Trainer hat vom Kreisliga-Schlusslicht TSV Dauelsen genug / Vierkant zum TSV Brunsbrock zurückgekehrt Jason Flaherty wirft entnervt hin

Achim·Verden. Jason Flaherty hat den Kampf des TSV Dauelsen gegen den Abstieg aus der Fußball-Kreisliga vorzeitig aufgegeben. Der Trainer stellte seinen Posten in dieser Woche zur Verfügung, nachdem er fast elf Jahre für den Verdener Stadtteilklub gewirkt hatte. Bis zum Saisonende werden Betreuer Florian Krull und Matthias Treppe den Tabellenletzten coachen. Ungewiss ist auch die Zukunft des SV Genclerbirligi Achim, dessen Vorsitzender Rolf Fronda schon längere Zeit auf fällige Mitgliedsbeiträge wartet.
12.03.2011, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Andreas Ballscheidt

Achim·Verden. Jason Flaherty hat den Kampf des TSV Dauelsen gegen den Abstieg aus der Fußball-Kreisliga vorzeitig aufgegeben. Der Trainer stellte seinen Posten in dieser Woche zur Verfügung, nachdem er fast elf Jahre für den Verdener Stadtteilklub gewirkt hatte. Bis zum Saisonende werden Betreuer Florian Krull und Matthias Treppe den Tabellenletzten coachen. Ungewiss ist auch die Zukunft des SV Genclerbirligi Achim, dessen Vorsitzender Rolf Fronda schon längere Zeit auf fällige Mitgliedsbeiträge wartet.

"Es ist mir sehr schwer gefallen, mein Amt niederzulegen. Aber ich habe keinen anderen Ausweg mehr gesehen", betont Flaherty, der vorerst 2. Vorsitzender des TSV Dauelsen bleibt und der Mannschaft bis zum Sommer mit seinem Rat zur Seite stehen will. Den Ausschlag für den Rücktritt des Trainers gab die mangelnde Trainingsbeteiligung während der Vorbereitungsphase auf die Rückrunde. "Wir haben kurz vor Weihnachten noch zusammengesessen und uns darauf eingeschworen, alles für den Klassenerhalt zu tun. Es haben sich aber nur wenige Spieler wie vereinbart eingebracht. Vielleicht geht jetzt ein Ruck durchs die Mannschaft und sie holt den Rückstand von neun Punkten noch auf", erklärt Flaherty. Er hatte schon im vergangenen Jahr über seinen Ausstieg nachgedacht und nur aus dem Grund weitergemacht, weil kein geeigneter Nachfolger gefunden werden konnte.

Wie es beim Tabellenvorletzten SV Genclerbirligi Achim weitergehen wird, ist vor dem morgigen Start der Frühjahrsunde ungewiss. Vorsitzender Rolf Fronda, der das Team seit dem Ausstieg von Mutalip Bucuka trainiert, weiß derzeit keinen Rat. "Es fehlen Mitgliedsbeiträge in nicht unerheblicher Höhe, die Zukunft des Vereins ist nicht mehr gesichert." Aber auch die Vorbereitung auf die Rückrunde war keinesfalls so, wie sie hätte sein sollen. Ein geregeltes Training fand nicht statt.

Mit ebenfalls zwölf Punkten hält der TB Uphusen II den zwölften Tabellenplatz nur, weil er das günstigere Torverhältnis als der auf einem Abstiegsrang rangierende SV Genclerbirligi Achim vorweisen kann. "Wir wollen in der Rückrunde weiter oben mitspielen", stellt Lutz Repschläger klar. Der neue Coach des TBU II stellte bei seinem Debüt gegen Spitzenreiter TSV Fischerhude-Quelkhorn (2:6) freilich schnell fest, dass dieses Vorhaben Ziel nicht so einfach in die Tat umzusetzen ist. Mit Repschläger kamen neue Spieler wie Andreas und Johann Burgart vom TSV Uesen II. Auch Ahmet Kaldirici hat sich bei der Landesliga-Reserve angemeldet, er kickte zuletzt beim TSV Achim. "Wir haben viele gute Individualisten. Es wird unsere Aufgabe sein, sie zu einer Mannschaft zu formen", weiß Repschläger, woran er vorangig arbeiten muss. Mit Nils Vierkant hat Wilfried Feldhaus endlich den Spieler in seinem Team, den er während der Herbstserie so schmerzlich vermisst hat. Der pfeilschnelle Stürmer ist nach

einem Gastspiel beim Bezirksligisten SVV Hülsen zu den "Roten Teufeln" zurückgekehrt. "Wir sind froh, dass wir unseren Torjäger wieder haben", sagt Feldhaus, der Pablo Kaiser in der Winterpause zum SVV Hülsen ziehen lassen musste. Froh ist der Brunsbrocker Coach auch über die Tatsache, dass Daniel Schmidt nach längerer Pause wieder angefangen hat und während der Vorbereitung bereits bewies, dass er eine personelle Alternative für die Sechser-Position ist. Mit unbekanntem Ziel verlies Sascha Stockmann den TSV Brunsbrock. In drei Testspielen gelangen den Spielern von Feldhaus jeweils sieben Treffer. Allerdings waren die Gegner mit dem TSV Kirchlinteln (7:1), der eigenen Reserve (7:1) und den eigenen A-Junioren (7:0) nicht gerade hochkarätig. In der Rückserie will Feldhaus auf den eigenen Nachwuchs setzen. Zuletzt hatte der unter Personalnot leidende Trainer der "Roten Teufel" schon drei Spieler aus den Altherren im Aufgebot gehabt.

Neuer Mittelfeldspieler

Aufsteiger TSV Otterstedt musste zu Beginn der Saison Lehrgeld zahlen. Er verlor seine ersten drei Spiele deutlich. Dass das Team von Jörg Oeßelmann nach Abschluss der Herbstserie einen Vorsprung von fünf Punkten gegenüber den Abstiegsrängen aufweist, verdankt sie einem starken Schlussspurt mit drei Siegen in Folge. "Unsere Vorbereitung hätte intensiver sein können", stellt Oeßelmann fest, der mit Jakob Filzen einen neuen Spieler im Kader hat. Der Mittelfeldspieler kam vom TV Sottrum. Filzen steht allerdings nur bis April zur Verfügung, anschließend geht er beruflich nach Kanada. Sorgen macht sich Oeßelmann um seine Mittelfeldspieler Tasim Bezek und Daniel Mathies. Bezek verletzte sich im Training an den Bändern, und Mathies klagt über Probleme mit der Achillessehne. Oeßelmann: "Wir hoffen, dass die Verletzungen nicht so schlimm sind und beide Spieler schnell wieder eingesetzt werden können. Die Tests der Otterstedter verliefen zugriedenstellend, besonders die

abschließende Partie gegen den Osterholzer Kreisligisten TSV Dannenberg (5:1) stimmt den TSV hinsichtlich der Rückrunde zuversichtlich.

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