Bundesliga-Korbballerinnen fahren zur Deutschen Meisterschaft Jubel beim TV Stuhr und TuS Sudweyhe

Brinkum. Die Bundesliga-Korbballerinnen des TV Stuhr haben sich für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert, die am 7./8. Mai in Oerlinghausen ausgetragen wird. Auch der TuS Sudweyhe ist wieder mit dabei. Das Team hat seinen dritten Platz vor dem TSV Heiligenrode gefestigt.
14.03.2011, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Christine Leska-Ottensmann

Brinkum. "Ist das jetzt ganz sicher?", fragte Meike Hankiewicz vorsichtig in die Runde. Als prompt das JA kam, schrie sie ihre Freude laut heraus. Ja, es ist tatsächlich geschafft: Die Bundesliga-Korbballerinnen des TV Stuhr haben sich für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert, die am 7./8. Mai in Oerlinghausen (bei Bielefeld) ausgetragen wird. Auch der TuS Sudweyhe ist wieder mit dabei. Das Team festigte seinen dritten Platz vor dem TSV Heiligenrode, der mit Rang vier jedoch sehr zufrieden ist.

Gleich zu Beginn des gestrigen Spieltages in Brinkum, wo alle zehn Mannschaften im Einsatz waren, sollte eine Entscheidung fallen. Denn auf dem Plan stand ein Fernduell zwischen Sudweyhe und Heiligenrode, die parallel in unterschiedlichen Hallen antreten mussten.

TSV Heiligenrode - TV Bremen-Walle 5:7 (0:5). Die Heiligenroderinnen hätten beide Partien gewinnen müssen, um Sudweyhe unter Druck zu setzen. "Vom DM-Ticket hatten wir im Vorfeld aber überhaupt nicht gesprochen. Wir wollten lediglich die Saison vernünftig zu Ende bringen", betonte TSV-Akteurin Britta Sündermann. Doch gegen Walle fand ihr Team zunächst gar nicht ins Spiel, vor allem die Chancenauswertung ließ zu wünschen übrig. Erst nach dem 0:5 starteten die Heiligenroderinnen ihre Aufholjagd. Sie verkürzten auf 4:5, gerieten danach aber wieder entscheidend in Rückstand.

FTSV Jahn Brinkum - TuS Sudweyhe 9:9 (4:6). Über den Spielverlauf der Heiligenroderinnen war der TuS Sudweyhe nicht informiert. Die Mannschaft von Alexander Mauz wollte die DM-Quali aus eigener Kraft schaffen, agierte aber zunächst verkrampft. "Bei den Pässen und Würfen hat man die Angst meiner Mädels deutlich gespürt. Ich habe versucht zu beruhigen und in der Pause nur gesagt, dass sie die Handbremse lösen sollen", verriet der TuS-Coach. Doch die Gastgeberinnen hielten weiterhin sehr gut dagegen und belohnten sich mit dem Remis für ihre Leistung. Als die Nachricht von der Niederlage der Heiligenroder kam und das DM-Ticket damit gelöst war, huschte das erste Lächeln über die Gesichter der Sudweyherinnen.

TV Stuhr - Preetzer TSV 7:7 (2:2). Durch die vorherigen Ergebnisse stand auch für den TV Stuhr bereits die DM-Teilnahme fest. Vielleicht war deshalb ein wenig die Anspannung weg. Trainerin Sandra Hellmers musste aber auch vier Stammkräfte ersetzen. Jasmin Rudolph und Laura Freiheit (beide aus der A-Jugend) sowie Jasmin Sanders (zweite Damen) erwiesen sich als gute Aushilfen.

TV Bremen-Walle 1875 - TSG Seckenhausen-Fahrenhorst 7:4 (3:2). Bei ihrem vorletzten Auftritt in der Bundesliga zeigten die Seckenhauserinnen noch einmal eine gute Leistung. Nach dem 2:2 gerieten sie mit 2:5 in Rückstand, holten aber zum 4:5 wieder auf. Erst am Ende mussten sie noch einmal zwei Gegentreffer hinnehmen.

TuS Sudweyhe - TB Stöcken 15:0 (6:0). Die Sudweyherinnen spielten völlig befreit auf. "In meiner gesamten Trainerlaufbahn habe ich noch nie zu Null gewonnen", freute sich Alexander Mauz.

FTSV Jahn Brinkum - SV Brake 6:14 (4:6). Den Start verschliefen die Brinkumerinnen und gerieten mit 1:5 ins Hintertreffen (12.). Bis auf 4:5 kämpften sie sich heran, ehe kurz vor dem Pausenpfiff noch der sechste Gegentreffer fiel. Das gleiche Bild in der zweiten Halbzeit: Mit dem 4:10 (31.) war die Partie bereits entschieden. Nach dem Schlusspfiff kam Wehmut auf: Denn Jahn-Coach Torsten Behrens gibt sein Traineramt nach 15 Jahren ab.

Preetzer TSV - TSV Heiligenrode 5:10 (2:2). "Nach dem Unentschieden in der Vorwoche wussten wir, wie schwierig diese Partie wird", verriet Britta Sündermann. Tatsächlich lag die Mannschaft von Dagmar Schnelle zunächst mit 0:2 zurück, ging dann aber mit 5:2 in Front (28.). Diesen Vorsprung bauten die Heiligenroderinnen am Ende noch aus und belegten dadurch in der Abschlusstabelle einen tollen vierten Platz. "Wir haben mehr erreicht, als wir uns vorgenommen hatten. Wir sind hoch zufrieden", bekräftigte Sündermann.

TV Stuhr - TSG Seckenhausen-Fahrenhorst 17:6 (9:4). Bis zum 4:7 in der 16. Minute konnte der Absteiger gut mithalten. Dann erhöhten die Stuhrerinnen das Tempo und fuhren über 12:4 (22.) einen hohen Sieg ein. Allein zehn Treffer fielen nach Kontern. Trotz der hohen Pleite zum Abschluss zog TSG-Trainerin Manuela Glander ein positives Fazit: "Die Bundesliga hat uns Spaß gemacht. Unsere heimlichen Ziele - kein Spiel zu Null verlieren und ein paar Punkte holen - haben wir erreicht."

TV Stuhr: Solte (6), Drawert (6), Woltemade (3), Freiheit (3), J. Wessels (2), Hankiewicz (2), Ulrich (1), Sanders (1).

TuS Sudweyhe: Mauz (7), Bunkowski (7), Nolte (6), Martens (2), Nullmeyer (1), Reinert (1), Hassel, Franke.

TSV Heiligenrode: Pawlowski (6), von Öhsen (3), Sündermann (3), Horstmann (2), Detken (1), Brosowsky, Meyer, Zoric, Erlewein.

FTSV Jahn Brinkum: Uhde (5), S. Jürgens (3), Paul (3), Hollmann (1), J. Wahlers (1), L. Wahlers (1), Daneke (1), Hasselhop.

TSG Seckenhausen-F.: Dobbertin (3), Breitsprecher (2), Böttger (2), Krohne (1), Risler (1), Hahn (1), Tamsen, Hilbig.

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