In Abstiegsnöte geratene Verbandsliga-Handballer gewinnen gegen Konkurrent Marienhafe 33:31 Jahn Brinkum atmet auf

Brinkum. Gewonnen, das war die Hauptsache. Wie das 33:31 (14:15) der Handballer des FTSV Jahn Brinkum gegen den TuRa Marienhafe zustande gekommen war, interessierte allenfalls beiläufig.
02.02.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Jahn Brinkum atmet auf
Von Dennis Schott

Gewonnen, das war die Hauptsache. Wie das 33:31 (14:15) der Handballer des FTSV Jahn Brinkum gegen den TuRa Marienhafe zustande gekommen war, interessierte allenfalls beiläufig. Der in Abstiegsnöte geratene Verbandsligist hatte sich nach zuvor fünf sieglosen Spielen in Folge (zwei Unentschieden) gegen den punktgleichen Tabellennachbarn durchgesetzt, nur darauf kam es an.

Die Anspannung, die sich nach der finalen Torwart-Parade von Aschkan Sadeghi und dem damit einhergehenden sicheren Gefühl des Sieges löste, war denn auch riesig. Gleichfalls war sie in den 60 Minuten zuvor deutlich spürbar. Der FTSV Jahn Brinkum leistete sich vor allem bei Abspielen eine Vielzahl an Fehlern. Brinkums Coach Sven Engelmann jedenfalls musste an der Seitenlinie gleich mehrere Gefühlstäler durchschreiten, meistens negative. Und es widersprach seiner sonst zurückhaltenden Art, dass er mitunter aus der Haut fuhr. Zum Beispiel, als Florian Peters lieber zum Nebenmann passte anstatt allein den Zug zum Tor zu suchen. „Du hast so viel Platz. Da passt ein Panzer durch“, entfuhr es Engelmann einmal. Später echauffierte sich der Brinkumer Coach über Keeper Sadeghi, weil der einen Freiwurf nicht schnell genug ausgeführt hatte.

Und dann war da natürlich das Spiel als solches, was Sven Engelmann nicht gerade zu Jubelstürmen veranlasste. Die Hausherren, die nach vier Auswärtspartien in Folge wieder in Brinkum spielten, erwischten einen denkbar schlechten Start in die Partie. 1:4 hieß es nach sechs Minuten, in der 18. Minute war der Rückstand sogar auf fünf Tore angewachsen. Und das gegen einen Gegner, der sich ebenfalls viele Mängel im Spielaufbau leistete.

Erst zum Ende der ersten Halbzeit kämpften sich die Brinkumer wieder heran. Christoph Schneider, der tags zuvor seinen 29. Geburtstag gefeiert hatte, gelang bei seinem Tor zum 13:13 der erstmalige Ausgleich überhaupt.

Zwar verschliefen die Brinkumer auch den Beginn des zweiten Durchgangs (15:18/32.), aber als Tim Kieselhorst zum 18:18 ausglich, hatte man den Eindruck, spätestens jetzt seien die Hausherren zurück im Spiel. Doch denkste. Zwei Zwei-Minuten-Strafen zunächst gegen Stefan Schröder und unmittelbar danach gegen Tim Kieselhorst brachten die Gastgeber zeitweilig in doppelte Unterzahl, die der TuRa Marienhafe denn auch reiflich nutzte. Als die Jahn-Sieben wieder komplett war, stand es nämlich 19:24 (42.).

Mit zwei aufeinander folgenden Toren von Sebastian Beckmann zum 22:25 läuteten die Hausherren die Aufholjagd ein. Danach stellte Tim Kieselhorst mit drei Toren hintereinander den 26:27-Anschluss her, ehe Christoph Schneider den Ausgleich markierte. Beim 28:27 gingen sie dann erstmalig in Führung – und gaben diese denn auch nicht mehr ab.

„Das war heute ein ganz wichtiger Sieg“, stellte Coach Sven Engelmann nach dem Abpfiff klar. Das Wie wollte er aber nicht thematisieren. Aus gutem Grund. „Carsten von der Heyde und Tim Kieselhorst sind angeschlagen in die Partie gegangen, haben nur unter Schmerzen gespielt. Sebastian Beckmann ist beruflich stark eingespannt, kann deshalb nicht viel trainieren. Maik Bhola ist vor dem Spiel umgeknickt, konnte nicht auftreten. Und gefehlt haben auch welche. Die Mannschaft hat wirklich auf die Zähne gebissen“, stellte sich Engelmann vor sein Team.

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