Fußball-Kreisliga Klarer Sieg gegen Hürriyets Lazarett

Der TSV Ganderkesee holt innerhalb von vier Tagen sechs Punkte und arbeitet sich in der Kreisligatabelle nach vorn. Rot Weiß Hürriyet Delmenhorst war am Immerweg chancenlos.
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Ralf Kilian

Ganderkesee. Die 0:8-Klatsche gegen die Reserve des SV Atlas Delmenhorst vor zehn Tagen hat beim TSV Ganderkesee eine Trendwende eingeleitet. Nach dem 3:2-Kampfsieg am Sonnabend gegen den TV Jahn gewann der amtierende Kreispokalsieger am Dienstag im Nachholspiel gegen Rot-Weiß Hürriyet relativ unangefochten mit 5:0 (2:0). Zwei Siege innerhalb von vier Tagen gegen zwei Top-Sechs-Teams können sich sehen lassen, zum Abschluss der Hinrunde winkt am Freitag beim TuS Hasbergen eine weitere Verbesserung in der Tabelle für den Kreisliga-Siebten.

Die Vorzeichen waren allerdings schon vor dem Anpfiff ziemlich eindeutig. „Mir sind heute sieben Spieler ausgefallen, dazu beide Torhüter. Wir waren ziemlich dezimiert“, erklärte Murat Turan. Der RWH-Trainer reagierte darauf mit der Selbst-Nominierung für die Startelf, musste sich aber schon nach fünf Minuten mit einem Muskelfaserriss in der Wade wieder selbst auswechseln. Insbesondere in der Defensive fehlten wichtige Akteure, zumal Innenverteidiger Ibrahim Ekici das Tor hüten musste. Nach vorne ging zumindest in den ersten 45 Minuten noch etwas, anschließend fehlte einfach die Kraft. Zumal Ganderkesee sich um ein gepflegtes Spiel bemühte und die immer müder werdenden Gäste laufen ließ.

Beim Durchlesen der Aufstellungen hatten einige Ganderkeseer sich wohl schon zu sicher gefühlt. Entsprechend pomadig traten sie zunächst auf. Dennoch schien das frühe Führungstor (8.) von Fabian Mucker – freistehend am zweiten Pfosten per Außenrist erzielt – einen klaren Erfolg einzuläuten. „Wenn der Gegner versucht, es uns leicht zu machen, nehmen wir es nicht an“, beschrieb TSV-Trainer Stephan Schüttel später die Unkonzentriertheiten seiner Mannschaft. Darunter waren einige bedenkliche Querpässe, die Hürriyet zu Kontern einluden. Zweimal rannte Torjäger Berat Uyar völlig frei auf Ganderkesees Keeper zu. Einmal parierte Marvin Ksiezyk glänzend mit dem Fuß (23.). Als Uyar schon vorbei war traf er aus spitzem Winkel nur den Außenpfosten (26.). Auch Ali Nazemi hätte ausgleichen können (34.). Statt 1:1 ging man jedoch mit 2:0 in die Pause, weil Lars Goretzki querlegte und Benny Latwesen Ekici mit einem Schuss ins kurze Eck überraschte (40.).

Den Knackpunkt erlebte die Partie in Minute 52. Hürriyets Akin Bedir hatte in seinem ersten Spiel für den Kreisligisten den Anschluss auf dem Fuß, vertändelte aber die Kugel und der TSV konterte. Bjarne Walkenhorst war nur durch ein Foul von Ramzan Gür zu stoppen. Linksverteidiger Jordan Porath durfte ausführen und rechtfertigte diese Wahl mit einem knallharten Elfer unter die Latte zum 3:0 (53.). Zudem bewarb sich Ganderkesee noch für den Fairnesspreis. Schiedsrichter Carsten Krudop hatte auf indirekten Freistoß fünf Meter vorm Tor für den TSV entschieden, Latwesen korrigierte ihn zu Hürriyets Gunsten (55.). Tor Nummer vier fiel trotzdem bald, nach Flanke von Walkenhorst hatte Marco D`Elia am zweiten Pfosten keine Mühe - 4:0 (58.).

Auffallend beim TSV war wieder einmal die Laufbereitschaft von Ganderkesees Mittelfeldrenner Lukas Löffler. „Er hat Samstag 90 Minuten gespielt, war dann mit auf dem Freimarkt und ist am Sonntag einen Halbmarathon gelaufen. Und heute wieder 90 Minuten rauf und runter“, sprach Schüttel voller Respekt von seinem Schützling. Generell fiel positiv auf, dass die Gastgeber immer wieder spielerische Lösungen suchten. „Die Mannschaft ist insgesamt noch sehr jung, deshalb sind wir immer noch in der Findungsphase. Aber die Jungs probieren es immer wieder“, freute sich Schüttel über die Entwicklung. Sein Kollege Turan musste derweil einige Akteure lautstark zur Ordnung rufen, weil sie sich gegenseitig zerfleischten. Insgesamt blieb es aber fair, obwohl auch Treffer Nummer fünf einem Strafstoß entsprang. Erneut war Gür der Übeltäter beziehungsweise das letzte Glied einer Fehlerkette. Ninib Hanno war gerade für Ganderkesee eingewechselt worden, spielte drei Mann aus und wurde dann von Gür festgehalten. Hanno führte selbst aus und vollstreckte den Elfer zum 5:0 (83.). „Verdienter Sieg für Ganderkesee, schnell abhaken“, sagte Turan.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+