Handball-Landesliga HSG Phoenix in der Pflicht

Für die Mannschaft von Trainer Christoph Schweitzer zählt im ersten Punktspiel des Jahres nur ein Sieg. Im Duell mit dem Schlusslicht TSV Bremervörde steht bereits einiges auf dem Spiel.
19.01.2019, 14:33
Lesedauer: 3 Min
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Von Thorin Mentrup

Twistringen/Syke/Bassum. Der Saisonstart hatte es für die Landesliga-Handballerinnen der HSG Phoenix in sich: Mit den Spielen gegen den VfL Horneburg, die HSG Bützfleth/Drochtersen und den VfL Stade II hatte die Mannschaft von Trainer Christoph Schweitzer drei harte Brocken vor der Brust und war nach zwei Punkten aus diesen Partien zu Recht zufrieden. Zum Auftakt ins Punktspieljahr 2019 stellt sich die Situation ganz anders dar: Im Auswärtsspiel beim TSV Bremervörde am Sonntag (Anwurf: 15.30 Uhr) wäre alles andere als ein Sieg eine Enttäuschung. Die HSG braucht einen Erfolg – nicht nur für einen guten Auftakt, sondern auch, um das Tabellenschlusslicht nicht nach Punkten gleichziehen zu lassen und den Anschluss ans gesicherte Mittelfeld herzustellen.

Seit dem 3. Januar bereiten sich die Phoenix-Handballerinnen intensiv auf den wichtigen Start vor. Etwas mehr als zwei Wochen später blickt Schweitzer optimistisch auf das erste Punktspiel im neuen Jahr: „Wenn wir uns auf uns konzentrieren und uns darauf besinnen, was unsere Stärken sind, dann können wir das Spiel auch gewinnen“, zeigt er sich überzeugt. Den letzten Feinschliff holten sich seine Spielerinnen im Freundschaftsspiel bei der TS Hoykenkamp, dem Regionsoberliga-Spitzenreiter der Handballregion Oldenburg. Es war kein Test, in dem die Gäste auf Ergebnis spielten, „denn wir haben kein Problem mit unserem Selbstvertrauen“ (Schweitzer), sondern vordergründig ein Vergleich, in dem es darum ging, einige Dinge auszuprobieren – sowohl im Angriffsspiel als auch im Abwehrverhalten. Unter anderem agierte die HSG mit zwei Kreisläuferinnen. „Einiges hat besser funktioniert, anderes weniger. Aber wir haben einiges mitgenommen, was für uns am Sonntag wichtig werden kann“, zog Schweitzer ein positives Fazit, immer wissend, dass Bremervörde noch einmal ein anderes Kaliber als Hoykenkamp ist.

Die beiden Kontrahenten sind sehr unterschiedlich. Die neu formierte HSG wird wie schon in der Hinserie auf ihre zahlreichen jungen Talente setzen, Bremervörde kommt dagegen mit einem erfahreneren Team daher. „Sie werden wenige Fehler machen“, ahnt Schweitzer, der den TSV bereits beobachtet hat. Für seine Mannschaft werde es darauf ankommen, mit einer aggressiven Abwehrarbeit möglichst viele Bälle zu erobern und dann ins Tempospiel zu kommen. „Wenn wir Bremervörde ins Laufen bringen, dann haben wir vieles richtig gemacht. Wenn sie sich jedoch sortieren können und in ihr Positionsspiel kommen, dann wird es schwierig, weil sie darin unwahrscheinlich sicher sind“, verdeutlicht Schweitzer, dass das Tempo am Sonntagnachmittag eine ganz entscheidende Rolle spielen wird.

Endlich konsequent im Abschluss?

Der einzige Faktor, der Wohl und Wehe der HSG beeinflussen wird, ist die Geschwindigkeit freilich nicht. Die Gäste werden auch ihre Abschlussschwäche in den Griff bekommen müssen. „Das hat sich leider durch unsere gesamte Hinrunde gezogen. Aber wir haben daran gearbeitet“, lag auf der Konsequenz beim Torwurf laut Schweitzer ein Schwerpunkt in der Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte. Dass die Gäste die Gastgeberinnen nicht unterschätzen werden, verbietet sich angesichts der tabellarischen Situation der Schweitzer-Sieben von selbst. Doch auch der vergangene Auftritt des TSV hat Phoenix noch einmal aufhorchen lassen: Nur mit 18:19 unterlagen die Bremervörderinnen dem verlustpunktfreien Klassenprimus VfL Horneburg. „Sie haben gezeigt, dass mit ihnen zu rechnen ist“, warnt Schweitzer vor dem Kontrahenten, der in eigener Halle noch auf die ersten Punkte wartet, allerdings auch erst vier Heimspiele bestritten hat. Phoenix dagegen hat zwei seiner drei Erfolge in fremder Halle gefeiert. Der dritte wäre enorm wichtig, um Schwung zu holen für die kommenden Aufgaben. Bei der Mission Auswärtssieg muss Schweitzer auf Madita Bekefeld (privat verhindert) und die weiterhin verletzte Saskia Labbus verzichten. Immer besser in Form kommt dagegen Mareen Kunze, die beim Test in Hoykenkamp zu gefallen wusste. „Man sieht, dass die Pause einigen Spielerinnen gutgetan hat“, freut sich Schweitzer. Nun hofft er darauf, dass sein Team den Schwung mit ins Auftaktspiel nehmen kann.

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