Handball Landesliga Männer In den entscheidenden Momenten zur Stelle

Die HSG Stuhr zeigt gegen die SG HC Bremen/Hastedt II eine abgeklärte Leistung und setzt sich verdient durch. Das 34:32 (17:14) festigt den fünften Tabellenplatz in der Handball-Landesliga.
18.02.2018, 20:25
Lesedauer: 3 Min
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Von Thorin Mentrup

Stuhr. „Es geht weiter bergauf“, freute sich Sven Engelmann. Den Trainer der Landesliga-Handballer der HSG Stuhr stellte auch der dritte Auftritt seiner Mannschaft im Februar zufrieden. Anders als bei der 19:21-Niederlage beim VfL Fredenbeck III in der Vorwoche belohnte sich sein Team für einen guten Auftritt am Sonntag mit einem Sieg: Mit dem 34:32 (17:14) über die SG HC Bremen/Hastedt II festigten die Gastgeber den fünften Tabellenplatz.

Engelmann bescheinigte seinen Schützlingen eine starke Leistung. „In den entscheidenden Momenten haben wir auf den Punkt gespielt“, sein Team war immer dann zur Stelle, wenn es zur Stelle sein musste. So klang der Zwei-Tore-Erfolg der Stuhrer am Ende knapper, als es das Spiel eigentlich war. Das Gefühl, dass die Gäste die Partie noch drehen würden, kam nie auf. „Wir haben souverän gespielt. Die Mannschaft hat an die Leistung vom Fredenbeck-Spiel angeknüpft. Das war ein guter Auftritt“, analysierte Engelmann. Ihm durfte vor allem gefallen haben, wie seine Mannschaft in der Defensive auftrat.

Vielbeinig und mit der nötigen Portion Aggressivität machte sie den Gästen das Leben schwer. Bremen/Hastedt lag in der Anfangsphase der Begegnung zwar in Führung, doch nach dem 4:6 durch Dennis Busch brach die Zeit der Gastgeber an. In knapp vier Minuten drehten sie den Rückstand in eine 9:7-Führung (15.). Ausschlaggebend dabei waren zwei Spieler: Torhüter Aschkan Sadeghi und Christoph Schneider. Mehrfach leitete Dejaghi nach einer Parade mit einem schnellen und langen Pass auf Schneider einen Treffer ein. „Solche einfachen Tore braucht man“, registrierte Engelmann zufrieden. Für ihn lag der Schlüssel für die Vielzahl an Tempogegenstoß-Möglichkeiten in der guten Verteidigung. „Die Absprache zwischen Abwehr und Torhüter hat gut funktioniert. Aschkan hat seine Seite sehr gut zugestellt, und auch die Jungs vor ihm haben ihre Sache gut gemacht. Nach den Paraden konnten wir schnell umschalten.“

Bremen/Hastedt musste viele schwierige Würfe nehmen, die beim gut aufgelegten Sadeghi hängen blieben. Schneider startete postwendend durch, erhielt den Ball und schloss erfolgreich ab. Nach diesem Muster fielen die Tore zum 6:6, 7:6 und 9:7, die die HSG auf die Siegerstraße brachten.

Die Gäste reagierten zwar prompt mit einer Auszeit, doch diese schien eher den Gastgebern zu helfen, die jetzt richtig aufdrehten. Angetrieben vom offensiv wie defensiv starken Mittelmann Oliver Link und vom treffsicheren Rückraumspieler Tim Kieselhorst, zogen sie Tor um Tor davon. Mit einem 6:0-Lauf setzten sie sich auf 16:10 ab. Die HSG schien früh auf der sicheren Seite zu sein, rundum zufrieden war Engelmann trotz der 17:14-Pausenführung dennoch nicht. Er hatte in den ersten 30 Minuten im Offensivspiel noch Verbesserungsbedarf ausgemacht. „Wir haben in der ersten Halbzeit phasenweise unsere Angriffe zu früh abgeschlossen. Das darf uns eigentlich nicht passieren, weil wir genügend Erfahrung haben. So etwas müssen wir routinierter zu Ende spielen“, hätte sich der Coach mehr Ruhe im Spiel seiner Mannen gewünscht.

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Stuhrer dann die von ihrem Trainer eingeforderte Routine. Sie ließen nichts mehr anbrennen, führten phasenweise sogar mit sieben Toren Vorsprung (24:17, 39.). Die HSG hatte die besseren Antworten. Wenn Bremen/Hastedt es mit Tempo versuchte, konterten die Gastgeber sie aus.

Im gebundenen Spiel fanden die Gäste ohnehin nur selten Lücken. Viele Angriffe machte die HSG-Abwehr zunichte. Selbst SG-Kreisläufer Hannes Mazur, ein Bär von einem Mann, konnte sich kaum einmal durchsetzen. Die Stuhrer entnervten ihren Kontrahenten, der aber hartnäckig blieb und zwischenzeitlich auf drei Treffer herankam (26:23, 45.). Stuhr war allerdings auch in der zweiten Hälfte in der Lage, in den wichtigen Momenten einen Gang höher zu schalten. Die Gastgeber warteten im Ballbesitz geduldig auf ihre Chancen und setzten sich wieder ab. Stefan Pfüller erzielte knapp elf Minuten vor dem Ende den 30. Treffer der Stuhrer und bescherte seinem Team wieder ein Fünf-Tore-Polster. Auch zwei Unterzahl-Situationen konnten die HSG in der Folge nicht mehr in Gefahr bringen. Sie gewann problemlos. „So kann es weitergehen“, freute sich Engelmann.

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