Auszeichnung mit Fritz-Walter-Medaille Julian Brandt lässt in Borgfeld die Kasse klingeln

Julian Brandt aus Borgfeld gehört mittlerweile zum Profi-Kader von Bayer 04 Leverkusen und wurde kürzlich mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold als bester Nachwuchsspieler ausgezeichnet - dies freut auch seinen Heimatverein SC Borgfeld.
10.09.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von MAXIMILIAN KAMP

Er feierte sein Debüt in der Fußball-Bundesliga als 17-Jähriger und kam kurz darauf auch schon in der Champions League zum Einsatz. Ein Wechsel zu Werder Bremen kam vor drei Jahren nicht zustande – dafür sorgte Julian Brandt beim VfL Wolfsburg für Furore und gehört nun zum festen Stamm bei Bayer Leverkusen. Nun bekam er die goldene Fritz-Walter-Medaille überreicht – und davon profitierte auch sein Heimatverein SC Borgfeld.

Julian Draxler, Mario Götze und Toni Kroos sind Weltmeister. Doch bevor sie ihren Weg in der A-Nationalmannschaft gingen, wurden sie bereits als U 18-Junioren ausgezeichnet. Sie alle erhielten die Fritz-Walter-Medaille in Gold. In diesem Jahr wurde die Ehre einem gebürtigen Bremer zu Teil – vor dem Länderspiel der deutschen Mannschaft gegen Schottland nahm Julian Brandt die prestigeträchtige Auszeichnung entgegen.

Zur Freude von Brandts’ Ex-Verein, dem SC Borgfeld. Dessen Präsident Hajo Hilken war stellvertretend für den gesamten Sportclub in den Zollverein nach Essen gereist, um neben einer Urkunde auch einen Scheck über 10 000 Euro zu erhalten. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zahlt den Jugendvereinen der zum Profi gereiften Nachwuchsfußballer eine Belohnung, da die Vereine den Grundstein für deren erfolgreiche Entwicklung legen. So kam nun auch der SC Borgfeld im Fall von Julian Brandt in diesen Genuss. „Wir werden uns in Ruhe zusammensetzen und entscheiden, was wir mit dem Geld machen – voraussichtlich werden wir es wieder in die Jugendabteilungen investieren“, sagte Borgfelds Hajo Hilken.

Das Talent von Julian Brandt erkannten die Verantwortlichen beim SC Borgfeld schon in den jüngsten Juniorenklassen. Das lag auch an dem Trainerteam Jens Ahlers und Jürgen Brandt, dem Vater vom jetzigen Leverkusen-Profis. Als Julian bei den F-Junioren spielte, übernahm das Trainerduo Ahlers/Brandt die Mannschaft. Gemeinsam gingen sie zu Beginn der D-Jugend zum FC Oberneuland. „Der ganze Jahrgang war sehr stark, die haben fast alles gewonnen“, erinnert sich Hilken.

Danach führte Julian Brandts Weg über die A-Junioren des VfL Wolfsburg, wo er mit dem Team der „Wölfe“ Deutscher A-Jugend-Meister wurde, schließlich nach Leverkusen. Dort kam der 18-Jährige nun bereits in der Bundesliga und der Champions-League zum Einsatz. Den bisher größten Erfolg seiner Karriere feierte Brandt in diesem Sommer, als er an der Seite von Werder Bremens Stürmer Davie Selke die U19-Europameisterschaft gewann.

Trotz der frühen Erfolge bleibt Julian Brandt immer ein Borgfelder, sagt Hajo Hilken: „Immer wenn Julian frei hat, sieht man ihn in Borgfeld. Entweder spielt er Fußball mit seinen Kumpels oder er trainiert die Kinder der G-Junioren. Der ist überhaupt nicht abgehoben.“

Daran habe sein Vater, Ex-Trainer und Manager Jürgen Brandt großen Anteil, so Hajo Hilke. Denn Julian Brandt soll für seine beiden jüngeren Brüder ein Vorbild sein. Die spielen auch beide Fußball – beim SC Borgfeld.

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