TS Hoykenkamp und HSG Grüppenbühren/Bookholzberg messen Gipfeltreffen nicht allzu große Bedeutung bei Kein Entscheidungsspiel

Ganderkesee-Hoykenkamp. Nun ist es soweit, das Spitzenspiel und zugleich Derby der Handball-Landesliga Weser-Ems steht an. Liga-Primus TS Hoykenkamp empfängt seinen ärgsten Verfolger, die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg (Sonntag, 16 Uhr, Halle Heide).
04.03.2017, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Kein Entscheidungsspiel
Von Patrick Hilmes

Ganderkesee-Hoykenkamp. Nun ist es soweit, das Spitzenspiel und zugleich Derby der Handball-Landesliga Weser-Ems steht an. Liga-Primus TS Hoykenkamp empfängt seinen ärgsten Verfolger, die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg (Sonntag, 16 Uhr, Halle Heide). Beide Teams hatten vergangenes Wochenende spielfrei und somit zwei Wochen Zeit, sich von ihren jeweiligen Negativ-Erlebnissen zu erholen.

Bei den Hoykenkampern wurde es in der vergangenen Woche turbulent, Coach Frank Kessler musste trotz des sportlichen Erfolges – auch mit der B-Jugend – den Verein verlassen. Vorerst übernimmt ein Trio bestehend aus dem ehemaligen Herrentrainer Thorsten Stürenburg, Handball-Abteilungsleiter Hans-Georg Ahrens und Ex-Spieler Martin Wessels (wir berichteten). Und Letzterer versichert, dass das Thema Frank Kessler kein Thema mehr sei, dass die Mannschaft dadurch nicht aus der Spur geraten sei. „Nein, alles ist gut, wir haben die Woche über gut trainiert und das Thema ist aus den Köpfen raus“, betont Wessels. Der Fokus liegt auf dem Sportlichen. Und das bedeutet, der Fokus liegt auf der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg. „Spiele zwischen uns sind immer enge Spiele“, weiß der Derbyerfahrene. So auch das Hinspiel, das die Turnerschaft knapp mit 28:29 verlor. „Der Beste möge gewinnen, ich hoffe aber, dass wir diesmal die Besten sind.“ Damit das gelingt, müsse insbesondere verhindert werden, dass die HSG sich in einen Lauf spielen kann, denn dann sei sie kaum noch zu stoppen. Marcel Behrens, Stefan Buß und Werner Dörgeloh betitelt Wessels als besonders gefährlich und clever. Aber Hoykenkamp will sich vor allem auf seine Stärken konzentrieren. Und das sei das Tempospiel.

Auch die Bookholzberger um Coach Sven Engelmann hatten ein Negativ-Erlebnis zu verarbeiten. Nach 14 Spielen ohne Niederlage hätten sie beinahe beim Schlusslicht verloren. Am Ende retteten sie gerade noch ein Remis bei der TSG Hatten-Sandkrug II. Doch das sehen sie bei der HSG sogar positiv. „Die Spieler sagten selbst, dass sie vor zwei Jahren solch ein Spiel noch verloren hätten“, erzählt Engelmann. Während Wessels insbesondere vor drei Spielern warnt, warnt Engelmann vor jedem einzelnen Hoykenkamper Akteur. „Sie sind alle gefährlich, daher müssen wir durchgehend konzentriert bleiben.“ Für Engelmann wird entscheidend sein, wer am Sonntag den größeren Willen zeigt, spielerisch seien beide Teams auf Augenhöhe. Leichte Vorteile sieht der Bookholzberger Coach aber bei den Gastgebern, die Erfahrung und die Heimstärke würden für Hoykenkamp sprechen. „Nichtsdestotrotz fahren wir nicht dahin, um nur gut auszusehen, wir wollen gewinnen.“

Entscheidend könnte auch die Stimmung in der Halle werden. „Wir sind heiß, vor einer vollen Halle zu spielen. Die Zuschauer sind dann unser achter Mann“, betont Martin Wessels. Entscheidend für die Meisterschaft in der Landesliga sei das Derby aber nicht, das prophezeien beide Trainer. „Egal, wer gewinnt, eine Vorentscheidung wird das nicht sein, es gibt noch zu viele Möglichkeiten, auszurutschen“, sagt Sven Engelmann, „und da sind ein paar dabei, die mir noch Bauchschmerzen bereiten, wie Bissendorf, die ich überhaupt nicht kenne. Oder wir könnten auch eine Woche später gegen Schüttorf verlieren“. Für beide Trainer ist es ein reines Nachbarschaftsderby, das sicher dem Gewinner einen Vorteil verschafft, aber noch keine Entscheidung im Titelkampf herbeiführt.

Wessels und Engelmann erwarten eine enge Partie mit wenig Toren. „Es wird keine Mannschaft 30, 40 Tore werfen, dafür sind beide Abwehrreihen zu gut“, vermutet Wessels, „der Fokus wird auf der Defensive liegen. Wer in den entscheidenden Phasen ein, zwei Tore mehr verhindert, kann das Spiel schon für sich entschieden haben“.

„Es gibt noch zu viele Möglichkeiten, auszurutschen.“ Sven Engelmann
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