In fünf Heimspielen erst zwei Tore kassiert / Erfolgsserie des TSV Ottersberg auf dem Prüfstand Kickers Emden zu Hause eine Macht

Ottersberg. Der TSV Ottersberg belegt momentan 'nur' den zehnten Tabellenplatz in der Fußball-Oberliga, in einer anderen Hinsicht ist er im Oberhaus des Landesverbandes Niedersachsen jedoch spitze. Der Vorjahresaufsteiger kann die aktuell längste Erfolgsserie vorweisen. Zwar sind auch der BV Cloppenburg und SV Meppen neun Spieltage nacheinander ungeschlagen geblieben, doch der Spitzenreiter und der Tabellenfünfte mussten in diesem Monat erstmals wieder Niederlagen hinnehmen.
29.10.2010, 05:00
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Von Ehrhard Müller

Ottersberg. Der TSV Ottersberg belegt momentan 'nur' den zehnten Tabellenplatz in der Fußball-Oberliga, in einer anderen Hinsicht ist er im Oberhaus des Landesverbandes Niedersachsen jedoch spitze. Der Vorjahresaufsteiger kann die aktuell längste Erfolgsserie vorweisen. Zwar sind auch der BV Cloppenburg und SV Meppen neun Spieltage nacheinander ungeschlagen geblieben, doch der Spitzenreiter und der Tabellenfünfte mussten in diesem Monat erstmals wieder Niederlagen hinnehmen.

Was die Ottersberger Serie wirklich wert ist, wird sich am Sonntag zwischen 15 Uhr und 16.45 Uhr herausstellen. Trainer Axel Sammreys Schützlinge (zuletzt drei Siege am Stück) müssen im Embdena-Stadion am Sielweg gegen den Tabellenzweiten Kickers Emden antreten - die Ostfriesen holten aus ihren bisherigen Heimspielen gegen SV Drochtersen/Assel (1:0), Eintracht Nordhorn (1:0), Teutonia Uelzen (4:2), den nächsten Ottersberger Heimspielgegner TuS Heeslingen (2:0) und Güldenstern Stade (2:0) alle 15 Punkte und fingen sich lediglich zwei Gegentore ein. 'Eine imponierende Bilanz', stellt Sammrey fest, 'uns erwartet eine gewaltige Aufgabe.' Im Pokalspiel gegen den BV Cloppenburg (2:1) konnte sich der Ottersberger Coach schon selbst davon überzeugen, dass die Emder Abwehr 'wie eine Eins' steht. Vor der Vierer-Abwehrkette bietet Kickers-Trainer Uwe Groothuis in der Regel eine Doppelsechs (Thilko Boekhoff und Gerrit Thomes) auf. Trotzdem verbreitet Sammrey Zuversicht. 'Wir wollen unsere

Serie halten.'

Wieder ohne Lars Behrens

Immerhin hat seine Mannschaft erst vor rund zwei Wochen dem SV Eintracht Nordhorn die erste Heimniederlage beigebracht. Vor allem aber tun sich die Ottersberger Gegner mit dem 4-1-4-1-System des TSV schwer. 'Jeder Trainer, der gegen uns verloren hat, sagt, dass er das schwächste Saisonspiel seiner Mannschaft gesehen hätte', bemerkt Sammrey. Ferner wundert sich der Ottersberger Trainer über die Mauertaktik, die seiner Elf seit Wochen nachgesagt wird. 'Völliger Quatsch', widerspricht Sammrey, 'wir spielen immer nach vorne, und das werden wir auch in Emden tun.' In sieben seiner neun ungeschlagenen Meisterschaftsspiele trat der TSV Ottersberg im 4-1-4-1 an, lediglich in den Heimspielen gegen Hansa Lüneburg (0:0) und Eintracht Northeim (3:1) entschied sich Sammrey für ein 4-4-2 mit einer Raute im Mittelfeld.

In den beiden vergangenen Wochen gelang es dem TSV Ottersberg auch, den Ausfall des langjährigen, zwischenzeitlich auch im Mittelfeld aufgebotenen Torjägers Lars Behrens zu kompensieren. Das ist vor allem das Verdienst von Iman Bi-Ria, der zu den Siegen gegen Northeim und Langenhagen drei Tore beisteuern konnte. Kapitän Behrens muss auch an diesem Sonntag wegen einer Wadenverletzung aussetzen - und der zu Saisonbeginn aus der Bezirksoberliga gekommene Stürmer Bi-Ria ist nun gesetzt. Nach anfänglichen Anpassungsschwierigkeiten hat Bi-Ria sich in der Oberliga akklimatisiert.

Der auf der rechten Seite wirkende Mittelfeldspieler Stefan Denker dagegen hat sich seinen Stammplatz durch einer überzeugende Leistung beim jüngsten 2:0 gegen Langenhagen zurückerobert. Bis zum vierten Spieltag war der Youngster stets erste Wahl gewesen, seitdem schaffte er es in acht Begegnungen nur noch zweimal in die Startelf. Neuerdings kann sich der vorübergehend beruflich stark angespannte Denker wieder regelmäßig am Mannschaftstraining beteiligen. Im linken Mittelfeld jedoch drohen dem TSV Ottersberg erhebliche Probleme. Behrens fällt definitiv aus, hinter Patrick Peter liegt eine mehrwöchige Verletzungspause, Moritz Becker bestreitet seit fast zwei Wochen nur Lauftraining, und Hayatin Sicak zeigete sich bei seinem letzten Einsatz in Nordhorn (nach 25 Minuten ausgewechselt) indisponiert. Malik Gueye würde auf dieser Position nur eine 'Notlösung' (Sammrey) darstellen.

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