Bernes Florian Röhrl hat schon vier Saisontreffer erzielt / Müller: Einer vom alten Schlag Innenverteidiger mit Torriecher

Berne. Hinter Torjäger Sebastian Gonschorek hat Florian Röhrl nach elf Spielen die zweitmeisten Treffer für die SpVgg Berne in der Kreisliga Oldenburg-Land/Delmenhorst erzielt. Ganze viermal netzte Florian Röhrl bislang, von seiner besten Saison ist der 1,90 Meter große Innenverteidiger aber noch 15 Treffer entfernt.
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Von CHRISTIAN THIEMANN

Berne. Hinter Torjäger Sebastian Gonschorek hat Florian Röhrl nach elf Spielen die zweitmeisten Treffer für die SpVgg Berne in der Kreisliga Oldenburg-Land/Delmenhorst erzielt. Ganze viermal netzte Florian Röhrl bislang, von seiner besten Saison ist der 1,90 Meter große Innenverteidiger aber noch 15 Treffer entfernt. Das war in der Saison 2009/2010, als Berne nach einer starken Spielzeit in der Relegation zum Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga scheiterte.

Wenn Michael „Magic“ Müller über seinen Schützling spricht gerät der Berner Trainer leicht ins Schwärmen. Müller sagt dann so Sachen wie: „Florian ist noch einer vom alten Schlag, einer der zu seinem Wort steht und der immer da ist, wenn er kann.“ In der heutigen Zeit gibt es nur noch wenige Akteure, die es mit der Vereinstreue so ernst nehmen wie Florian Röhrl.

Seit nunmehr zwölf Jahren spielt Röhrl bei der Herrenmannschaft der SpVgg, zuvor wechselte der Innenverteidiger aus der Jugendabteilung des TuS Elsfleth zu den Bernern, wo er zwei Jahre in der Bezirksklasse mitwirkte, ehe die Liga aufgeteilt wurde in Bezirks- und Kreisliga. Berne gehörte damals zur unteren Tabellenhälfte, weshalb die Spielvereinigung fortan in der Kreisliga spielte. Einen weiteren Grund zu wechseln gab es für Röhrl jedoch nicht: „Angebote waren schon da, aber zeitlich hätte das auch nie gepasst.“

Röhrl war nämlich gerade im Begriff sich selbstständig zu machen. Gemeinsam mit seinem Bruder betreibt der Vizekapitän ein Kaminbaugeschäft, was sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, wie Röhrl zugibt: „Ich versuche immer zum Training zu kommen, aber meistens klappt es eben nur einmal in der Woche.“ Aufhören ist aber keine Option: „Mit dem Gedanken habe ich schon gespielt, aber ohne Fußball geht es nicht. Das ist ein guter Ausgleich für mich.“ Selbst den Abstieg in die 1. Kreisklasse machte Röhrl mit und half dabei ohne Niederlage direkt wieder aufzusteigen. Jetzt hat der 31-Jährige im zweiten Jahr nach dem Aufstieg nur ein Ziel: „Wir wollen den Erfolg der letzten Saison wiederholen. Das zweite Jahr ist ja bekanntlich das schwierigste, weil die anderen Mannschaften einen jetzt kennen und sich auf einen einstellen können.“ Eine persönliche Tormarke, die es zu knacken gilt, will sich Röhrl im Übrigen nicht setzen: „Im Vordergrund steht die Mannschaft und da steckt so viel Potenzial drin, um in den nächsten Jahren etwas erreichen zu können.“

Auf die Frage ob er sich über seinen Dreierpack gegen SV Baris Delmenhorst wenigstens ein wenig freuen konnte (die Partie ging mit 3:5 verloren), antwortete Röhrl nur: „Drei Tore in einem Spiel sind schon eine besondere Sache, besonders für mich als Verteidiger. Aber mir wäre lieber gewesen, wir hätten gepunktet. Dafür hätte ich auch nicht treffen müssen.“

Dass Röhrl nicht nur Torjägerqualitäten besitzt, sondern auch seinen Job in der Defensive macht, bestätigte Trainer Müller: „Er ist ein Baum in der Abwehr, ein absoluter Teamplayer und hat in den letzten Jahren vor allem spielerisch ordentlich zugelegt.“

Dass Florian Röhrl den Verein doch mal wechseln wird scheint unwahrscheinlich. Bislang ist Berne sechs Punkte entfernt von den Abstiegsrängen. Trotzdem wird sich Röhrls persönliches Highlight mit Berne kaum wiederholen lassen: „2014 wurden wir Meister und haben den Kreispokal gewonnen. Das war mit Abstand die beste Saison.“ Für diese Saison gilt es die Klasse zu halten. Dabei helfen sollen auch weiterhin die Tore von Abwehrmann Florian Röhrl.

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