Weser-Ems-Liga: Handballerinnen bezwingen Marienhafe mit 25:20 / Ganderkesee im Abstiegskampf HSG Delmenhorst baut Tabellenführung aus

Delmenhorst. Die Handballerinnen der HSG Delmenhorst schweben in der Weser-Ems-Liga weiter auf Wolke sieben. Durch ihren 25:20 (13:9)-Erfolg über Verfolger Tura Marienhafe erhöhte sich der Vorsprung an der Tabellenspitze auf fünf Punkte. Mit einem 16:16 (3:8) endete die Partie zwischen der HSG Harpstedt/Wildeshausen und der HSG Wilhelmshaven II. In den Abstiegsstrudel ist der TSV Ganderkesee geraten, der beim Schlusslicht SC Ihrhove 07 mit 15:20 (10:11) unterlag.
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Von Rolf Behrens

Delmenhorst. Die Handballerinnen der HSG Delmenhorst schweben in der Weser-Ems-Liga weiter auf Wolke sieben. Durch ihren 25:20 (13:9)-Erfolg über Verfolger Tura Marienhafe erhöhte sich der Vorsprung an der Tabellenspitze auf fünf Punkte. Mit einem 16:16 (3:8) endete die Partie zwischen der HSG Harpstedt/Wildeshausen und der HSG Wilhelmshaven II. In den Abstiegsstrudel ist der TSV Ganderkesee geraten, der beim Schlusslicht SC Ihrhove 07 mit 15:20 (10:11) unterlag.

HSG Delmenhorst - Tura Marienhafe 25:20 (13:9): Zurzeit läuft es optimal für das Gallmann-Team. Doch auch wenn das Ergebnis gegen einen Verfolger auf den ersten Blick super aussieht, war doch nicht alles Gold, was glänzt. So gab es etliche Passagen, wo sich Ballverluste im Angriff häuften. Was weiterhin eine Bestrafung für die Delmenhorsterinnen ist, sind die zugesprochenen Siebenmeter. Von acht Strafwürfen landete nur einer im Netz. Das könnte sich in engen Spielen durchaus noch einmal rächen. Zurzeit überwiegt aber das Positive. Die einzige Torfrau Anneke Alfs macht einen glänzenden Job. Die Abwehr steht meistens kompakt und im Angriff ist auch noch kein Team besser. Kerstin Janßen und Stefanie Stolle übernehmen vorn Verantwortung. Nach dem anfänglichen Abtasten machte die HSG aus dem 5:5 ein 10:5. Wenig später hieß es sogar 12:5, ehe eine kurze Konzentrationsschwäche den Gast auf 9:13 aufschließen ließ.

Nach dem Wechsel hieß es sogar 17:11, doch vergebene Siebenmeter, technische Mängel im Angriff und unplatzierte Torwürfe ließen Marienhafe aufwachen. Innerhalb weniger Minuten verkürzte Tura auf 15:17 beziehungsweise 16:18. Das HSG-Schiff schlingerte. 20:16 heiß es durch Nina Ranke, doch fünf Minuten vor dem Ende traf Marienhafe zum 18:20. Doch die Delmenhorsterinnen können zurzeit auch diese Situation meistern und in der Schlussphase kühlen Kopf bewahren.

HSG Harpstedt/Wildeshausen - HSG Wilhelmshaven II 16:16 (3:8): Marlis Holste und Ilona Beuke haben es im Moment nicht leicht mit ihrem Team. Bei jedem Spiel gibt es eine neue Zusammensetzung. Eine regelrechte 'Flickschusterei', so das Trainergespann. Da ist es kein Wunder, dass man nicht eingespielt ist und somit im Angriff wenig zusammenläuft. Dies unterstrich die Partie gegen Wilhelmshaven. Nach 45 Minuten war die Partei eigentlich schon verloren, denn die Gäste führten nach einer 8:3-Pausenführung mit 15:7. Doch das Fünkchen Hoffnung blieb. Lara Kracke mobilisierte noch einmal alle Kräfte in der Abwehrmitte und Barbara Kuper im Tor machte ihre 'Hütte' dicht. Die Gastgeberinnen setzen nun auf Tempo und hatten Erfolg. Drei verwandelte Tempogegenstöße, drei sicher verwandelte Siebenmeter durch Birgit Zobel-Elders sowie sechs Tore in sechs Minuten bedeuteten das 13:15. Wilhelmshaven traf anschließend noch einmal zum 16:13, doch die Schlussphase gehörte den Gastgeberinnen,

die schließlich durch Nadine Wagner kurz vor dem Schluss zum 16:16 ausgleichen konnten.

SC Ihrhove 07 - TSV Ganderkesee 20:15 (13:10): Es war ein Vier-Punktespiel, das der TSV Ganderkesee abgeben musste. Zurzeit hängt der Patient Ganderkesee am Tropf, denn nach der Niederlage in Varel gab es bei einem weiteren Konkurrenten aus der Abstiegszone erneut kein Erfolgserlebnis. Beide Mannschaften taten sich im Angriff recht schwer, wobei der TSV zwar das gefälligere Spiel aufzog, doch das Torewerfen vergaß. So konnten die Ihrhoverinnen nach der ausgeglichenen Anfangsphase zunächst auf drei Treffer davonzie-hen. Bis zur Pause hatte sich der TSV dann wieder auf ein Tor herangekämpft. Auch im zweiten Abschnitt das gleiche Bild. Ihrhove erhöhte den Vorsprung, Ganderke-see kam mit 15:16 wieder heran und vergaß wieder, weitere Tore zu machen. In der Schlussphase waren diskussionswürdige Schiedsrichterentscheidungen ausschlaggebend, dass Ihrhove weiter davonziehen konnte. 'Der Abstiegskampf hat begonnen', so Olaf Wiegmann. Das Kernproblem beim TSV ist der kleine Kader,

denn die Luft reicht meistens nur bis zur 50. Minute.

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