Korbball-Niedersachsenliga Klassenerhalt kaum noch möglich

Während der Spitzenreiter TSV Heiligenrode II gegen den FC Gessel-Leerßen die zweite Niederlage in dieser Saison kassierte, steht für den SV Heiligenfelde II nach zwei Pleiten der Abstieg so gut wie fest.
04.02.2019, 17:44
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Klassenerhalt kaum noch möglich
Von Nastassja Nadolska

Stuhr. Der SV Heiligenfelde II muss sich wohl zum Ende der Saison aus der Korbball-Niedersachsenliga verabschieden. Am vergangenen Spieltag setzte es für die Mannschaft um das Trainerduo Jörg und Frauke Spalkhaver zwei Niederlagen. Sieben Zähler fehlen den Korbballerinnen bei noch vier ausstehenden Partien zum vorletzten Rang. Im Topspiel musste der Spitzenreiter TSV Heiligenrode II erneut eine Niederlage gegen den Verfolger FC Gessel-Leerßen einstecken. Der TV Stuhr, FTSV Jahn Brinkum und der SV Heiligenfelde holten jeweils zwei Punkte.

SV Brake – SV Heiligenfelde II 27:16 (14:6). „Gedanklich lagen wir in der ersten Halbzeit wohl noch im Bett“, ärgerte sich das Trainerteam Jörg und Frauke Spalkhaver nach der Partie. Bei den Heiligenfelderinnen war der Wurm drin. „Brake nutzte unsere Unachtsamkeit gnadenlos aus. Das Spiel war quasi schon in der ersten Hälfte entschieden“, bedauerte das Gespann. Im zweiten Durchgang lief es zwar etwas besser, „aber ein gutes Spiel war es von uns auch hier nicht".

TSV Emtinghausen – TV Stuhr 7:4 (4:3). Zu Beginn der Partie ging Emtinghausen durch einen Heber aus der Ecke in Führung. Diese baute der TSV bis zur 14. Minute auf 4:1 aus. Der TV Stuhr kämpfte sich bis zur Pause aber noch auf 3:4 heran. Nach dem Seitenwechsel setzte sich Emtinghausen jedoch wieder ab und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.

FTSV Jahn Brinkum – SV Heiligenfelde II 17:9 (8:3). Über die erste Halbzeit wollte Jörg Spalkhaver gar nicht erst reden: „Ich fange lieber mit der zweiten Halbzeit an“, sagte er und bezog sich dabei auf die deutliche Überlegenheit der Brinkumerinnen in der ersten Hälfte. Wieder wurde der SVH II erst nach Wiederanpfiff stärker, doch gegen die konsequente Deckung und die starke Leistung der Brinkumer Korbfrau gab es am Ende kein Durchkommen für die Heiligenfelderinnen. „Ein Abstieg ist nun nicht mehr zu vermeiden, aber wir werden diese Saison noch sauber zu Ende spielen“, versprachen die Spalkhavers.

SV Heiligenfelde – TSV Emtinghausen 8:7 (6:3). Nach einem ausgeglichenen Start setzten sich die Heiligenfelderinnen zum Ende der ersten Halbzeit mit drei Körben ab. „Nach der Pause starteten wir etwas unkonzentriert und hatten obendrein noch Probleme im Korbabschluss“, berichtete Kim Brackmann, Spielerin des SVH. Emtinghausen kämpfte sich bis auf ein 6:6 heran. Erst in der 36. Minute ging der SVH erneut in Führung und gab diese bis zum Ende des Spiels nicht wieder her.

SV Brake II – FTSV Jahn Brinkum 21:8 (13:3). Die Überlegenheit und Dominanz des ersten Spiels war bei den Brinkumerinnen gegen die Zweitvertretung des SV Brake verflogen. „Wir haben unsere vielen Chancen einfach nicht genutzt und waren in vielen Teilen des Spiels einfach zu harmlos“, lautete das deutliche Fazit von FTSV-Spielerin Alina Brummerhoop.

Ovelgönner TV – TSV Heiligenrode II 7:16 (6:5). Etwas holprig startete der Spitzenreiter in die Partie. „In der dritten Minute lagen wir bereits mit 0:2 zurück“, berichtete TSV-Spielerin Imke Meyer. Im weiteren Verlauf wurde es etwas ausgeglichener, dennoch ging der TSV mit einem 5:6-Rückstand in die Pause. Im zweiten Abschnitt wurde der Spitzenreiter von Minute zu Minute stärker. „Unsere Deckungsarbeit war viel besser, außerdem haben wir den Korb endlich getroffen“, freute sich Meyer, deren Team deutlich mit 16:7 gewann.

SV Heiligenfelde – FC Gessel-Leerßen 3:6 (1:1). Die erste Halbzeit war geprägt von einer starken Abwehrleistung auf beiden Seiten. Es gab dementsprechend kaum Möglichkeiten vor dem Kreis, sodass beide Mannschaften mit einem 1:1-Unentschieden in die Pause gingen. Danach starteten die Heiligenfelderinnen mit einem direkten Korberfolg. Der FCGL ließ sich jedoch nicht beirren und glich im nächsten Angriff wieder aus. „Nach einem heftigen Foul gegen unsere Korbfrau Vanessa Boschen musste diese verletzungsbedingt ausgewechselt werden“, schilderte Kim Brackmann eine entscheidende Szene. Gessel-Leerßen nutzte die Schwächung und erspielte sich bis zur 27. Minute eine 4:2-Führung. Der Anschlusstreffer sorgte beim SVH kurzzeitig für Hoffnung, doch der FCGL bewies den längeren Atem und gewann am Ende zwei wichtige Punkte.

TSV Heiligenrode II – FC Gessel-Leerßen 4:10 (1:6). „Die Gegner hatten für uns gespielt. Ovelgönne hatte auch die zweite Partie verloren, sodass bereits vor dem Spiel klar war, dass wir den zweiten Tabellenrang zurückerobert hatten“, freute sich FC-Teamsprecherin Nicole Glatzel. Selbst mit einer Niederlage gegen den Spitzenreiter wäre der Platz sicher gewesen, „doch das kam für uns nicht in Frage. Wir wollten einen weiteren Sieg holen." Spitzenreiter Heiligenrode hatte dagegen mit Personalsorgen zu kämpfen: Aufgrund des Ausfalls von Korbfrau Gabi Brosowsky musste der TSV umstellen. „Wir haben in der Abwehr zwar gut gearbeitet, leider aber zahlreiche Chancen liegen gelassen“, monierte TSV-Spielerin Imke Meyer, deren Team mit einem 1:6-Rückstand in die Pause ging. Die zweite Hälfte gestaltete sich ausgeglichener. Erst nach zehn Minuten traf der Gessel-Leerßen zum 7:1. Im weiteren Verlauf gab es für Heiligenrode aber kein Herankommen mehr, sodass die zweite Niederlage der Saison nicht mehr zu vermeiden war. „Wir sind dennoch zufrieden mit unserer Leistung. Wir haben immer gekämpft und den Kopf nicht hängen lassen“, sagte Meyer.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+