"In Bremen haben wir im Jugendbereich keine Gegner"

Es ist selten, dass ein Vater mit seinen zwei Söhnen gemeinsam in einer Mannschaft Sport betreibt und dazu noch in einer sogenannten Randsportart, wie es der Faustballsport ist. In der Landesligamannschaft des Lemwerder TV ist das der Fall. Beim letzten Spieltag war Vater Heinz Bartelt mit seinen Söhnen Patrick und Daniel im Einsatz. Unser Mitarbeiter Rolf Harms fragte die sportliche Familie, wie es dazu kam.
25.06.2011, 05:00
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Es ist selten, dass ein Vater mit seinen zwei Söhnen gemeinsam in einer Mannschaft Sport betreibt und dazu noch in einer sogenannten Randsportart, wie es der Faustballsport ist. In der Landesligamannschaft des Lemwerder TV ist das der Fall. Beim letzten Spieltag war Vater Heinz Bartelt mit seinen Söhnen Patrick und Daniel im Einsatz. Unser Mitarbeiter Rolf Harms fragte die sportliche Familie, wie es dazu kam.

Herr Bartelt, wie sind Sie eigentlich zum Faustball gekommen? Und vor allem: Wie kam es zu der Vereinigung mit den eigenen Söhnen?

Heinz Bartelt: Die Jungs sind durch eine Schularbeitsgemeinschaft mit dem Faustball in Berührung gekommen. Danach haben sie dann unter den Trainern Reiner Fellendorf und Uwe Kienast beim Lemwerder TV das Faustballspielen erlernt. Meine Frau und ich begleiteten die Jungs fast immer zu den Spieltagen und Turnieren. Während einer jährlich stattfindenden Weihnachtsfeier unserer Jugend- Faustballabteilung hat mich Spartenleiter Uwe Kienast einmal angesprochen, ob ich nicht Lust dazu hätte, freitags zusammen mit den Erwachsenen zu trainieren. Auf diese Weise bin ich zum Faustballspielen gekommen.

Wie kommt es, dass Sie jetzt auch in der Landesliga spielen?

Ich bin da ja kein Stammspieler und helfe nur aus, wenn Not am Mann ist. Ansonsten spiele ich in der Mixed-Ligamannschaft, sowie in unserem Männerteam auf unterschiedlichen Turnieren, was mir wirklich viel Spaß macht.

Haben Sie schon vorher Sport betrieben und was fasziniert Sie so am Faustball?

Außer Fußball in jungen Jahren, einer mehrjährigen Tätigkeit als Übungsleiter für unsere LTV-Jungensportgruppe, sowie Kegeln im Freundeskreis und unserem Tanzkreis, habe ich vorher nichts gemacht. Wir Faustballer mögen diese sehr familiäre Atmosphäre. So organisiere ich mit weiteren Faustballern zusammen auch unsere gemeinsamen Abteilungsfeste.

Sohn Patrick ist 20 Jahre alt und schon ein großes Talent. Patrick, warum ist der Faustballsport so interessant für Sie?

Patrick Bartelt: Mir macht es einfach Spaß mit vielen Gleichgesinnten Sport zu treiben. Wir sind immer mit vielen Jugendlichen und den Eltern zu Turnieren gefahren. Mit der Zeit stellten sich auch Erfolge ein und ich durfte schon als Jugendlicher bei den Erwachsenen mitspielen.

Sie spielen als Linkshänder vorne rechts am Rückschlag und auf Ihr enormes Angriffspotential sind schon andere Vereine aufmerksam geworden, oder?

Ja, das stimmt, ich spiele zurzeit in der ersten Bundesliga beim SV Moslesfehn, um mich weiterzuentwickeln. Mein Ziel ist es, wenn die anderen Jugendlichen im Verein so weit sind, auch hier eine spielstarke Mannschaft aufzubauen.

Sie machen zusammen mit Stephanie Suhren und Arthur Dick die Trainerlizenz. Was wollen Sie im Verein noch bewirken?

Ich trainiere jetzt schon die Landesligamannschaft und wir wollen den Nachwuchsbereich weiter fördern.

Können Sie sich vorstellen, dass es in Lemwerder neben den Frauen auch bald eine Männer-Bundesligamannschaft gibt?

Das ist schwer zu sagen. Wir haben ja neben der jetzigen, jungen Landesligamannschaft noch viele Talente zwischen zwölf und 16 Jahren, da müssen wir abwarten, wie die sich entwickeln.

Daniel, Sie sind 17 Jahre alt und trainieren mit Ihren Teams zweimal die Woche, davon einmal mit den Bundesligafrauen. Was ist daran so spannend?

Daniel Bartelt: Es macht ungeheuren Spaß und beide Mannschaften profitieren davon. Wir verstehen uns alle prima und die jungen Damen sind ja nicht viel älter als wir.

Neben der Landesliga Bremen spielen Sie noch in der Weser-Ems-Liga, wird das nicht zu viel?

Nein, in Bremen haben wir im Jugendbereich keine Gegner und in der Landesliga gibt es nur vier Mannschaften. Für uns ist es wichtig, dass wir Spielpraxis bekommen, wenn wir weiterkommen wollen.

Betreiben Sie neben Faustball noch anderen Sport und was sind Ihre sportlichen Ziele?

Ich spiele noch Tischtennis im LTV und möchte nach Möglichkeit am Schluss der Saison immer auf dem ersten Platz stehen. Mein Ziel in naher Zukunft wäre es, in einer höherklassigen Herrenmannschaft im Lemwerder TV zu spielen.

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