Neuzugang überzeugt beim 3:3 der ATSV-Frauen gegen Bremer Polizei-Auswahl / Morgen Punktspiel in Büppel

Jana Lehmann erweist sich als Glücksgriff

Der ATSV Scharmbeckstotel hat den Kampf um den ersten Platz in der Frauen-Fußball-Oberliga Niedersachsen West noch lange nicht aufgegeben. "Wir wollen nach Barsinghausen", lautete die Kampfansage an den Tabellenführer SV Meppen II von ATSV-Coach Thomas Brüns im Hinblick auf das Aufstiegsspiel, das der Erste der West-Staffel nach dem Saisonende gegen den Spitzenreiter der Ost-Staffel absolvieren wird.
02.03.2013, 05:00
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Von Karsten Hollmann

Der ATSV Scharmbeckstotel hat den Kampf um den ersten Platz in der Frauen-Fußball-Oberliga Niedersachsen West noch lange nicht aufgegeben. "Wir wollen nach Barsinghausen", lautete die Kampfansage an den Tabellenführer SV Meppen II von ATSV-Coach Thomas Brüns im Hinblick auf das Aufstiegsspiel, das der Erste der West-Staffel nach dem Saisonende gegen den Spitzenreiter der Ost-Staffel absolvieren wird.

Scharmbeckstotel. Die Fußball-Frauen des ATSV Scharmbeckstotel trotzten der Bremer Polizei-Auswahl im Testspiel vor dem Punktspiel-Wiederauftakt in der Oberliga Niedersachsen West am Sonntag um 14 Uhr beim TuS Büppel immerhin ein 3:3 (2:2)-Remis ab. Beste Spielerin auf dem Platz war dabei sehr zur Freude von ATSV-Coach Thomas Brüns Winterneuzugang Jana Lehmann. "Wir haben Glück gehabt, dass sie bei Werder für nicht mehr gut genug eingestuft wurde", so Brüns.

Die neue Spielerin vom SV Werder Bremen II kann in der Defensive variabel eingesetzt werden. In der Partie gegen die von Dennis Budach trainierte Polizei-Auswahl testete Brüns Lehmann auf der zentralen Position im defensiven Mittelfeld. "Dort war sie mehr in das Spiel eingebunden als in der Viererkette. Sie hat die Bälle auch immer wieder gefordert", stellte Thomas Brüns zufrieden fest. Jana Lehmann war auch an zwei Toren direkt beteiligt.

Nervenstark beim Strafstoß

Nach einem frühen Rückstand der Gelb-Schwarzen sorgte Lisa Ramdor sorgte nach zwölf Minuten für den 1:1-Ausgleich. Nachdem die Scharmbeckstotelerinnen erneut ins Hintertreffen geraten waren (15.), fasste sich Jana Lehmann aus knapp 25 Metern ein Herz und jagte die Kugel zum 2:2 in die Maschen (38.). Beim 3:2 durch einen Strafstoß von Laura Prigge hatte Lehmann zudem den Elfmeter herausgeholt. Laura Prigge ließ ihrer ehemaligen Teamkollegin im Dress der Bremer Auswahl, Nina Egbers, nicht den Hauch einer Chance. Weil sich Antje König in einen unnötigen Zweikampf verwickeln ließ, glückte dem Gast noch der 3:3-Ausgleich (72.).

Bei den Bremerinnen fehlte die beruflich verhinderte ATSV-Spielerin Nina Fuchs. So blieb nur noch Scharmbeckstotels Leihspielerin Julia Moß bei den Gästen übrig. "Die haben wir aber aus dem Spiel genommen", so Brüns. Mehr Probleme bereitete den Gastgeberinnen die Ex-Kollegin Svenja Exner. Wallhöfens Lisa Jacobs lief im Team von Dennis Budach auf der für sie ungewohnten Position auf der linken Abwehrseite auf. "Da war es für Lisa schwer, ihr obligatorisches Tor gegen uns zu erzielen", sagte Thomas Brüns.

Das Testspiel war ein guter Hinweis darauf, dass die Scharmbeckstotelerinnen sich im Kampf um die Spitzenposition nicht zu verstecken brauchen. "Wir sind ganz guter Dinge, dass wir es noch zum Aufstiegsspiel nach Barsinghausen schaffen", betonte Thomas Brüns. Mit einem Triumph beim TuS Büppel würde der Rückstand auf den Klassenprimus SV Meppen II auf drei Punkte zusammen schmelzen. "Mit einem Sieg in Büppel wäre für uns alles möglich. Wenn wir das Match allerdings verlieren sollten, wird es ganz schwer für uns, Meppen II noch abzufangen", urteilte Brüns.

Der ATSV-Übungsleiter hatte kurz überlegt, ob er sein bewährtes 4:2:3:1-System in ein System mit zwei Stürmerinnen ändern sollte. "Schließlich verfügen wir mit Daniela Rass, Marie-Luise Hannemann und Xesjin Kousa gleich über drei Stürmerinnen", gibt der Trainer zu bedenken. Aber auch wenn er gegen die Bremer Polizei-Auswahl mit zwei Spitzen spielen ließ, wird er in Büppel wohl zum System der Hinserie zurückkehren.

Ein wenig Probleme bereitet dem Zweiten die Torhüter-Position. Stammkeeperin Jennifer Kleen kann aufgrund eines Studiums in Oldenburg nur noch eingeschränkt trainieren. "Das fehlende Training ist ihr auch anzumerken", versichert Thomas Brüns. Nach der Saison ist für Kleen ohnehin Schluss. Auch weil Ersatztorfrau Frederike Fürst derzeit mit einer Bänderverletzung außer Gefecht gesetzt ist, testete Thomas Brüns nun Abwehrspielerin Darja Brakhoff zwischen den Pfosten. "Darja hat früher bereits im Handball im Tor gestanden", berichtet Brüns. In der zweiten Hälfte der Partie gegen die Polizei-Auswahl nahm die 35-Jährige aber nach dem Geschmack ihres Trainers zu wenig die Arme zur Hilfe. Ob die groß gewachsene Brakhoff daher in der Zukunft eine ernsthafte Anwärterin auf den Torwart-Posten wird, erscheint somit zumindest fraglich. Auch das Knipser-Problem ist noch nicht gelöst. Im Testspiel zeigte Nachwuchsspielerin Malin Gerken aber bereits gute Ansätze im Sturm.

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