Sven Jablonski wird Assistent in der 2. Bundesliga Jüngster Schiri im bezahlten Fußball

Blumenthal. Klein, aber oho. So bezeichnet der Bremer Fußballverband seine Schiedsrichtertruppe. Und in dieser Riege der Unparteiischen spielen die Nordbremer eine besondere Rolle. Gerade hat die DFB-Schiedsrichterkommission den 20-jährigen Sven Jablonski vom Blumenthaler SV als Schiedsrichterassistenten der 2. Bundesliga berufen.
24.06.2010, 05:58
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Von Klaus Grunewald

Blumenthal. Klein, aber oho. So bezeichnet der Bremer Fußballverband seine Schiedsrichtertruppe. Und in dieser Riege der Unparteiischen spielen die Nordbremer eine besondere Rolle. Gerade hat die DFB-Schiedsrichterkommission den 20-jährigen Sven Jablonski vom Blumenthaler SV als Schiedsrichterassistenten der 2. Bundesliga berufen. Damit ist der angehende Bankkaufmann der Jüngste seiner Zunft im bezahlten deutschen Fußball.

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, so lautet ein altes Sprichwort. Auf den Vorsitzenden des Kreisschiedsrichter-Ausschusses Bremen-Nord, Jörg Jablonski, und seinen Sohn Sven trifft es zu. Schließlich pfiff Vater Jörg von 1985 bis 1995 in der Regionalliga, damals die dritthöchste deutsche Fußball-Klasse. Und von 1989 bis 1995 fungierte er in der Bundesliga als Schiedsrichterassistent. Kein Wunder, dass die sportlichen Aktivitäten des Vaters auf den Sohn abfärbten. Schon mit 13 Jahren leitete Sven Jablonski Jugendspiele. Und seitdem schreibt er im Fußballkreis Bremen-Nord Erfolgsgeschichten. Im abgelaufenen Spieljahr überzeugte er mit einer herausragenden Leistung in der Regionalliga und wurde zum zweitbesten norddeutschen Unparteiischen gekürt. Gleichzeitig bewährte sich der 20-Jährige als Schiedsrichterassistent in der 3. Bundesliga.

'Die Fitness ist wichtig. Ich laufe zwei- bis dreimal die Woche im Wifowald', antwortet Sven Jablonski auf die Frage, was einen Schiedsrichter oder Schiedsrichterassistenten auszeichnen muss. Bei den Laufeinheiten geht es sowohl um Intervall- wie Ausdauertraining. Die Fitness ist aber letztlich nur eine Voraussetzung, die Art Spiele zu leiten, die individuelle Besonderheit. 'Wenn gefragt wird, ob überhaupt ein Schiedsrichter auf dem Platz war, ist das für mich das größte Kompliment', erklärt Sven Jablonski seine Spielleitungsphilosophie: 'Ich leite unauffällig aber bestimmt, spreche viel mit den Spielern und versuche eine lockere Atmosphähre zu schaffen.'

Doch nicht nur der Name Sven Jablonski steht auf der Erfolgsliste des Kreisschiedsrichter-Vorsitzenden Jörg Jablonski. So hat der 22-jährige Sebastian Berger vom SV Lemwerder die beste Saisonleistung aller Pfeifenmänner in der Bremen-Liga gezeigt. Zur Belohnung ist Sebastian Berger, der gerade zum Bremer Schiedsrichter des Jahres gewählt wurde, in den Perspektivkader des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) aufgenommen worden. Das heißt: Sebastian Berger wird in der neuen Saison Spiele in den Oberligen Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen leiten. Darüber hinaus wurde der junge Mann aus Lemwerder als Schiedsrichterassistent der A-Jugend-Bundesliga berufen.

Höher geklettert auf der Erfolgsleiter sind schließlich auch die Nordbremer Mustafa Demirel (Neurönnebecker TV) und Baris Babaoglu (SV Türkspor). Während Demirel künftig Begegnungen in der Bremen-Liga und der Landesliga Bremen pfeifen kann, darf der Bremen-Liga erfahrene Babaoglu auch Spiele in der A-, B- und C-Jugend-Regionalliga leiten.

Bremen-Nord ist der kleinste Fußballkreis im großen Deutschen Fußball-Bund (DFB). Umso mehr, so Jörg Jablonski, freuten sich der Schiedsrichterausschuss und seine Schiedsrichter über die beachtlichen Erfolge ihrer Aushängeschilder Und die seien nicht zuletzt der 'herausragenden und beispiellosen' pädagogischen Arbeit des Lehrwartes Volker Seekamp vom TSV Lesum-Burgdamm zu verdanken.

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