Handball-Landesliga Kempa-Trick in der letzten Sekunde

Die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg gestaltet die Partie gegen den Spitzenreiter MTV Aurich ausgeglichen, steht aber trotzdem mit leeren Händen da. Dadurch verschärft sich die Situation im Tabellenkeller.
18.02.2019, 12:54
Lesedauer: 2 Min
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Von Rolf Behrens

Bookholzberg. Der Favorit aus Aurich ist in der Bookholzberger Sporthalle zwar gewaltig ins Wanken geraten, umgefallen ist er aber nicht. Ein Treffer in allerletzter Sekunde bescherte dem MTV Aurich einen 29:28 (13:14)-Erfolg über die Handball-Landesligamannschaft der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg. Damit hat sich deren Situation im Tabellenkeller nach den Siegen von TuRa Marienhafe und HSG Nordhorn weiter verschlechtert.

Für die Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg stehen damit einige Fragezeichen im Raum: In welcher Liga spielt die Mannschaft in der kommenden Saison? Und wer ist dann Trainer dieses Teams? Den jetzigen Coach Andreas Müller zieht es nämlich zum Verbandsligisten TV Neerstedt. Nachdem Müller wusste, dass sein Verein in der kommenden Saison ohne ihn plant, war er für Offerten anderer Vereine offen. „Mit dem TV Neerstedt gingen die Gespräche ganz schnell über die Bühne. Für mich ist es eine neue Herausforderung, die ich sehr gerne annehme“, sagte Müller.

Im Spiel gegen den Tabellenführer zeigten die Gastgeber, wieviel Herzblut in ihnen steckt und wie gut die junge Truppe auf den Gast eingestellt war. Am Ende war es eine äußerst unglückliche Niederlage. Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen – da waren sich Müller und sein Gegenüber Patrick Tulikowski einig.

Die Hausherren meisterten die schwere Aufgabe gegen den Aufstiegsfavoriten bis auf einige kleine Fehler gut. Aurich ist ein klein gewachsenes Team, das von der ersten bis zur letzten Minute viel Druck auf die Abwehr ausübt. Nach der Anfangsphase, in der die Gäste schnell das Kommando übernahmen und sich beim 6:3 und 8:5 einen Drei-Tore-Vorsprung herausspielten, kam auch das Müller-Team immer besser in die Partie. „Wir mussten uns erst einmal finden“, meinte Müller. Doch dann wuchs die Abwehr zusammen und der Angriff kreierte immer bessere Lösungen. Nach 15 Minuten glich Jan Hansel zum 8:8 aus. Jan-Niklas Ordemann traf kurz darauf beim 11:10 zur ersten Führung. Auch in der Zeit danach, als die HSG durch aufeinanderfolgende Zeitstrafen in Unterzahl agierte, hielt sie dem Druck des Spitzenreiters stand. Durch Marvin Auffahrt gingen die Hausherren sogar mit 14:12 in Front.

Der zweite Durchgang war mit wechselnden Führungen völlig ausgeglichen. In der 40. Minute traf Carsten Jüchter zum 20:18. Nach dem 21:20 durch Jona Schultz drehte Aurich das Spiel und netzte in der 49. Minute zum 24:22 ein. Doch die Gastgeber zeigten große Moral und die jungen Wilden ließen die Hoffnungen auf eine Überraschung wachsen. Nach Treffern von Jüchter sowie Ordemann brachte Auffarth sein Team in der 55. Minute wieder mit 26:25 in Front. Danach war es Hansel, der die Treffer zum 27:26 beziehungsweise 28:28 erzielte. 13 Sekunden vor dem Ende nahm Gäste-Coach Tulikowski dann die Auszeit. Mit Erfolg, denn mit einem Kempa-Trick siegte der MTV quasi mit dem Schlusspfiff.

Die Lage für die HSG wird ernster. Sie steht nun auf dem viertletzten Rang punktgleich mit dem Drittletzten. Wie viele Mannschaften absteigen, steht noch nicht fest. Das hängt von den Ergebnissen der höheren Ligen ab.

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