Nachgefragt: Trainer Detlev Garmhausen über die erste Heidkruger Niederlage und die Schwächen im Abschluss

'Im Training ist eben vieles einfacher'

Detlev Garmhausen ist in der vierten Saison Trainer des Fußball-Bezirksligisten TuS Heidkrug. In den vergangenen drei Spielzeiten belegte er mit seiner Mannschaft nacheinander die Plätze vier, drei und zwei. Jetzt soll die Meisterschaft und der Aufstieg in die Landesliga her. An diesem Ziel hält der 53-jährige Garmhausen auch nach der ersten Saisonniederlage seines Teams in Obenstrohe fest, wie er in einem Gespräch mit unserem
19.10.2010, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Detlev Garmhausen ist in der vierten Saison Trainer des Fußball-Bezirksligisten TuS Heidkrug. In den vergangenen drei Spielzeiten belegte er mit seiner Mannschaft nacheinander die Plätze vier, drei und zwei. Jetzt soll die Meisterschaft und der Aufstieg in die Landesliga her. An diesem Ziel hält der 53-jährige Garmhausen auch nach der ersten Saisonniederlage seines Teams in Obenstrohe fest, wie er in einem Gespräch mit unserem

Redakteur Oliver Meibohm verriet.

Durch das 1:2 in Obenstrohe hat der TuS Heidkrug die Spitzenposition nach nur vier Tagen wieder abgeben müssen. Wie sehr schmerzt der Blick auf die Tabelle?

Detlev Garmhausen: Für uns ist entscheidend, dass wir am Ende ganz oben stehen. Die Niederlage in Obenstrohe tat uns zwar allen sehr weh, aber sie wirft uns nicht um. Ich bin nach wie vor unheimlich zufrieden, was wir bislang geleistet haben. Wir sind stark genug aufgestellt und werden unseren Weg gehen, davon bin ich fest überzeugt. Alle Spieler wollen unbedingt den Erfolg. Ich bin sehr stolz auf diese Truppe.

Lag es nur an der mangelnden Chancenauswertung, dass es in Obenstrohe nicht wenigstens zu einem Punkt reichte?

Vor allem lag es daran, dass wir vor der Pause nicht in der Lage waren, läuferisch und kämpferisch voll dagegen zu halten. Nach dem Wechsel haben wir nur auf ein Tor gespielt und eine ganz andere Heidkruger Mannschaft gesehen.

Noch einmal zurück zu den vergebenen Chancen: Es ist schon häufiger aufgefallen, dass Ihre Spieler im Abschluss Nerven zeigen...

Das ist richtig. Wir hätten in dieser Saison bestimmt schon zehn bis 15 Tore mehr schießen müssen, deshalb bin ich natürlich auch ein wenig unzufrieden. Wir arbeiten seit Wochen daran, doch im Training ist eben vieles einfacher als dann im Spiel. Aber wir haben mit Ralf Faulhaber, Andreas Lorer, Patrick Klenke, Jan Giza oder Gerry Klenke genügend Spieler, die Tore erzielen können.

Am Sonntag steht das Gipfeltreffen gegen den VfL Wildeshausen an. Darf der starke Aufsteiger jetzt auf eine verunsicherte Heidkruger Mannschaft hoffen?

Klar waren wir auf der Rückfahrt von Obenstrohe im Bus alle niedergeschlagen. Aber verunsichert sind wir deshalb garantiert nicht. Ich bin mir sicher, dass am Sonntag eine andere Heidkurger Mannschaft zu sehen ist. Wildeshausen wird sich auf einen heißen Tanz einstellen müssen.

Vor der Saison haben sich alle Experten auf einen Titel-Zweikampf zwischen Heidkrug und dem Heidmühler FC festgelegt. Wie beurteilen Sie die Lage, nachdem ein knappes Drittel der Spiele vorbei ist?

Eines steht fest: Über eine gesamte Serie konstant oben mitzuspielen, ist unheimlich schwer. Das können nicht viele Mannschaften. Deshalb gehe ich auch davon aus, dass Heidmühle und Heidkrug den Titel unter sich ausmachen werden. Dazu kommt vielleicht noch ein drittes oder viertes Team, das vorher niemand auf dem Zettel hatte.

Viele Ihrer Trainerkollegen sind der Meinung, dass der TuS Heidkrug am Ende das Rennen relativ deutlich für sich entscheiden wird. Fühlen Sie und die Spieler sich durch solche Einschätzungen zu sehr unter Druck gesetzt?

Nein, überhaupt nicht. Wir lassen uns von niemandem verrückt machen und sind eine eingeschorene Truppe, die zusammen hält - da beziehe ich meinen Co-Trainer Harald Grüner sowie Betreuer Thomas Hebgen natürlich mit ein. Und dieser große Zusammenhalt wird letztlich auch ausschlaggebend für den Erfolg sein.

Abschließend noch ein kurzer Blick auf die anderen beiden Mannschaften aus der Nachbarschaft: Wie beurteilen Sie das bisherige Abschneiden des TV Jahn und des VfL Stenum?

Jahn hatte zu Beginn reichlich Verletzte, kommt nach dem Fehlstart aber wieder nach vorne und ist immer ein gefährlicher Gegner. Die Violetten werden am Ende unter die ersten Fünf kommen. Für Stenum tut es mir ein bisschen leid. Die vielen Ausfälle treffen den VfL wie ein Hammer. Aber mit voller Mannschaft wird Stenum noch für die eine odere andere Überraschung sorgen, davon bin ich überzeugt.

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