Nach dem Fehlstart in die Drittliga-Saison will Werders U 23 vor allem eines: cool bleiben Immer mit der Ruhe

Bremen. Jetzt nicht die Nerven verlieren. Zwar darf der Start von Werders U 23 in die 3.
10.08.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye

Bremen. Jetzt nicht die Nerven verlieren. Zwar darf der Start von Werders U 23 in die 3. Liga als komplett missraten gelten angesichts von null Punkten und 0:5 Toren. Doch deshalb kommt noch lange keine Unruhe auf. „Es bringt ja nichts, sich verrückt zu machen“, sagt Rafael Kazior vor dem Heimspiel gegen den FSV Zwickau an diesem Mittwoch (19.30 Uhr). Wenn die Sachsen – wegen des Umbaus von Platz 11 im Weserstadion – in Bremen antreten, dann sollen sie auf eine gelassene Mannschaft treffen. Der Werder Kapitän erinnert daran, dass die nötige Ruhe das Team bereits in der vergangenen Saison „stark gemacht“ habe.

Die letzte Spielzeit hatte zwar mit einem 2:1-Erfolg bei Hansa Rostock begonnen, war anschließend aber auch ziemlich erfolglos verlaufen. „Wir hatten nach elf Spieltagen sechs Punkte auf dem Konto“, erinnert sich Björn Schierenbeck. Der Sportliche Leiter hält es deshalb auch für das Beste, einen „kühlen Kopf“ zu bewahren.

Das übliche Spiel: Zu Beginn einer Saison verhält sich die Nachwuchsmannschaft, wie es eine Nachwuchsmannschaft nun einmal macht: Ein bisschen erstaunt angesichts der neuen Umstände, ein bisschen verunsichert, weil der Fußball auf einmal nicht mehr ganz so einfach erscheint. Für Björn Schierenbeck gab die 0:2-Niederlage in Köln am vergangenen Freitag ein recht gutes Beispiel: „Bei der Fortuna waren elf Krieger auf dem Platz, alles Leute, die 25 Jahre alt oder älter
waren.“

Der Gegner habe dann getan, was erfahrene Mannschaften immer tun gegen die jungen Teams aus dem Nachwuchs eines Bundesligisten: Aggressiv gespielt und den Talenten den Spaß am Fußball genommen. Eine Taktik, die aufging – und die nun auch vom FSV Zwickau zu erwarten ist. „Da müssen wir uns wieder gegen die Widerstände wehren“, sagt Rafael Kazior. Aber wie gesagt: Das wissen sie bei Werders U 23. Der Mannschaft sei bewusst, dass sie „sich steigern muss“, betont der Bremer Kapitän. Er macht dabei aber keinen bestimmten Bereich aus. Es müsse vielmehr in jeder Hinsicht noch etwas mehr kommen. Kazior: „Es geht darum, im Verbund eine Schippe draufzulegen, und das betrifft die Basics des Fußballspiels.“

In spielerischer Hinsicht soll ein wenig mehr Konzentration für sichere Kombination sorgen und die Fehler im Spiel gegen den Ball vermeiden. Die körperliche Seite ließe sich verbessern, indem sich die Spieler noch einmal vergegenwärtigen, was die dritthöchste Spielklasse verlangt. „Wir müssen dort immer an unsere Grenzen gehen und 100 Prozent abrufen, die Liga ist einfach brutal“, so Kazior. Dabei werden die Bremer wie schon in Köln mit Melvyn Lorenzen im Sturm antreten. Der Jungprofi fuhr nämlich nicht mit dem Bundesligakader ins Trainingslager nach Herzlake, sondern trainierte in der U 23.

Fehlen werden dagegen Maik Lukowicz und Onur Capin. Das Duo absolviert derzeit ein Probetraining bei den Kickers Offenbach. Was natürlich den Schluss nahelegt, dass man bei Werder keinen Wert mehr auf die Dienste der beiden Stürmer legt. Sollten sie zum Team aus der Regionalliga Südwest (oder zu einem anderen Verein) wechseln wollen, würden die Grün-Weißen ihnen gewiss keine Steine in den Weg legen. Am Ende sorgen unzufriedene Spieler womöglich für Unruhe – und die will man doch vermeiden.

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