Mit neuem Trainer wie verwandelt: Abstiegsbedrohte Landesliga-Frauen bringen Tabellenzweiten an den Rand einer Niederlage HSG Schwanewede/Neuenkirchen unter Wert geschlagen

Schwanewede (elo). Fast wäre den abstiegsbedrohten Landesliga-Handballerinnen der HSG Schwanewede/Neuenkirchen die große Überraschung gelungen: Eine gute Dreiviertelstunde waren sie im Auswärtsspiel gegen den Tabellenzweiten TSV Bremervörde ebenbürtig gewesen, ehe der Akku allmählich zur Neige ging. In den letzten 14 Minuten warf die HSG nur noch ein Tor und kassierte eine letztendlich deutliche 18:26 (10:10)-Niederlage.
11.03.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Olaf Kowalzik

Fast wäre den abstiegsbedrohten Landesliga-Handballerinnen der HSG Schwanewede/Neuenkirchen die große Überraschung gelungen: Eine gute Dreiviertelstunde waren sie im Auswärtsspiel gegen den Tabellenzweiten TSV Bremervörde ebenbürtig gewesen, ehe der Akku allmählich zur Neige ging. In den letzten 14 Minuten warf die HSG nur noch ein Tor und kassierte eine letztendlich deutliche 18:26 (10:10)-Niederlage.

Nur 20 Minuten hatte Schwanewedes neuer Trainer Thomas Bohlmann im Abschlusstraining am Donnerstag aufwenden können, um mit seiner Mannschaft die neue 4:2-Deckung einzustudieren. Weg von der defensiven 6:0-Variante hin zur Bekämpfer-Abwehr lautete sein Motto. Damit konnten die „Goldmädchen“ die Gastgeberinnen unangenehm überraschen.

Es dauerte keine drei Minuten, da musste Bremervördes Trainer Sascha Rajkovic schon eine Auszeit nehmen und seine verwirrte Mannschaft in die richtige Spur bringen. Die war mit der Schwaneweder Abwehrtaktik überhaupt nicht klargekommen und mit 0:2 ins Hintertreffen geraten. Danach lief es beim Zweitplatzierten besser, die HSG ließ sich bis zur Halbzeitpause aber nicht abschütteln (10:10).

„Ein super Spiel. Meine Mannschaft hat klasse gekämpft“, bescheinigte Bohlmann der HSG einen großartigen Auftritt. „Für uns war es das bislang schwerste Saisonspiel“, erkannte auch Sascha Rajkovic die starke (Abwehr-)Leistung des Tabellendrittletzten an.

Die Schwaneweder Hoffnungen währten bis zum 17:17 (46.). Vor allem deshalb, weil die „Schwäne“ aus einer starken Abwehr heraus immer wieder Druck auf das Bremervörder Tor machten und das Tempo hoch hielten. Ständige Auslösehandlungen sorgten im Angriff für zusätzliche Gefahr. Es war allerdings so, dass die Schwaneweder Kräfte nicht bis zum Schlusspfiff reichten. Die zunehmend unkonzentrierter angreifenden Gäste jagten sechs Würfe nacheinander am Bremervörde Tor vorbei und gerieten klar ins Hintertreffen. Erst Jasmin Bohlmann beendete die Durststrecke mit dem bedeutungslosen Treffer zum 26:18.

Enttäuschung machte sich nach dem Abpfiff bei den unter Wert geschlagenen „Goldmädchen“ breit. War doch der erhoffte Überraschungssieg in Reichweite gewesen. „Ihr habt klasse gespielt und euch an den eigenen Haaren aus dem Sumpf gezogen. Darauf lässt sich aufbauen“, versuchte Bohlmann seine Schützlinge wieder aufzurichten. Tatsächlich hatte sich die HSG nach dem Rücktritt von Trainer Dean Schmidt deutlich lauffreudiger und engagierter gezeigt.

Zum Glück für die HSG wirkte sich die Niederlage in der Tabelle nicht aus. Da der VfL Stade II nach 7:1 Punkten in Folge erstmals wieder verlor und auch die Schwaneweder Mitkonkurrenten SG Bremen-Ost, SG Findorff, TuS Sulingen und VfL Horneburg allesamt Federn ließen, blieb im unteren Tabellendrittel alles unverändert.

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