Der FC Huchting steht am Tabellenende – der Mannschaft von Trainer Oliver Kluth fehlt es vor allem an Treffsicherheit Im Abstiegskampf der Landesliga

Bremen. Wie es dazu kommen konnte? Das ist die Frage, die die Fußballer des FC Huchting bewegt. „Das wüssten wir auch gern“, sagt Trainer Oliver Kluth.
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Von Stefan Freye

Wie es dazu kommen konnte? Das ist die Frage, die die Fußballer des FC Huchting bewegt. „Das wüssten wir auch gern“, sagt Trainer Oliver Kluth. Seine Elf ist ein kleines Rätsel. Denn niemand kann sich so recht erklären, warum der FC Huchting bislang so erfolglos war in der Landesliga. Warum man Tabellenende ziert. Vergangene Saison hatten sie noch den elften Rang belegt – da war der Blick vor der laufenden Spielzeit eher nach oben gerichtet.

„Wir wollten mit dem Abstieg nichts zu tun haben“, sagt Kluth vor dem Heimspiel heute gegen den ATSV Sebaldsbrück (14 Uhr). Es sollte schon in Richtung „einstelliger Tabellenplatz“ gehen. Am Ende, das findet auch Kluth, sind die Huchtinger also ein Beispiel dafür, dass das zweite Jahr für einen Aufsteiger eben noch ein bisschen schwerer ist als die Premierensaison. Dabei hatten sie vor dieser Spielzeit nicht einmal einen so eklatanten Abgang zu verzeichnen wie 2013. Damals hatte sich mit Dennis Krefta der Toptorjäger des Aufsteigers aus Huchting verabschiedet. Er trifft noch heute regelmäßig in der Bremen-Liga für den Brinkumer SV.

Nun hat es den Anschein, als würde sich Kreftas Abschied mit der Verzögerung von einem Jahr auswirken. Denn das dringendste Problem des FC Huchting ist relativ leicht in den eigenen Torerfolgen auszumachen. Gerade zwölf Treffer erzielte das Schlusslicht in zehn Partien. Nur der Vorletzte Wulsdorf (9) traf noch seltener.

„Wir erarbeiten uns regelmäßig Torchancen, die wir dann regelmäßig liegen lassen“, sagt Kluth. Er hat natürlich versucht, seiner Mannschaft im Training zu mehr Treffsicherheit zu verhelfen – doch wie üblich war dieser Versuch zum Scheitern verurteilt. „Man kann den Abschluss in Spielformen integrieren, aber Training und Spiel bleiben zwei verschiedene Dinge“, betont er.

Er wird weiter warten müssen und „hart arbeiten“, um die Früchte der Huchtinger Arbeit einzusammeln. Denn bis auf den Torabschluss klappt es doch eigentlich ganz ordentlich mit dem FC: Den zwölf eigenen Treffern stehen gerade 25 Gegentore gegenüber. Ein Topwert ist das nicht, aber es gibt Mannschaften im Mittelfeld der Landesliga, die auch nicht weniger Treffer kassierten. Bis auf die Duelle mit Melchiorshausen (1:5) und zuletzt Vahr-Blockdiek (0:5) endeten zudem alle Spiele mit einem engen Ergebnis. „Die Defensive steht“, sagt Kluth und erinnert in diesem Zusammenhang an die Zusammenstellung seines Teams: Denn bis auf Daniel Fecker (32) und Julian Geflitter (29) bestehe der Kader ausschließlich aus Spielern, die „25 Jahre oder jünger“ sind. Deshalb besteht Kluths Hoffnung im Zuwachs von Routine und Erfahrung – irgendwann könnten seine Offensivkräfte die nötige Lockerheit vor dem gegnerischen Tor erlangen. Und dann erzielt der FC Huchting auch wieder mehr Tore.

Am Umfeld soll es jedenfalls nicht liegen. „Wir haben Rückendeckung vom Vorstand, und ich kann diese Ruhe an die Mannschaft weitergeben“, sagt Kluth. Er schließt dagegen nicht aus, dass er in der Winterpause personell nachlegen wird. Um welchen Spieler-Typen es dann geht, ist nicht schwer zu erraten. „Ein treffsicherer Stürmer darf sich gern bei uns melden“, sagt Huchtings Trainer.

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