Der 19-jährige Fußballer Deniz Undav aus Achim spielt aktuell seine erste Regionalliga-Saison beim TSV Havelse „Ich träume davon, Profi zu werden“

Für Deniz Undav (19) vom TSV Havelse ist der Saisonstart in der Fußball-Regionalliga Nord eher durchwachsen verlaufen: Dem 1:1 beim BSV Rehden folgte ein 5:3-Heimsieg gegen den VfB Lübeck. Im dritten Spiel unterlag man schließlich beim VfB Oldenburg mit 0:4.
15.08.2015, 00:00
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Für Deniz Undav (19) vom TSV Havelse ist der Saisonstart in der Fußball-Regionalliga Nord eher durchwachsen verlaufen: Dem 1:1 beim BSV Rehden folgte ein 5:3-Heimsieg gegen den VfB Lübeck. Im dritten Spiel unterlag man schließlich beim VfB Oldenburg mit 0:4. Der gebürtige Achimer Undav machte mit seinen unbekümmerten Auftritten jedoch auf sich aufmerksam und überzeugte nicht nur seinen Trainer Stefan Gehrke von seinen Qualitäten. Marius Winkelmann sprach mit dem Fußballer über den Saisonstart, seinen bisherigen Werdegang und seinen Traum vom Profifußball.

Herr Undav, Sie haben sich in ihrem ersten Herrenjahr prompt in die Stammelf des TSV Havelse gespielt und in den ersten drei Spielen bereits ein Tor erzielt. Zudem haben Sie einen weiteren Treffer vorbereitet. Wie zufrieden sind Sie mit ihren bisherigen Auftritten?

Deniz Undav: Ich bin zunächst einmal froh und sehr zufrieden mit meinen Einsatzzeiten und weitestgehend auch mit meiner Leistung, allerdings hätte ich natürlich gerne noch mehr Tore auf meinem Konto stehen. Der Saisonstart mit dem Team war allerdings ordentlich, auch wenn wir zuletzt ein Spiel verloren haben (0:4 gegen den VfB Oldenburg, Anm. d. Red.). Wir wollen natürlich schnellstmöglich versuchen in die Erfolgsspur zurückzukommen.

Der TSV Havelse zählte in den vergangenen Jahren immer zu den Topmannschaften der Liga. Nun gab es aber einen Trainerwechsel und auch einen kleinen mannschaftlichen Umbruch zu verzeichnen. Wie ist die Zielsetzung für die aktuelle Saison?

Wir wollen selbstverständlich auch in dieser Spielzeit versuchen, oben mitzuspielen und die U23-Mannschaften aus Wolfsburg und Hamburg zu ärgern. Wir haben eine ambitionierte Truppe mit einem sehr großen Zusammenhalt und noch dazu einen sehr guten Trainer. Wir werden alles versuchen, um am Ende in der Tabelle so weit oben wie möglich zu landen. Persönlich habe ich mir vorgenommen dauerhaft Stammspieler zu sein und mindestens zwölf Tore zu erzielen. Ich bin optimistisch, dass mir das gelingen kann.

Sie sind gebürtiger Achimer, sind in der Weserstadt zur Schule gegangen und haben auch ihre ersten fußballerischen Versuche beim TSV Achim gestartet. Im Jahr 2007 wurden Sie bei einem Stützpunktturnier gesichtet. Wie haben Sie das damals alles erlebt?

Ich war damals elf Jahre alt, als Beobachter des SV Werder Bremen auf mich aufmerksam geworden sind. Sie haben mich wohl über einen längeren Zeitraum beobachtet und letztendlich habe ich sie wohl bei diesem Stützpunktturnier endgültig überzeugen können. Im Anschluss an dieses Turnier wechselte ich dann zu Werder Bremen. Dort bin ich fünf Jahre lang fußballerisch ausgebildet worden.

Nach ihrer Zeit bei Werder haben Sie noch zwei Jahre in der Jugend des SC Weyhe gespielt, ehe der Wechsel zum aktuellen Klub, dem TSV Havelse, folgte. Was waren die Gründe für den Wechsel nach Garbsen?

Ich hatte in Weyhe eine schöne Zeit und habe mich dort sehr wohl gefühlt, allerdings haben sich die Verantwortlichen aus Havelse dann sehr intensiv um mich bemüht. Dort bot sich mir die Perspektive, einen Vertrag für das Regionalligateam der Herren zu unterzeichnen. Die offenen Gespräche mit dem Trainerteam haben letztlich den Ausschlag gegeben und mich von einem Wechsel überzeugt.

In Havelse hat scheinbar alles auf Anhieb prächtig funktioniert: In der vergangenen Saison haben Sie für die A-Junioren mehr als 30 Tore erzielt und haben somit maßgeblich zum Aufstieg in die Bundesliga beigetragen. Das ist auch dem damaligen Trainer des Herrenteams Christian Benbennek (mittlerweile Trainer bei Alemannia Aachen, Anm. d. Red.) nicht verborgen geblieben…

Genau! Er hat mich im Saisonendspurt zum Training der ersten Mannschaft eingeladen und ich bekam die Möglichkeit, als sehr junger Spieler mein Pflichtspieldebüt in der ersten Mannschaft zu geben. Es hat mich unheimlich motiviert, dass ich gegen Teams wie die U23 des Hamburger SV und Hannover 96 spielen durfte. Das waren super Erfahrungen für mich.

Mittlerweile ist wieder Stefan Gehrke, ihr Trainer aus der A-Jugend, für Sie verantwortlich, da er den Posten des Cheftrainers beim TSV übernommen hat. Wie ist die Zusammenarbeit mit ihm und wie sind Sie insgesamt von der Mannschaft aufgenommen worden?

Mein Trainer redet sehr viel mit uns Spielern, baut uns immer auf, wenn es mal nicht so läuft und motiviert uns enorm. Er kann aber auch Kritik äußern und hat immer wertvolle Tipps auf Lager, zum Beispiel wie wir bestimmte Situationen besser lösen können. Auch die älteren Spieler und die Mannschaft als solche haben mich sehr gut aufgenommen – ich war auf Anhieb voll integriert.

Mit 19 Jahren scheinen Sie also gleich zum Stammspieler zu werden und haben sich im Seniorenbereich bereits beachtlich schnell akklimatisiert. Was möchten Sie im Fußball noch erreichen?

Spätestens seit meinem Wechsel zum SV Werder Bremen träume ich davon, Profifußballer zu werden. Für diesen Traum arbeite ich jeden Tag.

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