Relegation zur Fußball-Bezirksliga Lüneburg Ihlpohl bleibt nach knappen 1:0-Sieg über Pennigbüttel Bezirksligist

Wörpedorf. Es war verdammt knapp. Bis in die vierte Minute der Nachspielzeit dauerte das Zittern - bei den einen um den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga 3, bei den anderen um den Aufstieg in eben jene. Als Schiedsrichter Axel Wendt endlich abpfiff, bejubelten sie beim ASV Ihlpohl den 1:0-Sieg in dieser Relegationspartie überschwänglich fast wie eine Meisterschaft.
07.06.2010, 10:02
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Von Thomas Müller

Wörpedorf. Es war verdammt knapp. Bis in die vierte Minute der Nachspielzeit dauerte das Zittern - bei den einen um den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga 3, bei den anderen um den Aufstieg in eben jene. Als Schiedsrichter Axel Wendt endlich abpfiff, bejubelten sie beim ASV Ihlpohl den 1:0-Sieg in dieser Relegationspartie überschwänglich fast wie eine Meisterschaft. Hängende Köpfe dagegen beim Verlierer SV Komet Pennigbüttel. Sie waren so dicht dran gewesen an der kleinen Sensation. Und sie hatten alles dafür getan. Vergebens. Das eine Tor des Favoriten hatten sie nicht verhindern können.

In der 25. Spielminute fiel bereits die Entscheidung. Ihlpohls Nils-Christian Klepatz hämmerte einen Freistoß aus 18 Metern an der Mauer vorbei flach ins rechte Eck. Die Torwartecke. Pennigbüttels Keeper Torben Klinder war mit den Fingerspitzen noch dran. Ein tückischer Schuss. 'Normalerweise hat er ihn', verteidigte Pennigbüttels Trainer Jens Sander seinen Torwart, 'aber auf dem unebenen Boden sprang der Ball noch einmal auf.'

Sander ging nach Abpfiff zu jedem einzelnen Spieler, um Trost zu spenden. Ausgelaugt von dem kräftezehrenden Spiel bei hochsommerlichen Temperaturen, enttäuscht von der Niederlage hockten oder lagen die Komet-Akteure auf dem Boden. Mehr als ein Abseitstor in der Schlussphase der Begegnung vor offiziell 264 Zuschauern wollte ihnen einfach nicht gelingen. Trotz Offensive total. Drei Spitzen setzten den Favoriten, der sich schwer tat mit der Ordnung im Spiel, unter Druck. Arne Jordt war mit in den Angriff gegangen, um Kjell Behrens und Marco Statz da vorne zu unterstützen. Sogar Libero Dennis Damberg schaltete sich in die Offensive ein. Es brachte nichts. Sie rannten sich in der ASV-Abwehr fest oder scheiterten an Torwart Marcus Schlösser. 'Ihlpohl war um das eine Tor besser', gestand Jens Sander, 'und sie hätten sogar alles viel früher entscheiden können.'

Eine Handvoll Konterchancen hatten die Ihlpohler allein in der zweiten Halbzeit, als sie sich von Pennigbüttel in die eigene Hälfte hatten zurückdrängen lassen. 'Davon hätten wir mehr machen müssen', stöhnte auch Michael Mickun, 'ich selbst auch.' Doch der ASV-Stürmer, der seinen Verein Richtung SV Grohn (Landesliga Bremen) verlassen wird, vergab ebenso eine Riesenmöglichkeit wie sein Nebenmann Hendrik Pohlmann, für den er aufgelegt hatte. Pohlmann schoss freistehend aus kurzer Distanz am rechten Pfosten vorbei.

Ihlpohl, in den ersten 45 Minuten die spielerisch klar bessere und dominierende Mannschaft, hatte aber auch mächtig Dusel. Einmal musste Abwehrchef Günter Brandstetter einen Schuss von Dennis Martens auf der Linie retten (36.). Drei Minuten später war der Innenpfosten der rettende Verbündete für Keeper Schlösser: Das Aluminium leitete den von Marco Statz geschossenen Ball direkt in seine Hände.

Ansonsten bestimmten überwiegend die Ihlpohler das Geschehen der ersten Halbzeit. Über die rechte Außenbahn machte vor allem Dennis Franke viel Druck. Doch dann fehlte es meist an Abnehmern im Zentrum. Ihlpohls Gürkan Ertan, bei Manndecker Stefan Hobbie ziemlich abgemeldet, kam nur einmal frei zum Kopfball hoch, doch der Ball ging über die Latte. Ein anderes Mal hatte er sich schön freigelaufen, doch der Abschluss war viel zu schwach.

Ihlpohls Trainer Werner Mehrtens fielen nach dem Spiel Zentnerlasten vom Herzen: 'Ich habe gezittert: Wenn uns da eins von Pennigbüttels langen Dingern reinrutscht... Meine Jungs waren platt.' Eine Verlängerung blieb allen erspart.

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