TuS Syke glückt beim SV Heiligenfelde trotz akuter Personalnot ein 3:1-Erfolg und bleibt vorerst auf Rang zwei Immer ein Duell mit hohem Stellenwert

Heiligenfelde. Die Vorfreude auf das Stadtderby der Fußball-Kreisliga zwischen dem SV Heiligenfelde und TuS Syke war bereits in den Tagen vor der Begegnung recht hoch. "Es ist für uns immer ein besonderes Spiel, egal wie die Tabellenkonstellation aussieht", sagte Heiligenfeldes Ortsbürgermeister und erster Vorsitzender Wilfried Helms beim Gastspiel seiner Elf in Schwarme. Und auch Sykes Björn Kitow sprach von einem "Prestigeduell". Nach 90 Minuten hatten die Syker vor 150 Zuschauern durch einen 3:1 (1:0)-Sieg die Vorherrschaft in der Stadt zurückgewonnen und bügelten somit die 0:2-Hinspielpleite aus.
11.04.2011, 05:00
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Von Sven Hermann

Heiligenfelde. Die Vorfreude auf das Stadtderby der Fußball-Kreisliga zwischen dem SV Heiligenfelde und TuS Syke war bereits in den Tagen vor der Begegnung recht hoch. "Es ist für uns immer ein besonderes Spiel, egal wie die Tabellenkonstellation aussieht", sagte Heiligenfeldes Ortsbürgermeister und erster Vorsitzender Wilfried Helms beim Gastspiel seiner Elf in Schwarme. Und auch Sykes Björn Kitow sprach von einem "Prestigeduell". Nach 90 Minuten hatten die Syker vor 150 Zuschauern durch einen 3:1 (1:0)-Sieg die Vorherrschaft in der Stadt zurückgewonnen und bügelten somit die 0:2-Hinspielpleite aus.

Dementsprechend groß war die Freude beim Aufstiegsanwärter. Mit einem Kreis und dem berühmten "Humba tätärä" wurde der Erfolg Rivalen gefeiert. Für den ehemaligen Heiligenfelder in Syker Reihen, Marc Häfker, war das ein ganz besonderer Sieg. "Das ist natürlich schön, hier zu gewinnen und dann noch selbst ein Tor zu erzielen", freute sich Häfker über seinen ganz persönlichen Triumph.

Sieben Minuten waren gespielt, als Häfker nach einem Fehlpass von Roman Obst das Leder ergatterte und einfach mal draufhielt. Torhüter Christian Gerlach kam zwar noch heran, ließ den Schuss jedoch passieren. "Ich habe einfach mal abgezogen. Sonst treffe ich ja selten", lachte Häfker und nahm nach dem Schlusspfiff die Glückwünsche des Heiligenfelders Frank Janshen entgegen. "Was für eine Granate", flachste dieser. "Ich habe den Schuss von Marc zwar relativ spät gesehen, dennoch hätte ich den halten müssen", sah Torhüter Gerlach den Fehler eindeutig bei sich.

Doch auch nach dem frühen Tor boten beide Teams keine Fußball-Feinkost. Björn Isensee schoss aus der Drehung über das Tor (27.). Anstatt selbst zu schießen, spielte Gerrit Bolte auf den schlechter postierten Isensee zurück (33.). Beim nächsten Versuch zielte Bolte knapp am rechten Pfosten vorbei (53.). Die Gäste stellten sich vor des Gegners Tor weitaus cleverer an. Obst konnte Patrick Haupt im Strafraum nur durch ein Foul bremsen. Kristian Kreis verwandelte den Strafstoß gewohnt sicher (56.).

"Derby ist geil"

Die Heiligenfelder verschärften den Druck. Tobias Mellentin unterlief einen Freistoß von Torben Schmidt, doch Nils Honscha, ebenfalls ein Ex-Heiligenfelder, rettete vor der Linie (67.). Vier Minuten später dann doch der Anschlusstreffer: Isensee verlängerte einen Freistoß von Schmidt auf Florian Jamer, der anschließend Mellentin überwand (71.). Fast wäre Jamer per Kopfball der Ausgleich geglückt (79.).

In der Nachspielzeit holten die Gäste zum entscheidenden Schlag aus. Zunächst scheiterte der eingewechselte Ken Huntemann zwei Mal, den dritten Versuch brachte Nils Trimpe dann jedoch über die Linie (90. + 3). "Wir mussten heute gewinnen. Schließlich haben wir schon das Hinspiel und auch in der Halle beim Stadtpokal verloren", ergänzte Häfker. Heiligenfeldes Coach Frank Fischer sah seine Elf läuferisch und konditionell überlegen. "Die Syker haben sich mit ihrer Rumpftruppe aber ordentlich gewehrt. Uns fehlte die Ruhe beim Torschuss", analysierte Fischer.

Beim Sieger soll es nach den vielen Nachholpartien der vergangenen Wochen zunächst einmal dosierter zugehen. "Wir wollen ein wenig regenerieren und gehen optimistisch in das Spitzenspiel gegen Vilsen", blickte Trainer Matthias Rose dem nächsten Höhepunkt entgegen. Trotz magerer Fußballkost - das Derby hat in der Stadt immer noch einen hohen Stellenwert. So ein Derby ist geil", brachte es SVH-Keeper Gerlach auf den Punkt.

SV Heiligenfelde: Gerlach - Janshen, Spannhake, Isensee, Obst, T. Schmidt, Bolte, Stöver (64. Hoffmann), Buchheister, Götzinger, Jamer.

TuS Syke: Mellentin - Haupt, Häfker, Honscha, Volkmann (87. K. Huntemann), Rose (38. Hische), Kitow, Kreis, Evers, Trimpe, Luyindula (90. Licht).

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