53. Sixdays in Bremen Immer nur am Lenken

Für zwölf radsportbegeisterte Freizeitathleten wird es spannend: Das Finale von „Dein Rennen“ steht auf dem Programm.
16.01.2017, 10:15
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Immer nur am Lenken
Von Alexandra Knief

Für zwölf radsportbegeisterte Freizeitathleten wird es spannend: Das Finale von „Dein Rennen“ steht auf dem Programm. Nachdem es 2016 zum ersten Mal ein Jedermann-Rennen bei den Bremer Sixdays gab und die Resonanz damals mehr als gut war, dachten die Veranstalter noch darüber nach, 2017 jeden Tag ein Rennen für Hobbyradler zu veranstalten.

Ganz so stark wurde das neue Format, bei dem Nicht-Profis die Chance erhalten, einmal auf der Bahn vor Publikum ihre Runden zu drehen, dann doch nicht ausgeweitet – immerhin fanden in diesem Jahr aber bereits an drei Tagen (anstatt nur an einem Tag) Rennen statt. Zwei Halbfinals am Freitag und Sonnabend wurden schon bestritten, an diesem Montag folgt nun das Finale. Je sechs Männer und Frauen, die sich in den Halbfinals qualifiziert haben, kämpfen am Abend um den Sieg und das goldene Gewinnertrikot.

Vor den Halbfinals gab es bereits im Sommer Qualifikationsrennen in Bremen und Hamburg. „Mehr als 200 Menschen wollten gerne dabei sein“, berichtet Bernd Rennies, Koordinator für die Jedermann-Szene und „Dein Rennen“, „qualifiziert hat sich eine bunte Mischung, viele kommen aus dem norddeutschen Raum.“ Im Finale mit dabei sind unter anderem Jane Drage und Karla Sommer. Beide fuhren beim Halbfinale am Freitag mit exakt identischen Rundenzeiten auf den ersten Platz. „Die Bahn ist wirklich schwierig“, sagt Drage, die auch in ihrer Freizeit Radsport betreibt. „Die Kurven sind eng und man ist nur am Lenken. Da muss man aufpassen, dass man nicht ausbricht.“ Ihr Ziel fürs Finale: „Mindestens genauso gut zu fahren, wie im Halbfinale.“

Konkurrentin Karla Sommer qualifizierte sich für das Finale, obwohl sie es vor dem Vorentscheid nicht einmal zum Probetraining geschafft hat, um sich an die Bahn zu gewöhnen. „Auch als erfahrene Fahrerin ist es erst einmal schwer auf der Bahn“, sagt sie. Die 33-Jährige fährt Rennrad, seit sie neun Jahre alt ist, und war sogar mal im Kader der Jugendnationalmannschaft. Mit 18 hat sie ihre Karriere allerdings an den Nagel gehängt und erst vor Kurzem wieder angefangen zu fahren.

Bei den Männern geht unter anderem der 44-jährige Marcel Laurenz aus Hannover im Finale an den Start. Als er jünger war, wollte er sich dem Profiradsport widmen. Dann habe er aber eine berufliche Karriere vorgezogen und eine Familie gegründet. „Aber wer einmal Rad gefahren ist, fängt immer irgendwann wieder an“, sagt er. Die Final-Fahrer, die am Montagabend gegeneinander antreten, sind in seinen Augen alle sehr gut: „Das wird eine spannende Sache.“

Jedermann-Rennen auch im kommenden Jahr

Die Vorjahressieger Uwe Stecher und Kim Johanna Kohlmeyer werden auch beim großen Finale dabei sein – und vielleicht auch noch eine kleine Ehrenrunde, fernab des eigentlichen Rennens, drehen, verrät Rennies.

Auch im kommenden Jahr soll es wieder Jedermann-Rennen geben. Ginge es nach Peter Rengel, Leiter der Sixdays Bremen, vielleicht sogar an noch einem Tag mehr. Zumindest plane er, für die Vorqualifikationen auch bei Bahnen fernab des norddeutschen Raumes anzufragen – um auch Fahrer aus dem Rest des Landes auf das Rennen in Bremen aufmerksam zu machen und das Qualifikationsangebot auszuweiten.

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