Handball-Verbandsliga Nordsee: Absteiger FTSV Jahn Brinkum kassiert gegen TuRa Marienhafe ein 23:28 Keine Punkte im finalen Heimspiel

Brinkum. Es hat nicht sollen sein: Der FTSV Jahn Brinkum hat sein finales Heimspiel dieser Verbandsliga-Saison mit 23:28 (12:14) gegen TuRa Marienhafe verloren. Der Abstieg in die Landesliga stand zwar schon vorher fest, aber Trainer Sven Engelmann hätte sich vom eigenen Publikum nur zu gerne mit einem Erfolgserlebnis in die lange spielfreie Zeit verabschiedet.
25.04.2016, 00:00
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Keine Punkte im finalen Heimspiel
Von Jens Hoffmann

Es hat nicht sollen sein: Der FTSV Jahn Brinkum hat sein finales Heimspiel dieser Verbandsliga-Saison mit 23:28 (12:14) gegen TuRa Marienhafe verloren. Der Abstieg in die Landesliga stand zwar schon vorher fest, aber Trainer Sven Engelmann hätte sich vom eigenen Publikum nur zu gerne mit einem Erfolgserlebnis in die lange spielfreie Zeit verabschiedet.

Allerdings taten die Gastgeber zu Beginn einfach auch zu wenig, um den Tabellensechsten nachhaltig zu überraschen. Sven Engelmann war gar nicht zufrieden. „Man hatte das Gefühl, als wenn alle Schlaftabletten genommen hätten“, rügte er seine Spieler. Ausnahme: Torwart Aschkan Sadeghi. Er parierte in 60 Minuten 22 Bälle und darüber hinaus noch einen Siebenmeter – ein sehr guter Wert. Doch nach vorne ging zu wenig. Marienhafe nutzte die Passivität des FTSV aus, führte zwar nie wirklich deutlich, aber eben kontinuierlich. Nach sechs Minuten mit 4:2, dann mit 10:7 (20.), 13:10 (26.) und 14:12 zur Pause.

Sven Engelmann hatte Redebedarf. Er blieb aber nach eigener Aussage ruhig. „Die Halbzeitansprache verlief ganz normal“, versicherte er hinterher. Trotzdem wusste er genau, wo er den Hebel anzusetzen hatte. „Ich habe die Laufbereitschaft kritisiert, das war vorne und hinten zu wenig“, so der Jahn-Coach, der eine gewisse Unkonzentriertheit sogar ein Stück weit nachvollziehen konnte. „In der Halle war es ungewöhnlich warm, sehr stickig“, berichtete er. Aber eine Ausrede könne dieser Umstand trotzdem nicht sein: „Marienhafe hatte schließlich die gleichen Bedingungen.“ Und die Gäste kamen eindeutig besser damit zurecht.

(Zu) schneller Rückschlag

Auch im Anschluss. Die Brinkumer hatten sich für die zweiten 30 Minuten eine Menge vorgenommen, erlitten aber sogleich den nächsten Rückschlag. Trotz Ballbesitz kassierten sie via Tempogegenstoß das 12:15. Aber, und das war das Gute an diesem Nachmittag, dieser Nackenschlag wirkte nur sehr kurzfristig. Die Hausherren steigerten sich jetzt, Marienhafe bekam Probleme. In der 46. Minute glich Brinkum zum 20:20 aus, ging danach durch Christoph Schneider – mit acht Treffern wieder einmal erfolgreichster Schütze des FTSV – sogar in Führung. „Ich dachte wirklich, jetzt haben wir es begriffen“, gestand Engelmann später. Doch diese Hoffnung erwies sich als Trugschluss. Nicht die Gastgeber, sondern die Gäste agierten fortan konstruktiver, weniger fehlerhaft.

Der Knackpunkt war wohl das 22:23 aus FTSV-Sicht, das nach einer wahren Kette von leichten Patzern zustande kam. Auf ähnliche Weise folgten das nächste und das übernächste Tor der Gäste. Plötzlich stand es 22:25, die Partie war quasi gelaufen. Zwar verkürzten die Hausherren noch einmal, aber auch dieser Treffer erwies sich als Strohfeuer. Die letzten drei Tore dieser Partie fielen allesamt auf der Gegenseite – Endstand: 23:28. Überragender Mann in der Schlussphase war Marienhafes Keno Lücken, der von den Brinkumern einfach nicht zu stoppen war.

Jetzt hat der FTSV noch eine Gelegenheit zu punkten: am kommenden Sonnabend beim Liga-Fünften TuS Haren. Es ist das finale Saisonspiel. Logisch, dass die Planungen für die nächste Landesliga-Spielzeit bereits in vollem Gange sind. Sven Engelmann tendiert dazu zu bleiben, das bestätigte er gegenüber unserer Zeitung. Neuzugänge sollen auch kommen. Am morgigen Dienstag stellt sich ein Linkshänder im Training vor, „ein ganz junger Bengel“, wie Engelmann verriet, ohne einen Namen zu nennen. Donnerstag würden zwei weitere Kandidaten getestet. Zudem hofft Engelmann weiterhin, dass der aktuelle Stand-By-Akteur Robert Gums wieder fest in den Kader rückt. Es gibt also noch einige personelle Fragezeichen. Fest steht für das Schlusslicht aktuell nur eines: der Abstieg.

FTSV Jahn Brinkum: Sadeghi – Schierenbeck (4), Troycke, Schneider (8/5), Brüggemann (1), Gums, Schröder (2), Albers (1), Beckmann (3), Burgdorf (2), Stapper (2).

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