TV Oyten

Im dreistelligen Bereich angekommen

Gegen den TSV Sieverstedt war es so weit: Noah Dreyer hat in der Jugendhandball-Bundesliga die 100-Tore-Marke geknackt.
07.02.2018, 17:01
Lesedauer: 3 Min
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Im dreistelligen Bereich angekommen
Von Florian Cordes
Im dreistelligen Bereich angekommen

Gegen den TSV Sieverstedt hat Oytens Noah Dreyer seinen 100. Treffer in der Jugendhandball-Bundesliga erzielt.

Björn Hake

Oyten. In der 20. Minute ist es so weit gewesen. Der TV Oyten ging zu diesem Zeitpunkt in der Jugendhandball-Bundesliga gegen den TSV Sieverstedt mit 12:9 in Führung. Ein ganz normaler Treffer, will man meinen. Doch für den einen jungen Mann ist dieses Tor ein ganz besonderes gewesen: Noah Dreyer hatte am vergangenen Sonnabend jenen Treffer markiert. Es war sein insgesamt 100. Saisontor für Oytens männliche A-Jugend im Oberhaus.

Der Haupttorschütze des TVO ist schon ein wenig stolz darauf, dass er in Sachen Tore erzielen im dreistelligen Bereich angekommen ist. Dennoch bleibt Noah Dreyer bescheiden. „Auf der einen Seite ist das natürlich etwas Besonderes. Ich hatte vor der Saison niemals damit gerechnet, dass ich so erfolgreich sein werde“, meint der 18-jährige Rückraumspieler. „Aber andererseits ist das auch völlig zweitrangig, dass ich 100 Tore gemacht habe. Ich will mich da nicht in den Vordergrund stellen. Schließlich ist Handball immer noch ein Mannschaftssport.“

Mit seinen 100 Treffern liegt Noah Dreyer in der Torschützenliste der Bundesliga Nord auf dem dritten Rang. Öfter haben nur Janik Schröder (VfL Bad Schwartau, 126 Tore) sowie Dominik Axmann (HSV Hamburg, 113 Tore) getroffen. In einer Wertung steht Dreyer jedoch an der Spitze – und zwar in der Siebenmeter-Statistik. 55-mal hat der TVO-Spieler vom Strich getroffen. Dahinter folgen Schrader und Axmann mit jeweils 38 verwandelten Strafwürfen.

Noah Dreyer würde aber lieber ein paar seiner Tore gegen Punkte für seine Mannschaft eintauschen. „Das wäre nicht schlecht, wenn das möglich wäre“, sagt er schmunzelnd. Auch der Cluvenhagener weiß, dass sein Team in der Premieren-Saison in der Jugendhandball-Bundesliga schon mehr Punkte hätte holen können. Es sind so einige Spiele gewesen, in denen der TV Oyten nahe am Sieg dran war, dann aber doch unentschieden spielte oder verlor. Dreyer denkt da vor allem an das 25:25 vom vergangenen Sonnabend gegen Sieverstedt oder an das Remis in der eigenen Halle gegen die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg. „Solche Spiele ärgern uns als Mannschaft schon. Teilweise müssen wir uns aber auch an die eigene Nase fassen, weil wir so manchen Punkt haben liegen lassen“, findet der Rückraumspieler. Dass es gegen Sieverstedt nicht zum Sieg reichte, habe auch an den Schiedsrichtern gelegen, sagt Dreyer. Es habe einige fragwürdige Entscheidungen gegeben. Dreyer war sogar selbst betroffen: In der 29. Minute wurde der Haupttorschütze des TV Oyten wegen Foulspiels mit der Roten Karte vom Feld gestellt.

Obwohl so mancher Punkt knapp verpasst wurde, könne das Team mit dem bisherigen Abschneiden mehr als zufrieden sein, meint Dreyer. Aktuell belegt die Mannschaft von Trainer Thomas Cordes Rang neun. „Vor der Saison haben wir uns als Mannschaft zwei Ziele gesteckt“, verrät der 100-Tore-Mann. „Zum einen wollten wir mehr Punkte holen als der HC Bremen in der Vorsaison. Zum anderen möchten wir in der Abschlusstabelle vor der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg landen.“ Das erste Ziel haben die „Vampires“ bereits erreicht. Sie haben in 16 Saisonspielen acht Punkte eingesammelt. Die Bremer, die vor der Saison die erneute Bundesliga-Qualifikation verpasst hatten, kamen in der Saison 2016/2017 auf insgesamt fünf Zähler. Und auch beim Vorhaben, vor Grüppenbühren zu landen, sieht es gut für Oyten aus. Die HSG hat vier Punkte weniger auf dem Konto.

„Zudem hatte ich noch das persönliche Ziel, dass wir für eine Sensation sorgen“, sagt Dreyer. Die erhoffte Sensation schafften die Oytener mit dem überraschenden Heimsieg gegen den THW Kiel. „Jetzt möchte ich nur noch in der Torschützenliste oben dabei bleiben“, nennt Dreyer eine weitere Zielsetzung. Sechs Spiele bleiben dem 18-Jährigen noch, um möglichst viele Treffer für sein Team zu erzielen. Dann schließt sich für Dreyer das Kapitel Bundesliga. Bekanntlich wechselt er im Sommer zur SG Achim/Baden. „Die Saison ging schon ziemlich schnell rum. Da wird man schon ein bisschen traurig. Es ist aber eine tolle Erfahrung, von der wir alle immer mit großem Stolz erzählen können.“

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