsalter sei sekundär, wichtig sei einzig die Entwicklung des TV Stuhr. "Und wir glauben an unsere Stärken", so Horeis. Man glaubt es ihm aufs Wort . . .

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