Fußball-Landesliga Bremen

Kann Grohn daheim nachlegen?

Am vorletzten Spieltag der Hinrunde in der Fußball-Landesliga Bremen haben der SV Grohn und die DJK Germania Blumenthal am Sonntagnachmittag erneut Heimrecht.
23.11.2018, 16:38
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Von Marc Gogol
Kann Grohn daheim nachlegen?

Fällt mit einem Kreuzbandriss längerfristig aus: DJK-Führungsspieler und Mannschaftsführer Ergün Talip.

Olaf Schnell

Bremen-Nord. Am vorletzten Spieltag der Hinrunde in der Fußball-Landesliga Bremen haben der SV Grohn und die DJK Germania Blumenthal am Sonntagnachmittag erneut Heimrecht. Ebenfalls am Sonntag (alle 14 Uhr) tritt der SV Lemwerder bei OT Bremen an, während der TSV Lesum-Burgdamm bereits an diesem Sonnabend bei Tura Bremen gastiert (15 Uhr).

Tura Bremen – TSV Lesum-Burgdamm: Die Niedergeschlagenheit bei den Heidbergern nach der Derby-Niederlage in Grohn (1:2) dauert an. „Viel zu hektisch“ seien seine Mannen auf dem Oeversberg vorgegangen, blickt Lesums Trainer Bayram Özkul eine Woche zurück und misst der Partie beim Tabellensechsten aus Gröpelingen keine allzu große Bedeutung bei. „Sie haben die Favoritenrolle inne“, sagt Özkul und baut eher auf Schadensbegrenzung denn auf eine Überraschung. Er möchte sich in die Winterpause retten, dort das Personal verstärken und dann im neuen Jahr mit neuem Schwung versuchen, doch noch aus dem Tabellenkeller rauszukommen.

Schon bei der nach dem Tura-Spiel folgenden Begegnung bei OT Bremen könnte es personell wieder einen Lichtblick geben, für dieses Wochenende sieht es jedoch alles andere als rosig aus. Matheus Wild und Peyman Rasmju gingen verletzt aus dem Grohn-Spiel heraus, Philip Ruholl war schon gegen die Husaren gar nicht dabei. „Ich will hoffen, dass ich elf Mann auf den Platz bekomme“, seufzt Bayram Özkul. Dennoch will sich der Lesumer Trainer für das Flutlicht-Spiel auf Kunstrasen bei den wiedererstarkten Turanern „taktisch und spielerisch was überlegen“.

Sonnabend, 15 Uhr, BSA Lissaer Straße

OT Bremen – SV Lemwerder: Lemwerders Trainer Norman Stamer nimmt vor dem Duell beim Tabellendrittletzten erstmals das Wort „Abstiegskampf“ in den Mund. Es sei für seine Mannschaft schon ein erstes „Sechs-Punkte-Spiel“, gibt der SVL-Coach angesichts der in diesem Jahr noch folgenden wichtigen Spiele gegen weitere Konkurrenten aus der unteren Tabellenhälfte zu Protokoll.

„Wir müssen uns schadlos halten und mindestens ein Unentschieden holen, um nicht ganz unten reinzurutschen. Dafür müssen wir eine kämpferisch einwandfreie Leistung zeigen“ (Stamer). Und zwar durchgehend, im Gegensatz zum 1:2 beim VfL 07 vor Wochenfrist, wo die Gäste aus der Wesermarsch den Start des Spiels verschliefen. „Wir müssen von Anfang an aggressiv und laut sein und einhundertprozentig konzentriert zur Sache gehen“, appelliert Stamer an seine Spieler.

Bei der drittschlechtesten Abwehr der Liga sollte den Lemwerderanern nun auch das Toreschießen möglich sein, woran es zuletzt etwas haperte. Nicht mithelfen können dabei im Vergleich zur Vorwoche Mirko Ohlzen und Sean Yannik Windhorst. Dafür kehren Kapitän Fabian Wilshusen, Frank Schach und Peter Jascha Begkondu in den SVL-Kader zurück.

Sonntag, 14 Uhr, BSA Schevemoor

SV Grohn – TSV Melchiorshausen: „Jeder Sieg tut erst einmal gut“, so Grohns Trainer Torben Reiß zu seinem Einstand als Interimscoach der Husaren nach dem Rücktritt von Celestin Zurek. Das 2:1 im Derby gegen den TSV Lesum-Burgdamm habe seinen Spielern auf jeden Fall Selbstbewusstsein gegeben. Diesen Schwung hofft Torben Reiß jetzt gegen den TSV Melchiorshausen, mitnehmen zu können. „Wir wollen schon aus den in diesem Jahr noch anstehenden vier Spielen ein paar Punkte holen“, so Torben Reiß, der sich allerdings auf einen Gegner einstellt, der auf Wiedergutmachung aus sein wird. Verloren die Niedersachsen doch in der Vorwoche überraschend nach eigener 2:0-Führung noch mit 2:4 bei der DJK Germania Blumenthal.

Der Grohner Trainer muss wahrscheinlich einige Umstellungen in seiner Mannschaft vornehmen, denn Michael Busche, Danny Küllmar und Cansin Cetin sind angeschlagen, und ihre Einsätze sind fraglich. Mehmet Tugay Tiras hat einen Muskelfaserriss. Somit muss und möchte wieder Dennis Magull ins Tor, der laut Trainer Torben Reiß gegen Lesum einen guten Job gemacht hat. „Er ist eine Alternative im Tor und hat auch Lust dazu“, meint Reiß. Damit kann Florian Samorski wieder im Feld auflaufen.

Sonntag, 14 Uhr, BSA Oeversberg

DJK Germania Blumenthal – SG Findorff: Geht der Höhenflug der Germanen mit sieben Punkten aus den letzten drei Spielen auch gegen den Aufsteiger weiter? Die starke Vorstellung gegen Melchiorshausen lässt darauf schließen, dass für die Nordbremer ein weiteres Erfolgserlebnis drin liegt. Dagegen steht die Nachricht, dass DJK-Führungsspieler und Mannschaftskapitän Ergün Talip mit einem Kreuzbandriss längerfristig ausfällt.

„Das müssen wir kompensieren“, sagt DJK-Trainer Aydin Pekyalcin. „Wir haben junge, ehrgeizige Spieler, die wollen“, ist Pekyalcin durchaus positiver Dinge. Zusätzlich zu Ergün Talip fallen wahrscheinlich Kerem Caliskan mit Leistenproblemen und die erkälteten Marcel Wilpert sowie Dinho Seydi aus. „Auch das müssen wir kompensieren“, so Aydin Pekyalcin. Er hat den Aufsteiger aus Findorff beim 0:0 Ende September gegen den TSV Melchiorshausen beobachtet und sehr schnelle Spieler in Reihen der SG ausgemacht.

Dennoch sollte in einem Heimspiel mindestens ein Unentschieden drin liegen. Druck hat die DJK als bestes Nordbremer Team momentan ohnehin eher wenig, trotzdem möchte Aydin Pekyalcin auch in diesem Kalenderjahr noch den einen oder anderen Punkt hamstern. „Wir wollen zunächst die Hinrunde vernünftig abschließen“, so sein Credo.

Sonntag, 14 Uhr, Burgwall

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