Grasberg Jörn Schumm wird Fünfter bei den Deutschen Meisterschaften im Triathlon

Grasberg. Seit November vergangenen Jahres hatte sich Jörn Schumm auf den Triathlon in Roth vorbereitet. Gemeinsam mit einem Freund und Vereinskollegen von den Uni Triathlöwen Bremen Woche für Woche hart an sich gearbeitet, um dann die Langdistanz, also die Königsklasse des Triathlons, zu absolvieren.
22.07.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von CHRISTIAN THIEMANN

Seit November vergangenen Jahres hatte sich Jörn Schumm auf den Triathlon in Roth vorbereitet. Gemeinsam mit einem Freund und Vereinskollegen von den Uni Triathlöwen Bremen Woche für Woche hart an sich gearbeitet, um dann die Langdistanz, also die Königsklasse des Triathlons, zu absolvieren. Nach 3,8 Kilometern im Wasser geht es die nächsten 180 Kilometer auf dem Rad weiter, ehe dann noch ein Marathon gelaufen werden muss. Insgesamt also mehr als doppelt so viel Strecke als bei der Olympischen Distanz, die auch Mitteldistanz genannt wird. Schumm benötigte für den Triathlon neun Stunden, 31 Minute und 39 Sekunden. Platz 85 bedeutete das im Gesamtranking – in der Altersklasse M 40 schaffte Schumm es sogar auf den fünften Platz.

Der kaufmännische Angestellte aus Grasberg hatte sich auf seinen Rookie, also seinen Erststart in der Langdistanz, gut vorbereitet – wurde sogar Vizelandesmeister bei der Olympischen Distanz und schaffte den Bremen Marathon in unter drei Stunden. Diese Fakten, wie auch sein vierter Platz bei den Deutschen Meisterschaften in der Mitteldistanz, veranlassten Schumm zu einer mutigen Zielvorgabe: „Ich wollte unter die ersten 100 kommen und nicht länger als 9:40 Stunden benötigen. Natürlich kann man sich nur schwer Zeitvorgaben setzen, wenn man eine solche Distanz noch nicht absolviert hat, aber man nimmt die Mitteldistanzzeit einfach mal zwei und setzt dann noch 20 Minuten oben drauf, dann hat man sein Ziel.“ Im November sah die Zielsetzung noch nicht so forsch aus – wollte Schumm doch lediglich unter zehn Stunden bleiben: „Ich habe schnell gemerkt, dass mehr drin ist. Im Training habe ich mich extrem gequält. Sieben Stunden auf dem Rad, egal bei welchem Wetter – das war nicht immer einfach.“

Gerade weil sich Schumm so quälte, kam ihm der Triathlon dann wahrscheinlich weniger anstrengend vor als gedacht: „Es spielt sich alles im Kopf ab. Diese Zeit auf der Strecke machst du komplett mit dir selbst aus und du denkst immer wieder: Halte ich durch? Schafft mein Körper alles? Hart war aber eigentlich nur das Training, der Wettkampf an sich hat mir wenig Schmerzen bereitet.“

Nach Beendigung des Triathlons fallen einige Sportler um vor Erschöpfung. Schumm klagte nicht einmal über Blasen an den Füßen. Bis auf leichten Muskelkater in den Beinen hatte der Grasberger keine Probleme und freut sich auch schon auf den Silbersee-Triathlon in Stuhr, dann aber über die Olympische Distanz.

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