TSG Seckenhausen ringt Rehburg mit 6:3 nieder In Unterzahl beginnt die Party

Seckenhausen. Manche Spiele brauchen einen besonderen Moment, um erst zu einem richtigen Spiel zu werden. In der Fußball-Bezirksliga-Partie zwischen der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst und dem RSV Rehburg war das ähnlich. 24 Minuten lang schienen lediglich die Gäste präsent zu sein und führten folgerichtig. Dann sah TSG-Verteidiger Hussein Hussein auch noch die Rote Karte - und plötzlich waren die Platzherren nicht mehr nur physisch, sondern auch mental auf dem Rasen angekommen. Es folgte eine packende Rallye zwischen beiden Strafräumen, die dank eines 6:3 (2:1) das bessere Ende für die Elf von Trainer Wilco Freund parat hatte.
14.03.2011, 05:00
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In Unterzahl beginnt die Party
Von Malte Bürger

Seckenhausen. Manche Spiele brauchen einen besonderen Moment, um erst zu einem richtigen Spiel zu werden. In der Fußball-Bezirksliga-Partie zwischen der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst und dem RSV Rehburg war das ähnlich. 24 Minuten lang schienen lediglich die Gäste präsent zu sein und führten folgerichtig. Dann sah TSG-Verteidiger Hussein Hussein auch noch die Rote Karte - und plötzlich waren die Platzherren nicht mehr nur physisch, sondern auch mental auf dem Rasen angekommen. Es folgte eine packende Rallye zwischen beiden Strafräumen, die dank eines 6:3 (2:1) das bessere Ende für die Elf von Trainer Wilco Freund parat hatte.

Der TSG-Coach hatte auf Grund etlicher Ausfälle eifrig umbauen müssen, was auf Kosten eines vernünftigen Spielflusses ging. Die Bälle wurden zunächst lieber weggedroschen als zielsicher zum Mitspieler bugsiert. Zudem starteten die Rehburger mit einem gesunden Pressing, was die Seckenhauser zunächst arg beschäftigte. Nach einem streitbaren Foulelfmeter, bei dem Keeper Patric Lampe RSV-Stürmer Harun Yildiz zu Fall gebracht haben soll, führten die Gäste (13.). Und das taten sie nicht unverdient.

Keine zehn Minuten später hofften dann die Seckenhauser auf einen Strafstoß-Pfiff, nachdem einem Rehburger der Ball im Sechzehner an die Hand gesprungen war. Doch die Pfeife des insgesamt schwachen Moritz Borchardt (Diepholz) blieb still. In die fordernden Schreie der TSG-Akteure mischte sich ein Konter der Gäste, den Hussein Hussein unterband - anstatt sich jedoch für einen Trikotzupfer zu entscheiden, griff er zur Grätsche von hinten. Dieses Mal gab es keine zwei Meinungen, Hussein sah die Rote Karte.

Wer gedacht hatte, dass die Seckenhauser nun komplett untergehen würden, sah sich jedoch getäuscht. Besonders Danny Pankratz hatte etwas gegen eine Pleite. Zunächst schlenzte er die Kugel sehenswert zum Ausgleich ins Tor (30.), 60 Sekunden später legte er mustergültig für Michele Zaccaria auf - 2:1. Doch die Hiobsbotschaften für die TSG nahmen nicht ab. Keeper Patric Lampe zog sich bei einer Rettungstat eine Prellung zu und musste ausgewechselt werden. Für ihn rückte A-Junior Malte Gronewold zwischen die Pfosten - seines Zeichens gelernter Feldspieler. "In der Jugend habe ich ihn mal als Torhüter gesehen. Ich war mir sicher, dass er von seiner Art her die Aufgabe meistern würde", erklärte Wilco Freund.

Der Trainer sollte Recht behalten, auch weil die Rehburger den ungelernten Schlussmann nur selten prüften. Stattdessen wirbelten die Seckenhauser im zweiten Durchgang. Der überragende Danny Pankratz traf noch zwei weitere Male (62./80., FE), dazu schossen Zaccaria (67.) und Mirko Buchs (90.+2) ein. Die Gegentreffer von Aris-Mario Georgalis (70.) und Martin Bauerschäfer (82.) schmerzten nur kurz. "Die Jungs haben sich selbst bewiesen, dass sie es auch in Unterzahl können. Natürlich gab es einige Schwächen, drei Gegentore müssen nicht unbedingt sein, aber dennoch muss man dieses Mal einfach zufrieden sein", meinte Freund.

Seckenhausen: Lampe (37. Gronewold); Hussein, Schädler, Schult, Timmermann, Zaccaria, Dörgeloh (55. Buchs), Brenger (88. Vohsfeldt), Peters, Hoffmann, Pankratz

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