Handball-Oberliga Frauen

HSG feiert Derbysieg

Der TV Neerstedt ist einen weiteren Schritt in Richtung Landesliga gegangen, während die HSG Hude/Falkenburg nun eine ausgeglichene Bilanz ausweist.
26.01.2020, 19:50
Lesedauer: 2 Min
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Von Jörn Franke

Auch im 14. Punktspiel der Saison in der Oberliga der Frauen gab es für die Handballerinnen des TV Neerstedt nichts zu holen. Die HSG Hude/Falkenburg setzte sich im Derby in eigener Halle letztlich souverän mit 31:25 (15:8) durch und konnte sich dabei auf die stabile Defensive verlassen. Aus Neerstedter Sicht fiel die Pleite zumindest deutlich niedriger aus als im Hinspiel beim 22:43. Fünf verworfene Strafwürfe verdarben ein deutlich besseres Ergebnis des Tabellenletzten.

Mit 0:28 Punkten rangieren die Schützlinge von Maik Haverkamp und Michael Kolpack weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz. Bei sechs Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz besteht kaum noch Hoffnung, auch in der nächsten Spielzeit viertklassig zu spielen – es sei denn, die Neerstedter Damen fangen an zu punkten. Hudes Handballerinnen, die personell mit dem letzten Aufgebot antraten, weisen mit je sieben Siegen und Niederlagen nun eine ausgeglichene Bilanz auf und stehen im gesicherten Mittelfeld. „Wir müssen gegen die Teams hinter uns in der Tabelle gewinnen, um nicht unten reinzurutschen“, sagte HSG-Trainer Lars Osterloh. Das habe sein Team gegen Neerstedt alles in allem souverän hinbekommen.

Bis zum 4:4 hielten die Gäste das Match ausgeglichen, dann setzten sich die Huderinnen über 6:4 und 10:6 auf 14:7 ab und führten frühzeitig eine vermeintliche Vorentscheidung herbei. Zwei verworfene Strafwürfe verdarben für den TVN ein besseres Ergebnis bis zur Halbzeit. „Nur acht Tore im ersten Durchgang sind natürlich viel zu wenig“, bedauerte Haverkamp die mangelnde Durchschlagskraft seiner Mannschaft im Angriff. Mit der Abwehr hingegen konnte das TVN-Trainerduo einigermaßen zufrieden sein. Osterloh seinerseits lobte Torfrau Katharina Woltjen und vor allem seine Defensive. „Der Neerstedter Rückraum hatte keinen Zugriff und unser Innenblock hat viele Bälle geholt oder die Gäste zu Würfen gezwungen, die Katharina dann gut halten konnte“, berichtete er. Auch Fenja Schwark, die unter anderem zwei Siebenmeter hielt, überzeugte im HSG-Kasten.

Nach der Pause hielten die Gastgeberinnen in der Halle am Huder Bach den Lokalrivalen aus Neerstedt stets auf Distanz. Spannung kam nicht mehr auf. Neerstedt vermochte nie zu verkürzen, blieb aber immerhin auf Schlagdistanz. 19:11, 23:15 und 26:18 lauteten die nächsten Zwischenstände aus HSG-Sicht, ehe die letzten zehn Minuten ein 5:7 zugunsten der Neerstedter erbrachten, die damit erstmalig in dieser Saison eine Halbzeit für sich entschieden „Das ist natürlich ein schönes, kleines Erfolgserlebnis. Unsere Leistungssteigerung zeigte sich auch heute wieder“, analysierte Haverkamp.

Insbesondere habe er sich über die sechs Feldtore von Celina Struß gefreut, die Durchsetzungsvermögen und Treffsicherheit bewiesen habe. „Wir müssen jetzt unsere volle Konzentration auf das nächste Match gegen SG Findorff richten. Dabei müssen wir unsere technischen Fehler reduzieren, dann kommen wir in die Reichweite eines Sieges. Es wäre schön, wenn sich unsere Mädels endlich einmal für ihre Anstrengungen belohnen würden“, fügte er hinzu. Osterloh lobte derweil seine Damen: „Sie haben die taktische Vorgabe in der ersten Halbzeit gut umgesetzt und waren gerade in der Abwehr stärker als Neerstedt.“

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