Beim Handball-Kreisligisten HSG Cluvenhagen/Langwedel übernimmt der Spieler Timo Lütje jetzt das Traineramt Klassenerhalt als Ziel realistisch

Langwedel. Bei der HSG Cluvenhagen/Langwedel blickt man auf turbulente Monate zurück. Da man sich mit der vom Vorstand vorgeschlagenen Trainingszeit partout nicht anfreunden konnte, hatte bekanntlich die komplette erste Handball-Herrenmannschaft vor Saisonbeginn ihren Rücktritt erklärt. Die zuvor in der 2. Kreisklasse spielende dritte Vertretung übersprang so quasi über Nacht zwei Ligen und spielt nun in der Kreisliga Verden/Diepholz. Mit Timo Lütje kann die vereinsintern beförderte Truppe seit vergangener Woche endlich auch einen Trainer vorweisen.
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Von Jürgen Prütt

Langwedel. Bei der HSG Cluvenhagen/Langwedel blickt man auf turbulente Monate zurück. Da man sich mit der vom Vorstand vorgeschlagenen Trainingszeit partout nicht anfreunden konnte, hatte bekanntlich die komplette erste Handball-Herrenmannschaft vor Saisonbeginn ihren Rücktritt erklärt. Die zuvor in der 2. Kreisklasse spielende dritte Vertretung übersprang so quasi über Nacht zwei Ligen und spielt nun in der Kreisliga Verden/Diepholz. Mit Timo Lütje kann die vereinsintern beförderte Truppe seit vergangener Woche endlich auch einen Trainer vorweisen.

Der zuvor in der zweiten Mannschaft spielende langjährige Damen-Trainer der HSG ("Wenn ich helfen kann, bin ich der letzte, der sich verweigert!"), wollte die neue Kreisliga-Mannschaft eigentlich nur als Spieler unterstützen. Zu ihren ersten beiden Siegen in der höheren Liga kamen die mit 4:8 Punkten in die Serie gestarteten Handballer aus dem Flecken Langwedel aber ausgerechnet dann, als Lütje sich auf das Coaching seiner neuen Mitspieler beschränkte.

"Ohne Trainer funktioniert Handball in dieser Liga nicht mehr", so die Erkenntnis des 37-jährigen C-Lizenzinhabers. Ab sofort zeichnet Timo Lütje, der bei der HSG Cluvenhagen/Langwedel auch die zweite Frauenmannschaft (1. Kreisklasse) trainiert, somit für zwei Teams verantwortlich.

Der Neutralität verpflichtet

"Mit den Herren kann das Ziel natürlich nur Klassenerhalt heißen", gibt Timo Lütje zu. Er hat damit für sich und seine Spieler ein realistisches Saisonziel gestecktt.

"Den Querelen um die ehemalige 1. Herrenmannschaft stehe ich neutral gegenüber", versichert Lütje. Langjährige Stammkräfte wie Thomas Ellendt (SG Achim/Baden III), Carsten Trelle (TSV Intschede) und Oliver Seilz (TSV Daverden) haben ihrem Heimatklub ohnehin inzwischen den Rücken gekehrt.

In seiner neuen Mannschaft um Mittelmann Sven Warnke sieht Timo Lütje durchaus die notwendigen Voraussetzungen gegeben, um in der Kreisliga Verden/Diepholz die erforderlichen zwei Teams hinter sich zulassen. Große Stücke hält der Trainer zudem von seinem im Rückraum spielenden Neuzugang Thorsten Ornik.

"Toto hat noch viel Luft nach oben und bisher höchstens 50 Prozent von seinem Potenzial ausgeschöpft", so das Urteil vom neuen Coach der HSG. Der noch für die Jugend spielberechtigte Ornik hatte seinen Pass zuletzt beim TV Oyten, wo er aber nicht richtig Fuß fassen konnte. Zuvor war der Youngster in der Jugend bei der HSG Verden-Aller aktiv.

Die Zeit nach dem jüngsten zweiten Saisonsieg gegen den TuS Sulingen II (24:23) und der nächsten Aufgabe bei der TSG Seckenhausen/Fahrenhorst am 13. November will Timo Lütje ("Es gibt noch viel zu tun, da kommt die Pause jetzt zum richtigen Zeitpunkt") intensiv nutzen.

Den Spielertrainer Timo Lütje soll es in Zukunft nur noch in Ausnahmefällen geben. "Ich werde mich aufs Coachen konzentrieren und nur noch im Notfall selber mitwirken."

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