Höhere Preise bei den Dauerkarten In der oberen Tabellenhälfte

Bremen. Werder hat in der abgelaufenen Saison nicht nur in der Bundesliga-Tabelle Sprünge nach vorne gemacht. Auch im Ranking der Preise für Dauerkarten ist Werder jetzt nach oben geklettert.
31.05.2017, 00:00
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In der oberen Tabellenhälfte
Von Marc Hagedorn

Bremen. Werder hat in der abgelaufenen Saison nicht nur in der Bundesliga-Tabelle Sprünge nach vorne gemacht. Auch im Ranking der Preise für Dauerkarten ist Werder jetzt nach oben geklettert. Mit einer Erhöhung von über acht Prozent fiel der Aufschlag ziemlich happig aus (wir berichteten). Aber da Werder vergangene Saison auf eine geplante Erhöhung verzichtet und die aktuelle Erhöhung bereits vor langer Zeit angekündigt hatte, hält sich die Aufregung in Grenzen; vermutlich auch, weil sich die Preise nach der Erhöhung im Vergleich zur Ligakonkurrenz immer noch im Mittelfeld bewegen, allerdings nun im oberen Mittelfeld. Vor einem Jahr kostete die Dauerkarte (Vollzahler) in der Ostkurve 180 Euro, das war Platz zwölf ligaweit. Ab sofort kostet das Jahresticket 15 Euro mehr. Mit nun 195 Euro überholt Werder in dieser Kategorie Klubs wie Gladbach, Schalke und Leverkusen, die im Vorjahr bei den Stehplätzen mit 190 Euro noch teurer waren als Werder.

Insgesamt halten sich die Klubs mit Preiserhöhungen in diesem Sommer offenbar zurück. Im Vorjahr hatte noch fast die Hälfte der Klubs mehr Geld von den Fans verlangt. Noch haben zwar nicht alle Klubs ihre Preise für die Saison 2017/2018 kommuniziert, aber der Trend deutet auf relativ stabile Preise. Werder ist wie Eintracht Frankfurt und der SC Freiburg einer der Klubs, die nicht nur für Stehplätze, sondern auch für Sitzplätze künftig mehr Geld verlangen. Die günstigste Karte (West Unterrang) im Weserstadion kostet jetzt 310 Euro (statt 285). Die teuersten Sitzplätze befinden sich auf der Nordtribüne. 730 Euro (statt 670) zahlt der Inhaber auf Nord Mitte.

Im Schnitt teurer als Werder sind der HSV, Schalke, Eintracht Frankfurt, der 1. FC Köln, Borussia Dortmund, der SC Freiburg und die Bayern. Der HSV macht überdies gerade von sich reden, weil er 600 Dauerkartenbesitzern ihr Vorkaufsrecht entzogen hat, da diese Fans in der abgelaufenen Saison zu vielen Heimspielen fern geblieben waren; ein Phänomen, das in Bremen bislang nicht zu beobachten war. Die günstigsten Tickets in der Liga in allen Kategorien werden in Wolfsburg, Hoffenheim und Leverkusen verkauft. Fast exakt auf Werders Niveau bewegt sich der VfB Stuttgart.

Die Erlöse aus dem Ticketverkauf bilden bei allen Bundesligisten nach dem Fernsehgeld den größten Einnahmeposten. Werder verdiente 2015/2016 über 26 Millionen Euro aus dem Verkauf von Dauer- und Tageskarten sowie der Vermietung der VIP-Logen. Werder verkauft jede Saison 25 000 Dauerkarten. In den freien Verkauf gelangen davon nur wenige, da über 95 Prozent der Inhaber ihr Vorkaufsrecht nutzen und ihr Ticket regelmäßig verlängern. Zu den sogenannten Spieltagserlösen zählen außerdem die Einnahmen beim Essen und Trinken sowie aus dem Fanartikelverkauf.

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