Fußball-Landesliga: DJK Germania Blumenthal Kleiner Kader mit Spielkultur

Nähme man die Testspiele zum Maßstab, müsste DJK Germania Blumenthal zum engeren Kreis der Titelkandidaten in der Fußball-Landesliga gezählt worden.
10.08.2017, 10:03
Lesedauer: 2 Min
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Von Klaus Grunewald

Blumenthal. Nähme man die Testspiele zum Maßstab, müsste DJK Germania Blumenthal zum engeren Kreis der Titelkandidaten in der Fußball-Landesliga gezählt worden. „Die Test- und Turnierspiele haben wir gewonnen oder mit einem Remis beendet und dabei spielerisch überzeugt“, zeigt sich Abteilungsleiter Reiner Jonderko zufrieden.

Der Kader der Blumenthaler hat zweifellos Qualität. Allerdings besteht er zurzeit nur aus 19 Spielern. Das könnte sich im Verlauf einer langen Saison als Manko herausstellen. Deshalb sollte in der Winterpause durchaus noch der eine oder andere Akteur hinzukommen, blickt Jonderko voraus.

Ebenso wie der Sportliche Leiter Gerd Stednitz aber ist er erst einmal froh, mit Abdelfattah Rhazani einen Nachfolger von Bahadir Kilickeser als Cheftrainer gefunden zu haben. Der 44-Jährige hat zuletzt die ­dritte A-Junioren-Mannschaft des SV Werder Bremen trainiert und kennt sich gut aus im Bremer Fußball-Norden. Als Spieler war der gebürtige Marokkaner für den SV Grohn, die SG Aumund-Vegesack, den Blumenthaler SV und den SV Türkspor aktiv. Jetzt will er die Mannschaft von DJK Germania Blumenthal zusammen mit dem Co-Trainer Marc Coldewey sicher durch die Saison führen und am Ende einen guten Mittelfeldplatz belegen (sieben bis zehn).

Die Landesliga-Saison 2016/17 beendeten die Blumenthaler als Tabellensiebter. 14 Siege, zwei Unentschieden und 14 Niederlage lautete die DJK-Bilanz nach dem 30. Spieltag. Und sie hätte besser ausfallen können, wäre der Kilickeser-Elf in der Schlussphase mit zwischenzeitlich sechs Niederlagen in Folge nicht die Luft ausgegangen. Dass die Nordbremer trotz des Verlustes einiger starker Akteure wie Sören Eggerking, Nicolai Thoms oder Mahmut Gökalp eine spielstarke Formation ins Rennen schicken können, bewiesen sie zum Beispiel während der Sportwoche des SV Eintracht Aumund, die sie ungeschlagen als Vierter beendeten.

Und in Unterzahl trotzte DJK dem Bremen-Ligisten und späteren Turniersieger KSV Vatan Sport ein Remis ab, das den Gröpelingern schmeichelte. Dennoch hält sich Reiner Jonderko angesichts des zahlenmäßig überschaubaren Kaders mit euphorischen Vorgaben zurück und nennt einen guten Mittelfeldrang als Saisonziel. Zum engeren Kreis der Meisterschaftsfavoriten zählt er den SC Borgfeld, SFL Bremerhaven und TSV Melchiorshausen. Ebenfalls einen Mittelfeldrang hat der Trainer Abdelfattah Rhazani im Visier: „Wichtig ist, dass wir einen guten Start erwischen und einen guten Fußball spielen.“

Der Pflichtspielauftakt ist mit dem 5:3-Erfolg im Lotto-Pokal beim Bezirksligisten gelungen, nun fiebern die Nordbremer der ersten Punktspielaufgabe entgegen. Die steht bereits am morgigen Freitag um 19 Uhr auf dem Programm. Der Gegner heißt Tura Bremen, und der will liebend gerne die Aufstiegseuphorie mitnehmen. Fünf Tage nach dem ersten Punktspiel erfolgt bereits die Fortsetzung im Pokal, in dem DJK am Mittwoch, 16. August, 18.30 Uhr, Gastgeber für den Bremen-Ligisten TSV Grolland ist.

Zugänge: Cebrail Finke (Blumenthaler SV 2. A-Junioren), John-Marvin Halstenberg (SAV II), Shirwan Hussein Khalef (SV Grohn), Enes Kök (SAV II), Kadir Caliskan (MTV Wilstedt) Abgänge: Enis Baki (Ü 32), Malte Behrens (Ziel unbekannt), Carl-Julian Brand (SV Löhnhorst , Sören Eggerking (VSK Osterholz-Scharmbeck), Mahmut Gökalp (Pause aus beruflichen Gründen), Matheo Przeliorz ( langzeitverletzt), Nicolai Thoms (Pause aus beruflichen Gründen) Restaufgebot: Özer Alkur, Ali Atris, Marcus Hempel, Gökhan Kara, Can Kaya, Kevin Kujawa, Milan Meyer, Marcus Müller, Rene Olszak, Bela Prieß, Patrick Stedtnitz, Marcel Stöver, Dennis Tanski, Patrick Wilhelm Trainer: Abdelfattah Rhazani (neu) Co-Trainer: Marc Coldewey (alt), Aydin Caliskan (neu) Saisonziel: Platz sieben bsi zehn Meisterschaftstipp: SC Borgfeld, SFL Bremerhaven, TSV Melchiorshausen GRU
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