Bezirkspokal

Jahn-Express rauscht in die dritte Runde

Wildeshausen·Delmenhorst. Der Bezirkspokal gehört sicherlich nicht zu den bevorzugten Wettbewerben von Matthias Kaiser, doch das schien seine Mannschaft beim Klassengefährten VfL Wildeshausen nicht davon abzuhalten, mit einem 6:1 (3:1)-Sieg in die dritte Runde einzuziehen.
11.08.2010, 22:59
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Von Rainer Jüttner

Wildeshausen·Delmenhorst. Der Bezirkspokal gehört sicherlich nicht zu den bevorzugten Wettbewerben von Matthias Kaiser, doch das schien seine Mannschaft beim Klassengefährten VfL Wildeshausen nicht davon abzuhalten, mit einem 6:1 (3:1)-Sieg in die dritte Runde einzuziehen. Verdient war dieser Erfolg für die Bezirksliga-Fußballer des TV Jahn Delmenhorst allemal, allerdings halfen auch der für sie optimale Spielverlauf und nicht zuletzt zwei Wildeshauser Eigentore dabei kräftig mit.

Einen mindestens ebenso großen Anteil am Delmenhorster Kantersieg hatten aber auch der jüngste und der älteste Jahn-Akteur auf dem Feld. Allen voran der 18-jährige A-Junior Marc Pawletta, der die Kaiser-Elf mit seinen beiden Treffern in die Erfolgsspur führte. Klar, dass er sich mit dieser starken Vorstellung auch für die Anfangsformation am kommenden Freitag bgegen den Heidmüholer FC empfahl. 'Marc hat bereits die Vorbereitung und auch das Trainingslager bei uns mitgemacht. Der ist topfit, und ich gucke nicht danach wie alt ein Spieler ist, sondern nur, ob er uns weiterhilft', sagte Matthias Kaiser.

Fast noch höher zu bewerten ist die Leistung von Benjamin Martschin. Der 26-jährige Senior der Delmenhorster musste aufgrund der Personalengpässe nach viermonatiger Pause ins kalte Wasser geworfen werden - lediglich vorbereitet durch den Einsatz in der Jahn-Reserve am vergangenen Wochenende. 'Das war für mich sensationell. Als wäre er nie weg gewesen, hat er Sechser viele Zweikämpfe gewonnen und Ruhe in die Mannschaft gebracht', freute sich Kaiser. Dieses Gefühl hatte für Wildeshausens Co-Trainer Peter Görke an diesem Abend eher Seltenheitswert: 'Das hatte ich nach der guten Vorstellung zum Punktspielauftakt gegen Bockhorn nicht erwartet. Auch wenn die ersten beiden Gegentore schon aus abseitsverdächtiger Position fielen. Das war einfach enttäuschend. Der TV Jahn hat auch in der Höhe verdient gewonnen.'

Enttäuschend sicherlich auch deshalb, weil die Wildeshauser die Partie zumindest bis zum 2:1-Zwischenstand für den TV Jahn völlig offen gestalteten. Marc Pawletta hatte die Delmenhorster zweimal in Führung gebracht (8., 27.), dazwischen verwandelte VfL-Torjäger Kai Schmale einen Foulelfmeter. Doch just in dieser vielleicht entscheidenden Phase unterlief Wildeshausens Kapitän Kai Meyer ein Kopfball-Eigentor. An sich schön anzusehen, nur eben ins falsche Gehäuse. Fortan schienen die Beine der Gastgeber immer schwerer zu werden, während die Delmenhorster immer dominanter wurden.

Vielleicht wäre aus Sicht der Wildehauser auch alles noch ganz anders verlaufen, wenn Tobias Kern direkt nach Wiederanpfiff seine Großchance genutzt hätte. So kam, was kommen musste: Bei den Wildeshausern erlahmte der Widerstand zusehends, was einerseits auf die im Vergleich zu den Delmenhorstern zwei Tage kürzere Ruhepause, andererseits aber auch auf das druckvollere Spiel des TV Jahn zurückzuführen war. Valmir Muslija sorgte mit dem 4:1 für die endgültige Entscheidung (62.), bevor sich Wildeshausens später noch mehrfach prächtig parierender Torwart Philipp Hogeback den Ball nach einer Flanke von Dennis Rülling selber ins Tor beförderte (77.). Den Schlusspunkt setzte dann der eingewechselte David Uyar mit dem 6:1 unmittelbar vor dem Abpfiff.

Und während die Wildeshauser das Ausscheiden im Pokalwettbewerb sicherlich verschmerzen können, freut sich mittlerweile sogar Matthias Kaiser auf die nächste Runde. 'Wenn wir schon weiterkommen, dann wünsche ich mir natürlich ein Spiel gegen einen Landesligisten oder vielleicht gegen den TuS Heidkrug.'

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