Jugendfußball

JFV Weyhe-Stuhr: Lehrstunde bei den Wölfen

Der VfL Wolfsburg ist eine Nummer zu groß für die JFV-Talente. Besonders zwei Mittelfeldakteure der Gastgeber ragen heraus.
19.10.2020, 12:32
Lesedauer: 2 Min
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Von Sven Hermann
JFV Weyhe-Stuhr: Lehrstunde bei den Wölfen

Dieses Mal waren Tom Ganter (r.) und der JFV Weyhe-Stuhr chancenlos. Beim VfL Wolfsburg verloren die Nordkreis-Kicker 0:8.

Michael Braunschädel

Wolfsburg. Mit einem übermächtigen Gegner hatten es die C-Junioren-Fußballer des JFV Weyhe-Stuhr in der Regionalliga Nord zu tun. Der ohne seinen erkrankten Coach Turan Büyükata angereiste Aufsteiger erlitt im Nachholspiel beim Bundesliga-Nachwuchs des VfL Wolfsburg eine 0:8 (0:5)-Pleite. Mit einem Zähler auf der Habenseite rangiert der JFV-Nachwuchs auf Platz 15 der Tabelle.

„Die Wolfsburger waren schon eine Klasse besser als wir. Neben dem FC St. Pauli und Hannover 96 zählen sie für mich zu den Top-Teams der Regionalliga“, erkannte JFV-Teammanager Thorsten Wirth. Neben Wirth und Co-Trainer Linus Werner half zudem Jürgen Damsch aus und kümmerte sich um die Betreuung der JFV-Elf, deren Kader nach einer mehr als zweiwöchigen Zwangspause gerade einmal drei Trainingseinheiten vor der Partie absolvieren durfte.

Viel hätte nicht gefehlt und die Gäste wären sogar in Führung gegangen. Ebadulah Sahil steuerte alleine aufs Wolfsburger Tor zu, doch ein VfL-Abwehrspieler konnte den Abschluss im letzten Moment verhindern (15.). „Da war Ebadulah zu ängstlich. Er hätte konsequenter aufs Tor gehen müssen“, sagte Wirth, der eine gute Anfangsviertelstunde seiner Mannschaft sah. Jetzt drehten die Gastgeber um die überragenden Mittelfeldakteure Bennit Bröger und Elijas Aslanidis richtig auf. „Die beiden zählen in dieser Altersstufe ganz bestimmt zu den besten Spielern der Republik. Es war eine Augenweide, ihnen zuzusehen“, schwärmte Wirth.

Angreifer Oliwier Bosacki, der insgesamt dreimal traf, brachte Wolfsburg in Front (18.). Nur drei Minuten später legte Louis Jamil Grobauer nach. „Danach sind wir eingebrochen“, sagte Wirth. Bröger köpfte zum 3:0 ein (25.), Bosacki markierte seinen zweiten Treffer (29.). Noch vor dem Seitenwechsel verursachte Gabriel Koomson einen Elfmeter, den Sören Jansen verwertete (35.). „Den hätte man nicht zwingend pfeifen müssen. Sein Gegenspieler fiel schon sehr leicht. In der Halbzeit haben wir versucht, die Mannschaft wieder aufzupäppeln. Dieser hohe Rückstand war schwierig zu verarbeiten“, berichtete Wirth. In der 40. Minute machte Wolfsburgs Oliver Prokopp das halbe Dutzend voll. Ein besonders sehenswertes Tor gelang Elijas Aslanidis, der einen Alleingang von der Mittellinie aus mit einem Lupfer in den Winkel krönte (53.). Nach einer Stunde schnürte Bosacki seinen Dreierpack.

Mit dem FC St. Pauli erwartet der JFV am kommenden Spieltag den nächsten Hochkaräter der Liga. „Dann haben wir die ersten schweren Brocken hinter uns. Gegen Pauli müssen wir wesentlich aggressiver agieren und schon beim Start deren Aktionen unterbinden“, fordert Wirth.

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