34. Silvesterlauf in Fahrenhorst: Oliver Sebrantke und Tobias Kortas vom LC Hansa Stuhr feiern Siege Im wahrsten Sinne reingerutscht

Stuhr-Fahrenhorst. Es wurde reichlich gefachsimpelt im Start- und Zielbereich des 34. Silvesterlaufs in Stuhr-Fahrenhorst. "Du musst unbedingt mit Spikes laufen", empfahl manch Akteur seinem Nebenmann. "Nein, nein. Das geht auch so", kam prompt die Antwort. Dass es auch ohne ging, zeigte beispielsweise Tobias Kortas vom LC Hansa Stuhr, der über die 9,5-Kilometer-Distanz gewann. Es sollte nicht der einzige Erfolg der Stuhrer bleiben, nur wenig später war auch Oliver Sebrantke als Erster durchs Ziel gestürmt - im 17-Kilometer-Rennen.
03.01.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Im wahrsten Sinne reingerutscht
Von Malte Bürger

Stuhr-Fahrenhorst. Es wurde reichlich gefachsimpelt im Start- und Zielbereich des 34. Silvesterlaufs in Stuhr-Fahrenhorst. "Du musst unbedingt mit Spikes laufen", empfahl manch Akteur seinem Nebenmann. "Nein, nein. Das geht auch so", kam prompt die Antwort. Dass es auch ohne ging, zeigte beispielsweise Tobias Kortas vom LC Hansa Stuhr, der über die 9,5-Kilometer-Distanz gewann. Es sollte nicht der einzige Erfolg der Stuhrer bleiben, nur wenig später war auch Oliver Sebrantke als Erster durchs Ziel gestürmt - im 17-Kilometer-Rennen.

"Die Zeit ist aber völlig egal, auch ob ich gewonnen habe oder nicht", meinte Sebrantke im Anschluss an den Lauf. "Natürlich freut es mich, aber in erster Linie nutze ich Rennen wie diese, um mich auf meinen ersten Marathon im neuen Jahr vorzubereiten." Und Sebrantke hat sich große Ziele gesetzt, wenn er am 6. März an den Start geht. "Dann steht der Marathon in Barcelona an. Dort möchte ich unbedingt bester Deutscher werden."

Auf seinen ärgsten Konkurrenten im Kampf um den Sieg beim Silvesterlauf hatte Sebrantke bereits im Vorfeld verzichten müssen. Vorjahressieger Horst Wittmershaus vom SC Weyhe war verhindert, sodass der Stuhrer letztlich ein einsames Rennen lief. "Ich habe bereits am Start gemerkt, dass da keiner mehr nachkommt", klärte Sebrantke dann auch auf. Der erste Verfolger kam dann schließlich aus den eigenen Reihen, Mario Lawendel hatte knapp drei Minuten Rückstand auf seinen Vereinskollegen.

Horst Wittmershaus war nicht der einzige Stammgast, der dieses Mal fehlte. Während bei der Auflage im Vorjahr noch mehr als 450 Teilnehmer dabei waren, hatten sich aktuell nur 379 Läufer eingefunden.

Auf Tauwetter gehofft

Über die 9,5 Kilometer ging der Sieg ebenfalls nach Stuhr. Tobias Kortas kam mit den äußeren Bedingungen am besten zurecht und lief nach etwas mehr als 35 Minuten über die Ziellinie. "Das war allerdings kein einfaches Rennen", gestand Kortas später. "Ich bin ohne Spikes gelaufen, wodurch es stellenweise sehr schwierig auf dem glatten Boden war." Doch eine Hoffnung, die er im Vorfeld des Wettkampfes gehabt hatte, erfüllte sich glücklicherweise noch. "Ich hatte mir gewünscht, dass es tauen würde, weil ich eigentlich nicht so gern im Schnee laufe. Zum Glück hat das geklappt, deshalb bin ich mit meiner Zeit letztlich auch zufrieden." Bei den Damen gewann Nicol Petermann aus dem Team von Bremen 1860.

Das schnellste Rennen des Tages bot derweil Geronimo von Wartburg. Der Akteur der LG Kreis Verden hatte sich zügig auf die 4,5-Kilometer-Sprintstrecke begeben und war nach nicht einmal 15 Minuten schon wieder im Ziel. Dabei hatte auch er dem Untergrund Tribut zollen müssen, sonst wäre sogar eine noch schnellere Zeit möglich gewesen. "Man rutscht bei jedem Schritt ein bisschen, aber wenn man nicht volles Tempo läuft, geht das ganz gut." Die erste Dame des Feldes folgte nur unwesentlich später. Nach etwas mehr als 19 Minuten jubelte Gabriele Doert vom PSV Holzminden über ihren Triumph.

Doch nicht nur die ausgewiesenen Läufer hatten ihren Spaß an der Veranstaltung, auch die Hobbyläufer oder Quereinsteiger kamen auf ihre Kosten. Für einen besonderen Auftritt hatte Klaus Lemcke gesorgt. Der Trainer der Fußball-A-Junioren des TV Stuhr schickte seine Schützlinge nämlich zur allerletzten Trainingseinheit des Jahres. Während die meisten seiner Akteure mit respektablen Ergebnissen ins Ziel kamen, ging es für den Coach in erster Linie um die Ehre. Als er dann im hinteren Feld den Zielbereich erreichte, standen seiner Spieler bereits Spalier und klatschten Beifall.

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