Floorballer schlagen in einer temporeichen Partie BAT Berlin mit 8:3 und sichern Platz zwei in der Liga

Jubelstürme in Lilienthal

Lilienthal. Ausgelassener Jubel herrschte am Sonnabendabend in der Lilienthaler Schoofmoorhalle: Durch den verdienten 8:3-Sieg in einer temporeichen Partie gegen BAT Berlin ist den Bundesliga-Floorballern vom TV Lilienthal der zweite Platz nicht mehr zu nehmen. Gemeinsam mit 150 Fans wurde der damit verbundene Einzug in das Playoff-Halbfinale noch ausgiebig gefeiert.
14.03.2016, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von JAN-HENRIK GANTZKOW
Jubelstürme in Lilienthal

Die Floorballer des TV Lilienthal (vorne Lukas Bieger) zeigten beim deutlichen Erfolg über BAT Berlin (in dunkler Spielkleidung) einen engagierten Auftritt.

Hans-Henning Hasselberg

Ausgelassener Jubel herrschte am Sonnabendabend in der Lilienthaler Schoofmoorhalle: Durch den verdienten 8:3-Sieg in einer temporeichen Partie gegen BAT Berlin ist den Bundesliga-Floorballern vom TV Lilienthal der zweite Platz nicht mehr zu nehmen. Gemeinsam mit 150 Fans wurde der damit verbundene Einzug in das Playoff-Halbfinale noch ausgiebig gefeiert.

Dabei begann die Partie aus „Wölfe“- Sicht alles andere als optimal: Die Gäste aus der Hauptstadt gingen nach einem sehenswerten Angriff durch Sander Riis früh in Führung (3.). Die Gastgeber ließen sich von dem Rückstand aber nicht aus der Ruhe bringen und fanden immer besser in die Partie. Nachdem ein Abschluss von Torben Kleinhans noch pariert worden war, sorgte der überragende Janos Bröker nach einer feinen Einzelleistung für den Ausgleich (9.).

Knappe drei Minuten später zirkelte Kapitän Andre Heißenbüttel den Ball zur Lilienthaler Führung in den Winkel. Kurz vor Drittelende hätte Heißenbüttel sogar beinahe noch erhöht, nachdem er den Berliner Schlussmann umkurvt hatte, bekam jedoch keinen Druck mehr hinter den Ball.

„Weltklasse“ im TVL-Spiel

So ging es mit einer knappen Führung in das zweite Drittel, das nicht nur die Lilienthaler Fans begeisterte: „Das Mitteldrittel war Weltklasse. Da hat alles gepasst, und die Jungs haben genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, strahlte „Wölfe“-Coach Remo Hubacher.

Die Gastgeber standen hinten sehr kompakt und zeigten im Offensivspiel tolle Angriffszüge. Nach 25 Minuten zog der robuste Miro Siljamo einfach Mal aus der Distanz ab, Janos Bröker fälschte den Ball mit der Schlägerspitze unhaltbar zum 3:1 ab. Bröker war es auch, der nach herrlicher Vorlage durch Mark-Oliver Bothe auf 4:1 erhöhte. Den Schlusspunkt in diesem fulminanten Drittel setzte dann Siljamo, der wieder einen Fernschuss abfeuerte und diesmal direkt ins Netz traf (38.).

Als erneut Bröker nach langem Pass von Alexander Seitz zu Beginn des Schlussabschnitts zum 6:1 einschob, schien die Partie endgültig entschieden. Die Berliner Gäste gaben sich jedoch nie auf und belohnten ihre Moral auch mit einem Doppelschlag: Zunächst überwand Juuso Tihonnen den oftmals bärenstark reagierenden Nils Hallerstede (49.) in Überzahl, nur 90 Sekunden später traf Hannes Thun im Nachsetzen zum 3:6.

In der Schlussphase entwickelte sich nun ein abwechslungsreiches Hin und Her: Berlin nahm bereits früh den Torwart vom Feld, traf auch noch mal den Pfosten, auf der Gegenseite sorgten aber Andre Heißenbüttel und Fünferpacker Janos Bröker mit Kontertoren für den 8:3-Endstand – und für großen Jubel im Lilienthaler Lager.

„Wir haben gegen einen starken Gegner verdient gewonnen. Natürlich gibt es immer etwas zu verbessern, aber wir sind schon sehr zufrieden heute“, lobte Lilienthals Trainer Remo Hubacher seine Schützlinge, die sich jetzt schon über die beste Platzierung in ihrer Vereinshistorie freuen dürfen.

TV Lilienthal: Fidelak, Hallerstede, Heißenbüttel, Bothe, Bröker, Minnermann, Kleinhans, Brinkmann, Gersdorf, Rautio, Stierle, Bauer, Bieger, Diaz De Armas, Grabau, Siljamo, Ebbinghaus, Seitz, Melde

NACHGEFRAGT BEI JANOS BRÖKER

Janos Bröker war mit seinen fünf Treffern entscheidend am 8:3-Heimsieg beteiligt. Jan-Henrik Gantzkow unterhielt sich mit dem Stürmer.

Herr Bröker, fünf Tore schießt man auch nicht alle Tage, oder?

Janos Bröker: Diese Saison ist mir das erstaunlicherweise schon drei oder vier Mal gelungen. Ich freue mich natürlich sehr darüber.

Was war heute ausschlaggebend?

Wir haben im Training gut gearbeitet, uns auf den Gegner eingestellt und diesen Matchplan heute sehr gut umgesetzt und letztlich verdient gewonnen. Wir haben auch nach dem frühen Rückstand an uns geglaubt und den Kopf nicht in den Sand gesteckt.

Das Halbfinale ist durch diesen Sieg erreicht. Wohin geht die Reise der „Wölfe“ in dieser Saison noch?

Die Playoffs sind immer etwas ganz anderes als reguläre Saisonspiele. Da kann jeder jeden schlagen, und wir dürfen uns jetzt nicht auf dem Erreichten ausruhen. Wenn man im Halbfinale steht, will man dort aber natürlich nicht ausscheiden, sondern auch ins Finale einziehen.

Janos Bröker

ist einer der Leistungsträger bei den Floorballern des TV Lilienthal. Der 21-Jährige ist zudem Nationalspieler. Beruflich strebt Janos Bröker eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann an.

FOTO: JAN-HENRIK GANTZKOW

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