HSG Stedingen verliert Landesliga-Kellerduell in Morsum mit 27:34 Kader schmilzt, Konto stagniert

Stedingen. Paul-Philipp Lapsien, der Trainer der HSG Stedingen, muss zurzeit richtig hart im Nehmen sein. Sein Kader schmilzt in der Handball-Landesliga allmählich dahin, dagegen will das Punktekonto partout nicht anwachsen.
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Von Olaf Kowalzik

Paul-Philipp Lapsien, der Trainer der HSG Stedingen, muss zurzeit richtig hart im Nehmen sein. Sein Kader schmilzt in der Handball-Landesliga allmählich dahin, dagegen will das Punktekonto partout nicht anwachsen. Obendrein wurde selbst sein Geldbeutel deutlich schlanker, da ihm die Rote Karte aus der Vorwoche 105 Euro Geldstrafe und zwei Spiele Sperre eingebrockt hatte.

Da passte es ins Bild, dass die „Gladiators“ nach der 27:34 (15:18)-Niederlage im Kellerduell beim TSV Morsum mit 2:16 Punkten auf den letzten Platz abgerutscht sind. Auch wenn nur deshalb, weil die jetzt pluspunktegleiche SG Bremen-Ost (26:19 gegen Spaden) ein Spiel weniger absolviert hat.

Vorwürfe machte der HSG-Coach seinem Team jedoch nicht. „In kämpferischer Hinsicht war es gut. Gemessen an dem Kader hat es auch gut gespielt“, urteilte er von der Tribüne aus. Dirigierend eingreifen durfte er angesichts seiner zweiwöchigen Bedenkpause ohnehin nicht. Dazu musste er in Kauf nehmen, dass sein Rechtsaußen Malte Rogoll krankheitsbedingt absagte, womit das Stedinger Aufgebot auf acht Spieler zusammenschmolz. „Insofern mache ich mir um meine Mannschaft auch keine Sorgen. Denn wenn wir in der Rückrunde wieder komplett sein sollten, dann werden wir auch gegen die Teams aus Habenhausen, Morsum oder auch Spaden gewinnen“, ist er felsenfest überzeugt.

Die Gäste hatten sich beim Drittletzten bis zum 14:14 von Sören Döhle gut präsentiert, danach zollte sie den vergebenen Torchancen ihren Tribut (14:17). Nichtsdestotrotz hatte Nicolas Nolte auf der Angriffsmitte über weite Strecken stark Regie geführt. Am Kreis gefiel Stephan Kurch mit sechs Toren, zwischen den Pfosten war Tobias Kranz bestens aufgelegt.

Als der gut spielende Ole Aumann in der zweiten Hälfte zeitweise mit Schulterbeschweren aus dem Spiel genommen werden musste, stand dem HSG-Betreuer Hartmut Kranz kein Ersatzspieler mehr zur Verfügung. Bis zum 19:19 konnten die Gäste das kompensieren, ab dem 20:22 von Stephan Kurch riss die Tuchfühlung dann ab.

Die Morsumer, bei denen mittlerweile der langjährige Grambker Gerd Anton als Interimstrainer auf der Bank sitzt, zogen auf 26:21 davon und machten damit alles klar. Trotz der hohen Zahl der Gegentreffer war Paul-Philipp Lapsien mit der Abwehrarbeit seiner Mannschaft nicht einmal unzufrieden. „Wir waren eher im Angriff nicht so stark und haben viele wichtige Chancen ausgelassen“, meinte er. Der Gastgeber nutzte das, um über die Außenpositionen die entscheidenden Nadelstiche zu setzen.

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