Trotz personeller Überzahl geht der TSV Melchiorshausen in Wulsdorf mit 0:5 unter Kein Beweis der Ligatauglichkeit

Melchiorshausen. Die Stimmung ist endgültig im Keller. Kaum ein Wort kam über die Lippen von Markus Hoßfeld. Der Trainer des Fußball-Bremen-Ligisten TSV Melchiorshausen war einfach zu konsterniert nach der 0:5 (0:2)-Pleite beim TSV Wulsdorf.
14.03.2011, 05:00
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Kein Beweis der Ligatauglichkeit
Von Malte Bürger

Melchiorshausen. Die Stimmung ist endgültig im Keller. Kaum ein Wort kam über die Lippen von Markus Hoßfeld. Der Trainer des Fußball-Bremen-Ligisten TSV Melchiorshausen war einfach zu konsterniert nach der 0:5 (0:2)-Pleite beim TSV Wulsdorf.

"Wir haben es nicht annähernd geschafft, irgendwie Druck aufzubauen. Im gesamten Spielverlauf hatten wir gerade einmal zwei Torchancen", monierte Hoßfeld. Dabei hatten die Melchiorshauser sogar eine personelle Überlegenheit auf dem Feld genossen. Wulsdorfs Björn Kohlstedt war bereits nach 29 Minuten wegen wiederholten Foulspiels mit der Gelb-Roten Karte vom Platz gestellt worden. Allerdings lagen die Gäste zu diesem Zeitpunkt bereits im Hintertreffen, da Sebastian Söhl frühzeitig eingenetzt hatte (19.).

"Es war erschreckend, dass wir auch danach nicht ins Spiel gefunden haben, ich kann mir eine solche Leistung nicht erklären", meinte Markus Hoßfeld kopfschüttelnd. Es sollte vor dem Gang in die Kabine sogar noch schlimmer kommen, 120 Sekunden vor dem Pausenpfiff ließ Chris Böscher Melchiorshausens Schlussmann Jens Ruscher keine Chance.

Auch nach dem Wechsel hatten die Platzherren das Geschehen komplett unter Kontrolle. "Wir durften ja bereits in der Vorwoche gegen Habenhausen üben, wie man in Unterzahl ein Spiel bestreitet", meinte Wulsdorfs Übungsleiter Jörg Giesemann augenzwinkernd. Auch damals hatte es früh in der ersten Hälfte einen Platzverweis gegeben, auch damals gelang sogar ein Treffer. Dass es dieses Mal jedoch gleich vier sein sollten, überraschte den Coach dann selbst. "Wir konnten dieses Spiel eigentlich gar nicht verlieren, weil Melchiorshausen überhaupt nicht stattfand. Also derart schwach habe ich sie schon lange nicht mehr gesehen."

Begünstigt durch etliche Mängel in der Defensivbewegung der Gäste war zunächst Bastian Specketer erfolgreich (61.), Marc Schmonsees (79.) und erneut Chris Böscher (88./Foulelfmeter) schraubten das Ergebnis weiter empor. "So spielt auf jeden Fall ein Absteiger", schimpfte Markus Hoßfeld abschließend, dessen Team jegliche Ligatauglichkeit vermissen ließ.

TSV Melchiorshausen: Jens Ruscher; Byrger, Heise, Röpke, Exner, Kucharski, Schmötzer, Nils Ruscher (40. El Chehab), Hoffmann, Riekers, Tettenborn.

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