Fußball-Landesliga Bremen

Interessante Konstellationen

Türkspor bestreitet Verfolgerduell gegen Mitaufsteiger, Lemwerder ist im Kellerduell der Sieglosen gefordert
27.09.2019, 15:49
Lesedauer: 3 Min
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Von Marc Gogol

Bremen-Nord. Der siebte Spieltag der Fußball-Landesliga bietet Partien mit interessanten Konstellationen. Das Aufsteigerduell zwischen dem TSV Hasenbüren und dem SV Türkspor ist zugleich ein Verfolgerduell. Ein Kellerduell bestreiten indes die SG Findorff und der SV Lemwerder – beide Teams sind noch sieglos. DJK Germania Blumenthal empfängt den aufstrebenden Bremen-Liga-Absteiger OSC Bremerhaven, der SV Grohn muss gegen den FC Huchting beweisen, dass er die beiden jüngsten Niederlagen gut verkraftet hat.

TSV Hasenbüren – SV Türkspor: Zwei gut in die Saison gestartete Aufsteiger treffen aufeinander. „Wir hatten schon in der vergangenen Saison Probleme mit diesem Gegner“, warnt SVT-Trainer Bahadir Kilickeser davor, die Hasenbürener zu unterschätzen. Zumal deren guter Auftakt mit vier Siegen und nur einer Niederlage für Bahadir Kilickeser etwas überraschend kommt. „Zu Hause vor den eigenen Fans sind sie besonders stark, es wird ein enorm schweres Spiel für uns, das wir aber nicht verlieren wollen. Drei Punkte wären natürlich ein Bonus für uns.“

Den Übungsleiter der Nordbremer plagen einige Personalsorgen. Yasin Chaaban sah gegen die DJK seine fünfte gelbe Karte und ist gesperrt. Cebrail Finke hat sich gegen die DJK das vordere Kreuzband gerissen und fällt somit längerfristig aus. Ali Atris, Can Kaya und Sebastian Heese werden zudem fehlen, ebenso wie Torwart Gökhan Kaya. Sezer Aydin ging aus dem Derby mit der DJK verletzt hervor und ist noch nicht wieder ganz fit. „Aber ich habe sieben bis acht Stammspieler zur Verfügung, und jetzt müssen auch die anderen Spieler zeigen, dass sie Landesliga spielen können“, betont Bahadir Kilickeser.

Sbd., 14.30 Uhr, Seehauser Landstraße

DJK Germania Blumenthal – OSC Bremerhaven: Für DJK-Trainer Aydin Pekyalcin ist das Team aus der Seestadt ein unbekannter Gegner, er schätzt die „Olympischen“ allerdings als technisch versierte und qualitativ hochwertige Truppe ein. „Das wird noch einmal eine ganz andere Herausforderung für uns werden. Wir wollen die Euphorie aus dem Derby beim SV Türkspor aber mitnehmen“, sagt der DJK-Coach. Er wird auf alle Fälle die gelb-gesperrten Mamadou Sow und Enis Albayrak ersetzen müssen, betrachtet diese Aufgabe jedoch als machbar. „Unser Kader ist groß. Jetzt können andere Spieler beweisen, dass sie das Recht haben, in die Startelf zu kommen“, so der Übungsleiter der „Germanen“.

Für die Nordbremer ist dieses Spiel der Auftakt zu einem straffen Programm. Am 3. Oktober um 15 Uhr empfängt DJK Blumenthal zum Nachholspiel des ersten Spieltages die SG Findorff, und dann geht es am Sonntag darauf zum Achtelfinalspiel im Lotto-Pokal beim Ligakonkurrenten FC Huchting. Die Partie gegen den OSC Bremerhaven möchten die Blumenthaler gerne auf dem Hauptplatz des Burgwall-Stadions austragen, wenn es die Witterung zulässt.

Sonntag, 15 Uhr, Burgwall-Stadion

SV Grohn – FC Huchting: Trotz der Krankheitswelle ist beim SV Grohn eine Situation, wie beim 0:7 in Bremerhaven in der Vorwoche nicht zu befürchten. „Nicht ansatzweise wird es personell bei uns so eng werden wie in OSC“, prognostiziert SVG-Spielertrainer Jan-Philipp Heine, der allerdings von seiner Magen-Darm-Erkrankung auch noch nicht wieder ganz genesen ist. Hinzu kommt wahrscheinlich der Ausfall von Jannis Kurkiewicz. „Auch weil es ein Heimspiel ist, werden wir anders in die Partie gehen, beim OSC war es schon eine besondere Situation“, betont Jan-Philipp Heine. Der Gegner aus Huchting bekam am vergangenen Wochenende zu Hause vom TuS Komet Arsten ebenso sieben Gegentore ins Netz gelegt (2:7) und dürfte also auch versuchen, den Schalter umzulegen. „Wir wollen wieder Einsatz, Disziplin und eine gute Einstellung hochhalten und punkten. Möglichst dreifach“, betont Jan-Philipp Heine deshalb auch.

Sonntag, 15 Uhr, BSA Oeversberg

SG Findorff – SV Lemwerder: Dieses Spiel wird für beide Mannschaften enorm wichtig werden. Nachdem sowohl der SV Lemwerder als auch die Findorffer am vergangenen Spieltag ihren jeweils ersten Punkt geholt haben, streben beide nun den ersten Dreier der Saison an, um den Anschluss nicht zu verlieren. „Es wird ein Kampfspiel werden. Es wird wichtig sein, weniger Fehler zu machen als der Gegner. Für uns wird es ein heißes Spiel werden und schwieriger als gegen Vahr Blockdiek“, sagt SVL-Trainer Edu Yakan. Er hofft, dass seine Mannschaft frei aufspielt und nicht aus Nervosität verkrampft. „Findorff ist ebenfalls wie wir eine sehr junge Mannschaft, die noch Zeit für ihre Entwicklung benötigt“, hat Edu Yakan beobachtet. Er muss weiterhin auf die verletzten Leistungsträger Tobias Lange und Jannik Plaster verzichten.

Sonntag, 15.30 Uhr, BSA Findorff

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