Vegesack.

Jörg Segerath: Die Stimmung ist euphorisch

Vegesack. Jung, ehrgeizig, trotz junger Jahre eine Autorität, Kenner der Szene in Bremen und über die Grenzen hinaus, hervorragende Fußball-Kenntnisse – so die schnell abgerufene Liste der Argumente, mit denen Jörg Segerath, der Teammanager des Fußball-Bremen-Ligisten SG Aumund-Vegesack, die Verpflichtung von Marcel Kulesha begründet.
04.08.2016, 00:00
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Von Jens Pillnick
Jörg Segerath: Die Stimmung ist euphorisch

Manager Segerath.

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Vegesack. Jung, ehrgeizig, trotz junger Jahre eine Autorität, Kenner der Szene in Bremen und über die Grenzen hinaus, hervorragende Fußball-Kenntnisse – so die schnell abgerufene Liste der Argumente, mit denen Jörg Segerath, der Teammanager des Fußball-Bremen-Ligisten SG Aumund-Vegesack, die Verpflichtung von Marcel Kulesha begründet.

Die Verpflichtung eines 25-Jährigen als Herrentrainer wohlgemerkt. „Im ersten Moment mag das gedanklich schwierig sein. Aber aufgrund seiner Vita im Juniorenbereich war es kein Risiko“, blickt Segerath auf eine Entscheidung aus dem Winter zurück, die gerne zu einer längerfristigen Zusammenarbeit führen soll. „Natürlich kann man im Fußball nicht über sechs, sieben Jahre sprechen, aber wir ­haben schon einen Drei-Jahres-Plan“, fährt der Teammanager fort und sieht sich zum ­jetzigen Zeitpunkt bestätigt: „Es gibt absolut ­keine Problematik, alle sind schwer ­begeistert.“

Dabei blickt er nicht nur auf die rund sechswöchige Vorbereitung zurück, sondern auch auf die lange Zeit der Kaderplanung, in der es harmonisch und fantastisch gelaufen wäre. Die Stimmung im Team bezeichnet Segerath ein paar Tage nach dem 3:0-Sieg im Lotto-Pokal gegen BTS Neustadt und wegen der Zugänge mit hervorragender Qualität als „euphorisch“ und die Trainingsbeteiligung als „überragend“. Dem Pokalspiel gegen den Klassengefährten kam laut Segerath eine besondere Bedeutung zu, es wäre der erste Prüfstein für den neuen Trainer gewesen. In der dritten Runde trifft die SAV nun auf den Klassengefährten VfL 07 (Segerath: „Kein Selbstläufer“), danach wird das Viertelfinale gelost.

Dass die SAV mit seinem starken Ensemble als Saisonziel einen Platz unter den ersten Fünf ausgegeben hat, das klingt realistisch. Was den Pokalwettbewerb angeht, ist laut Segerath der Wille da, Großes zu erreichen: „Natürlich wollen wir gerne ins Finale. Aber ich werde natürlich nicht sagen: Wir ­müssen ins Finale. Auf jeden Fall ist der Pokal als zweiter Anreiz neben den Punktspielen wichtig. Es ist super wichtig, dort zu ­überwintern.“

Im Pokal für Furore zu sorgen, sei nach Segeraths Einschätzung einmal mehr leichter zu realisieren als in der Liga. Denn dort erwarte er einen Durchmarsch des Bremer SV, den er gerne in der Regionalliga gesehen hätte: „Ärgerlich, dass sie es wieder nicht geschafft haben.“ Und was die Liga angeht, darf es natürlich auch gerne etwas mehr als Platz fünf sein. Gerade über diese erste Saison mit einem neuen Trainer und einer halben neuen Mannschaft hinausgedacht. „Der Trainer will nach oben, die Mannschaft will nach oben“, sagt Segerath, der einen großen Willen festgestellt hat. Vielleicht versetzt ja nicht nur der Glaube, sondern auch der Wille Berge.

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