TSV Ottersberg Jeder Kandidat weist einen Makel auf

Ottersberg. Beim TSV Ottersberg steht Innenverteidiger Johannes Ibelherr gegen den 1. FC Germania Egestorf/Langreder nicht zur Verfügung. Die Alternativen haben alle einen Makel.
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Von Ehrhard Müller

Ottersberg. Vier, drei, drei, drei, eins – erster Heimsieg der Saison 2012/13: Der Oberliga-Fußballmannschaft des Tabellenvorletzten TSV Ottersberg ist es in den vergangenen sechs Wochen nach und nach gelungen, die Flut der Gegentore einzudämmen.

Am vergangenen Sonntag im Heimspiel gegen den TuS Celle FC, das 2:0 bedeutete den ersten Dreier nach sieben Niederlagen in Folge, stand erstmals seit dem 5. August wieder die Null. Am morgigen Sonnabend ist Axel Sammreys Mannschaft beim Barsinghauser Stadtteilklub 1. FC Germania Egestorf/Langreder zu Gast (Anpfiff: 17 Uhr, Sportplatz Langreder an der Halbestraße), und der Trainer ist gezwungen, die zuletzt immer stabiler werdende Vierer-Abwehrkette umzubauen.

Wegen einer Roten Karte aus dem jüngsten Heimspiel muss die Position von Innenverteidiger Johannes Ibelherr anders besetzt werden. Noch tappt der TSV Ottersberg im Dunkeln, wie lange der Führungsspieler gesperrt wird. Bis Donnerstag erfuhr der Verein noch nicht einmal, was sich Ibelherr am vergangenen Sonntag in der 79. Minute hat zu Schulden kommen lassen.

"Interessiert mich auch nicht", stellt Sammrey kurz angebunden fest, "am Sonnabend darf ’Jo’ nicht spielen. Basta!" Vielmehr kreisen Sammreys Gedanken um das Planspiel, wer die Lücke in der Ottersberger Innenverteidigung schließen soll. Mit Ole Bruns, Sajieh Jabber und Kevin Sammann gibt es zwar drei Kandidaten – doch jeder von ihnen weist einen Makel auf.

Sommer-Neuzugang Jabber ist zwar schon im Vorbereitungsspiel gegen den Regionalligisten FC Oberneuland (3:2) in der Innenverteidigung eingesetzt worden – doch in einem Punktspiel ist er für den TSV Ottersberg noch nicht zum Zug gekommen. "Es wäre ein großes Wagnis", kommentiert Sammrey die Möglichkeit des morgigen Jabber-Debüts in der Oberliga Niedersachsen. Der seit drei Spieltagen verletzte Ole Bruns dagegen hat schon einmal an der Seite von Kapitän Mateusz Peek verteidigt, doch die Vorstellung verunglückte ihm gründlich. Beim 1:4 gegen den Rotenburger SV unterliefen Bruns wiederholte individuelle Fehler, die zu Gegentoren führten. Fit ist Bruns allerdings wieder, am Mittwoch lief er als Innenverteidiger für den TSV Ottersberg III gegen Holtebüttel (2:1) auf. Überzeugen konnte er den genau hinschauenden Sammrey allerdings nicht.

Perfekte Heimbilanz

Bliebe noch Kevin Sammann. Aus einer langen Verletzungspause zurückgekehrt, übernahm er bereits in den letzten elf Minuten des Heimspiels gegen Celle die Ibelherr-Rolle. Gleichzeitig lieferte der Linksfuß sein Saisondebüt in der Ersten des TSV Ottersberg ab. Eigentlich ein gelernter Außenverteidiger, trug Sammann bis vor vier Monaten das Trikot der Ottersberger Bezirksliga-Mannschaft.

"Ich weiß wirklich noch nicht, für wen ich mich entscheiden werde", betonte Sammrey am Donnerstag. Freilich neige er tendenziell dazu, Kevin Sammann auf die verwaiste Ibelherr-Position in der Innenverteidigung rücken zu lassen.

Als Aufsteiger belegt der 1. FC Germania Egestorf/Langreder nach neun Spieltagen den sechsten Tabellenplatz. Der Barsinghauser Stadtteilklub ist seit sechs Wochen ungeschlagen (zwölf von 18 möglichen Punkten), doch vor allem vor eigenem Publikum lieferte er überzeugende Vorstellungen ab – vier Heimspiele, vier Siege. Der Ober-Neuling schlug nacheinander VfV Hildesheim (2:1), Lupo Martini Wolfsburg (3:1), SV Drochtersen/Assel (3:0) und zuletzt den Rotenburger SV (2:1).

Bemerkenswert: Der bevorzugt im 4-2-3-1-System antretende FC traf bislang 16 Mal, und in die Torschützenliste konnten sich bereits zehn verschiedene Spieler eintragen lassen. Mit jeweils drei Treffern strahlen der häufig als Joker von der Bank kommende Stürmer Sebastian Bönig sowie der kopfballstarke und stets mit hohen Bällen bediente Mittelfeldspieler Thorben Schierholz die größte Gefahr für gegenerische Abwehrreihen aus.

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