Internationaler Jugendcup: Eintracht Dortmund holt den Pott

Internationaler Jugendcup: Eintracht Dortmund holt den Pott
11.06.2012, 13:27
Lesedauer: 2 Min
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Von Daniel Cottäus

Delmenhorst. Zum ersten Mal haben sich die U11-Fußballer von Eintracht Dortmund gestern Nachmittag den Siegerpokal des Internationalen Jugendcups in Delmenhorst gesichert. Im Endspiel setzte sich die Mannschaft souverän mit 2:0 gegen den 1. FC Nürnberg durch. Damit sind die Dortmunder der erste „Nicht-Bundesliga-Nachwuchs“, dem es gelang, den Wettbewerb zu gewinnen. Rang drei ging an das Team von Borussia Mönchengladbach, das Bayer 04 Leverkusen mit 1:0 besiegte.

Bei Stojance Josifov und seinem Sohn Steven dürfte die Freude über den Gewinn des Jugendcups noch ein kleines Stückchen größer gewesen sein als beim Rest des U11-Teams von Eintracht Dortmund. Trainer und Spielmacher des Siegers hatten bereits im vergangenen Jahr die Möglichkeit gehabt, das renommierte Turnier zu gewinnen, verloren – damals noch mit Arminia Bochum – aber im Finale gegen Eintracht Frankfurt. Wenig später wechselten Vater und Sohn nach Dortmund, kehrten am Wochenende nach Delmenhorst zurück – und vollendeten das, woran sie zuvor noch gescheitert waren.

Dank eines 2:0-Endspielsieges gegen den 1. FC Nürnberg durften die Dortmunder am Ende jubeln. „Die Jungs hatten zwei Tage lang richtig viel Spaß“, strahlte Ruben Mertin, der sich den Trainerjob bei der Eintracht mit Stojance Josifov teilt. „Nach Borussia Dortmund sind wir in unserer Stadt die Nummer zwei im Jugendbereich. Es ist unser Anspruch, leistungsmäßig in die Nähe der Lizenzvereine zu kommen.“ In Delmenhorst hat das schon mal gut geklappt: Auf ihrem Weg ins Finale schaltete die Eintracht den Stadtrivalen mit 2:1 im Viertelfinale aus, gewann im Halbfinale mit 2:0 gegen Bayer 04 Leverkusen.

Das Endspiel dominierten die Dortmunder von Beginn an. Während der ersten Hälfte brachte Casey Backhaus, einer der auffälligsten Spieler des Turniers, seine Mannschaft mit einem satten Linksschuss aus spitzem Winkel in Führung. Noch vor dem Wechsel war es dann Steven Josifov, der auf 2:0 erhöhte. Die Nürnberger versuchten zwar noch einmal alles, konnten Dortmund aber vor den Augen des Werder-Profis und Ex-Clubberers Mehmet Ekici nicht in Bedrängnis bringen. „Wir können mit unserem Auftritt trotzdem sehr zufrieden sein. Nach dem frühen 0:1 war es schwer, noch einmal zurück zu kommen“, analysierte Nürnbergs Trainerin Kerstin Hoffmann.

Kurz vor dem Finale hatten bereits Bayer 04 Leverkusen und Borussia Mönchengladbach das Spiel um Platz drei bestritten – mit besserem Ende für den Nachwuchs der Werkself. Mohammed Said gelang das goldene – weil einzige – Tor im kleinen Finale, das Leverkusen einen Platz auf dem Treppchen sicherte. Auch wenn es für Bayer nach den Turniersiegen in den Jahren 2004 und 2010 nicht zum erneuten großen Wurf gereicht hat, war Trainer Burak Yildirim stolz auf seine Mannschaft. „Lediglich in der Zwischenrunde haben wir uns einen kleinen Durchhänger erlaubt. Danach haben wir wieder gezeigt, was wir drauf haben.“

Neben dem Lob an seine eigenen Spieler hob der Leverkusener Coach – wie nahezu alle seiner Kollegen – die beeindruckend gute Organisation des Turniers hervor. „Was Michael Zoll und sein Team hier auf die Beine stellen, ist Wahnsinn. Alle Mannschaften kommen auf ihre Spielzeit, die Gegner sind mehr als attraktiv. Wir kommen gerne wieder nach Delmenhorst.“

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