Oberliga-Handballer des SV Grambke-Oslebshausen wehren sich gegen SG Achim/Baden tapfer – 25:31 Kein Happy End

Die Gegenwehr war unglaublich, trotzdem reichte es bei den Oberliga-Handballern des SV Grambke-Oslebshausen nicht zum Sturz des Favoriten. Die Gelb-Blauen mussten sich dem Dritten SG Achim/Baden zuhause mit 25:31 geschlagen geben. Anschließend schoben sie die Niederlage den Unparteiischen in die Schuhe.
07.04.2014, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Olaf Kowalzik

Die Gegenwehr war unglaublich, trotzdem reichte es bei den Oberliga-Handballern des SV Grambke-Oslebshausen nicht zum Sturz des Favoriten. Die Gelb-Blauen mussten sich dem Dritten SG Achim/Baden zuhause mit 25:31 geschlagen geben. Anschließend schoben sie die Niederlage den Unparteiischen in die Schuhe.

Ach du dickes Ei! Im letzten Heimspiel vor der Osterpause gerieten die Schiedsrichter bei der 25:31 (13:13)-Heimniederlage des SV Grambke-Oslebshausen gegen die SG Achim/Baden in den Fokus der Kritik. Eine maßgebliche Beeinflussung des Spielausgangs wollten die Gelb-Blauen bei den Bremervörder Referees gesehen haben.

So verpassten die Unparteiischen in der 50. Minute dem SVGO-Torhüter André Franke eine doppelte Zeitstrafe und einer von ihnen bestand darauf , dass der Gastgeber dafür zwei Akteure gleichzeitig vom Feld nehmen sollte. Erst nach einer langen Diskussion mit der SVGO-Bank und des finalen Tipps der Zeitnehmerin Ute Kukemüller ließ er sich davon überzeugen, dass André Franke seine Strafe vier Minuten hintereinander alleine absitzen musste.

Intensive Begegnung

Es war eine von mehreren Aktionen hüben wie drüben, die insbesondere nach der Pause für Erstaunen sorgten. 7:5 Zeitstrafen nach dem Seitenwechsel gegen den SVGO sprechen außerdem für eine sehr intensiv geführte Partie auf beiden Seiten. Zugegebenermaßen war die aber auch ob der aufkommenden Emotionen nur noch schwer in den Griff zu bekommen.

Der Reihe nach: Das Hallenheft machte deutlich, mit welchem personellen Flickenteppich der SVGO gegen den Dritten angetreten war. Neun Spieler mussten aus der Aufstellung gestrichen werden, neun weitere – darunter der mittlerweile aus der Reserve festgespielte, gute Schlussmann Daniel Schimske und der reaktivierte Gaalt Henschel – blieben übrig. Obendrauf kam der aushelfende Mathias Fisahn.

„Die Achimer hatten wohl gedacht, dass sie hier ein Schaulaufen veranstalten könnten. Mit unserer Gegenwehr hatten sie ganz bestimmt nicht gerechnet“, meinte André Franke. Der Meisterschaftsaspirant setzte sich zwar vor der Pause auf 13:10 ab, jedes Mal setzte der Viertletzte jedoch nach – allen voran Nils Zittlosen als unermüdlicher Motor des Teams. Immer wurde der Linkshänder in gute Wurfposition gebracht oder tankte sich selbst durch.

Mit 8/2 Treffern bewies er schon vor dem Wechsel seine Ausnahmestellung im Team, zumal er bis dahin kaum Fehlwürfe verbuchte. Kurz vor der Pause nutzte der Viertletzte beim 11:13 eine Zeitstrafe von Achims Erik Gülzow, um zum 13:13-Halbzeitstand auszugleichen. Erst traf Zittlosen zum 12:13-Anschluss, dann schepperte sein nächster Wurf an das Torgestänge. Der gut aufspielende Torben Pilger schnappte sich den Abpraller und traf neun Sekunden vor dem Pausenpfiff ins Netz – das Publikum tobte. Nach dem Wechsel gelang Zittlosen mit dem 14:13 sein letztes Feldtor – er wurde anschließend von Florian Block-Osmers offensiver und vor allem besser gedeckt. Beim 17:18 fiel die Entscheidung. Der SVGO traf sechs Minuten nicht ins Schwarze und fiel auf 17:23 zurück (46.). Diesen Rückstand machte er nicht mehr wett. „Da hatten die Schiris wohl gedacht, dass hier etwas verkehrt läuft, weil Achim doch in der Tabelle oben und wir nur unten stehen“, witterte Nils Zittlosen eine Verschwörung.

Er selbst wurde beim 20:24 völlig frei durchstartend von Max Wiedenmann umgerissen. Trotzdem passte er im Fallen weiter zum ebenfalls völlig frei stehenden und zum Sprungwurf ansetzenden Nils Husen – in diese Aktion pfiffen die Unparteiischen hinein. Es war das fehlende Fingerspitzengefühl, dass die Gelb-Blauen monierten. Wiedenmann konnte sich mit der Zeitstrafe noch glücklich schätzen, zum Entsetzen aller ging es nur mit einem Freiwurf weiter. Das Pfeifkonzert in der Halle setzte ein. Natürlich waren auch die Gelb-Blauen keine Kinder von Traurigkeit. André Franke zum Beispiel schubste nach einer Parade den Schützen Florian Block-Osmers völlig übermotiviert zur Seite und kassierte daher zu recht die Zeitstrafe. Danach meckerte er „Flo“ Block-Osmers an und durfte sich auf eine noch längere Zeitstrafe mit dem eingangs erwähnten Diskussionspotenzial einrichten. Entschieden war dann alles, als Zittlosen acht Minuten vor Schluss die dritte Zeitstrafe und damit ausfiel.

Trotzdem hielt der SVGO gegen den Tabellendritten bis zum 23:27 von Marc Krüger mit. „Das war einfach alles unfair, wie wir behandelt wurden“, maulte Gerd Anton. Trotzdem war sich sein Kreisläufer Bengt Kohrt am Ende sicher, „dass wir eine Chance haben, die nötigen Punkte zu holen, wenn wir nur so weiter spielen.“

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