Kommtar über den WM-Kader Ist gut so

Der Bundestrainer hat sich gegen Leroy Sané und für Julian Brandt entschieden. Es wäre kein Fehler gewesen, wenn es andersherum gekommen wäre. Aber es ist besser so, findet Olaf Dorow.
04.06.2018, 20:47
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Ist gut so
Von Olaf Dorow

Leroy Sanè ist ein toller Fußballer. Schnell, wendig, geschickt. Ungemein dribbelstark. In der Premiere League wählte man den torgefährlichen jungen Mann von Manchester City jüngst zum besten Nachwuchsspieler der Saison. Warum nimmt ihn Bundestrainer Joachim Löw nicht mit zur Weltmeisterschaft? Es ist wohl nicht erst eine Umfrage nötig, um herauszufinden: Das war nach der Bekanntgabe des endgültigen deutschen Kaders für das Turnier in Russland die mit Abstand meistgestellte Frage.

Lesen Sie auch

Eigentlich ist die Antwort ganz einfach. Weil Löw Weltmeister werden will. Das ist das Ziel, das so leicht gesagt und so schwer erfüllt werden kann. Für einen WM-Titel braucht man nicht nur tolle Spieler. Man braucht tolle Turnier-Spieler. Robust, selbstlos, verlässlich, stressresistent. Eine überragende Gruppendynamik braucht man. Auch solche Faktoren werden dazu geführt haben, dass Löw sich gegen Leroy Sané und für Julian Brandt entschieden hat. Es wäre Humbug zu prophezeien, dass mit Brandt gelingt, was mit Sané nicht gelänge. Aber man kann ruhig – auch ganz ohne lokalpatriotische Brille – urteilen: Die Entscheidung für den Bremer Jungen Julian Brandt, sie ist schon okay so.

Lesen Sie auch

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+