HSG Stedingen gewinnt Landesliga-Kellerduell bei der SG Bremen-Ost mit 24:20 Kein Schönheitspreis, aber zwei Punkte

Stedingen. Die Ansage von Paul-Philipp Lapsien war unmissverständlich.
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Von Olaf Kowalzik

. Die Ansage von Paul-Philipp Lapsien war unmissverständlich. Sechsmal hatten seine Landesliga-Handballer von der HSG Stedingen weitestgehend gut gespielt, aber keinen einzigen Punkt geholt. „Also spielt lieber schlecht und gewinnt“, bläute er seinem Team vor dem Gastspiel bei der SG Bremen-Ost ein. Gesagt, getan. Der Klub aus der Wesermarsch spielte beim Aufsteiger so schlecht wie in dieser Saison noch nie, aber er fuhr im Kellerduell einen immens wichtigen 24:20 (8:9)-Arbeitssieg ein.

Unter die Erleichterung mischten sich beim Tabellenvorletzten aber auch einige kräftige Misstöne ein, denn die personelle Lage der „Gladiators“ entwickelt sich immer prekärer. In Bremen-Ost erwischte es mit Ole Aumann und Nicolas Nolte prompt die nächsten beiden Spieler, die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit länger ins Lazarett verabschiedeten. Bei Ole Aumann wurde nach einer Aktion die Schulter so kräftig in Mitleidenschaft gezogen, dass er nicht mehr weiterspielen konnte. „Nico“ Nolte war wiederum umgeknickt. Bei ihm wird ein Bänderriss im Fuß befürchtet. „Wenn diese beiden auch noch länger ausfallen sollten, dann müssen wir uns akut etwas überlegen“, befindet sich Paul-Philipp Lapsien bereits in personeller Alarmstimmung.

Kämpferisch verdiente sich seine Mannschaft auf dem Feld trotz aller Widrigkeiten die Bestnote eins, spielerisch nur eine vier bis fünf. Letzteres konnte den Trainer der HSG Stedingen jedoch nach diesem Resultat nur wenig jucken, zumal der Sieg ja auch die alleinige Vorgabe war. Und im Abstiegskampf werden nun einmal keine Schönheitspreise vergeben.

Beide Mannschaften waren nervös ins Kellerduell gegangen und hatten sich eine äußerst zerfahrene Partie geliefert. Dabei setzte vor dem Seitenwechsel vor allem der Ostbremer Torwart-Routinier Jörn Anders die Glanzpunkte, was dem Gastgeber einen 9:8-Pausenvorsprung bescherte. Nach dem Seitenwechsel schlug die große Stunde des Stedinger Schlussmanns Tobias Kranz, der dem Spiel nun seinerseits mit etlichen Paraden den Stempel aufdrückte.

Im Feld glänzte wiederum Marius Kock mit einer fast tadellosen Torausbeute, der aushelfende Patrick Tytus gefiel dazu mit schönen Pässen an den Kreis, die Hendrik Hagestedt und Stephan Kurch entweder zu Toren nutzten oder mit ihren Aktionen Siebenmeter herausholten.

Die Entscheidung fiel in den letzten sechs Spielminuten. Paul-Philipp Lapsien griff beim 18:19-Rückstand zur Auszeit und ordnete sein Team neu, danach setzten sich die Stedinger durch die Siebenmetertore von Marius Kock (2/2), einen Kreistreffer von „Hacki“ Hagestedt, zwei Treffer von Sören Döhle und das Tor von Rechtsaußen Malte Rogoll auf 24:19 ab.

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